Der 1. FC Köln hat beim 2:2 in Elversberg enttäuscht. Die FC-Profis in der Einzelkritik:
Einzelkritik 1. FC KölnTimo Hübers rettet einen Punkt

Kölner Jubel nach dem 1:0, Torschütze war Denis Huseinbasic (3.v.l.).
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Jonas Urbig: Die Nummer eins war bis auf einen harmlosen Schnellbacher-Schuss in der ersten Hälfte beschäftigungslos. Das änderte sich nach dem Wechsel. Machtlos bei beiden Gegentoren. Verhinderte gegen Pinckert das 1:3 (65.). Note: 3,5
Jan Thielmann: Defensiv stabiler als gegen den HSV, aber noch lange nicht bei 100 Prozent. Der Rechtsverteidiger konnte seine offensive Rolle mehr interpretieren und schob im Duett mit Ljubicic 45 Minuten lang mächtig an. In Hälfte zwei auch Teil der Unordnung. Note: 3,5
Timo Hübers (C): Der Kapitän war zunächst selten gefordert, musste aber einen Pacarada-Fehler gegen Schnellbacher ausbügeln (19.). Ging nach Zweikämpfen gegen Feil und seinen Torwart Urbig zweimal zu Boden, stand aber wieder auf. Was gut war, denn er rettete seinem Team wenigstens den einen Punkt (84.). Note: 2
Dominique Heintz: 45 Minuten lang eine grundsolide Vorstellung des Innenverteidigers, der seine Erfahrung sowohl defensiv als auch im Aufbauspiel einbringen konnte. Ermöglichte Elversberg den Ausgleich, als er erst Feil den Ball unbedrängt in den Fuß köpfte und dann gegen Asllani das Abseits aufhob. Note: 4,5
Leart Pacarada: Im Glück, dass sein Ballverlust keine schlimmeren Konsequenzen hatte. Teamkollege Hübers entschärfte die Situation. Der Linksverteidiger ließ sich vor dem 1:1 viel zu leicht von Baum vernaschen und war vor dem 1:2 zu passiv im Zweikampf. Pluspunkte sammelte er mit dem Block gegen Feil und der Ecken-Vorlage für das 2:2. Note: 4,5
Eric Martel: Ohne große Probleme in der ersten Hälfte. Mit viel Zeit, sich nach vorne einzuschalten, wie bei seinem tiefen Lauf vor dem 1:0. Der Sechser verlor nach dem Wechsel aber die Übersicht und konnte seinem Team in der schwierigen Phase keine Stabilität mehr verleihen. Note: 4
Dejan Ljubicic: Machte in der ersten Halbzeit auf der rechten Seite mächtig Betrieb und war an jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Tauchte nach dem Wechsel aber fast völlig ab. In solchen Momenten wünscht man sich mehr Führungsspieler-Qualitäten von dem Österreicher. Note: 4
Denis Huseinbasic: Mit Hübers bester Kölner. In Hälfte eins Ausgangspunkt fast aller Angriffe. Stemmte sich mit seiner willensstarken Vorbereitung der Downs-Chance in Hälfte zwei gegen das drohende Ungemach (59.). Forderte den Ball, konnte alleine aber nicht alles richten. Note: 2,5
Linton Maina: Rutschte neu in die Startelf. Blieb aber bis zu seiner Einwechslung fast alles schuldig. Spielt sein Tempo viel zu selten aus. Hatte seine beste Szene, als er in der 15. Minute an Kristof scheiterte. Note: 5
Tim Lemperle: Ständiger Unruheherd in der ersten Hälfte und Vorbereiter des 1:0. Nach dem Wechsel kaum noch zu sehen, was auch daran lag, dass der FC nach dem 1:1-Ausgleich völlig seine Struktur im Spiel mit dem Ball verlor. Note: 4
Damion Downs: Eine Halbzeit lang viel unterwegs, aber zu oft ohne den nötigen Biss. Vergab dann frei vor Kristof auch noch die große Chance auf die erneute Führung (59.). Der Stürmer wurde als erster Kölner ausgewechselt (66.). Note: 5
