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Einen musste der FC-Star tröstenEl Mala über Kölner Gala: „Haben uns den Frust weggeschossen“

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Said El Mala und Linton Maina jubeln nach dem 2:0 gegen Union Berlin im DFB-Pokal.

Said El Mala und Linton Maina jubeln nach dem 2:0 gegen Union Berlin im DFB-Pokal.

Said El Mala glänzte beim 5:0 des 1. FC Köln im Pokal gegen Union Berlin. Danach sprach er über seinen Auftritt.

Zwei Tore, eine Vorlage und das Ticket fürs Achtelfinale: Said El Mala hatte am Dienstagabend (27. Oktober 2026) entscheidenden Anteil daran, dass der 1. FC Köln Union Berlin mit 5:0 aus dem Pokal warf. Der 20-Jährige zeigte dabei seine stärkste Leistung der bisherigen Saison und schnürte erstmals einen Doppelpack mit dem Geißbock auf der Brust.

Variabel und ungemein effektiv präsentierte sich El Mala an diesem Abend. Einmal traf er mit dem rechten Fuß, einmal mit dem linken – der zweite Treffer war ein Traumtor –, dazu legte er für Linton Maina auf. Bemerkenswert war jedoch vor allem, dass er nicht versuchte, alles allein zu lösen. Gemeinsam mit Mikey Moore, Maina und Marius Bülter bildete der FC-Star eine vordere Reihe, deren Zusammenspiel dieses Mal herausragend funktionierte und Hoffnung auf mehr weckt.

Offensive im Gleichklang: El Mala lobt das Verständnis im FC-Angriff

Was die fünf Treffer und die Abstimmung auf dem Rasen für ihn bedeuten, brachte El Mala nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir haben uns den Frust weggeschossen, das fühlt sich einfach geil an.“ Aus seiner Sicht wächst die Mannschaft spürbar zusammen. „Wir sind früh in der Saison, da merkt man, dass man sich besser findet auf dem Platz. Wir trainieren ja jeden Tag zusammen und irgendwann platzt der Knoten. Ich glaube, das war jetzt das Spiel“, sagte der Offensivspieler.

Ganz so entspannt war es auf den Rängen zur Pause noch nicht. Köln führte da lediglich knapp mit 1:0, und viele Fans im Stadion fragten sich, ob das Team wieder einen Gang zurückschalten würde, ob die Kräfte schwinden oder die Angst zurückkehren könnte. Gegen Union stellten sich diese Befürchtungen als unbegründet heraus: Die Mannschaft legte nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll nach.

Genau dieses Muster habe man durchbrechen wollen, erklärte El Mala später. „Bei uns war es immer das Problem, dass wir eine gute erste Halbzeit spielen und dann ein bisschen nachlassen. Das wollten wir vermeiden und sind aufs zweite, dritte, vierte und fünfte Tor gegangen. Das hat super geklappt“, schilderte er.

Die Erleichterung war ihm anzumerken: „Es ist extrem viel Last abgefallen in den 90 Minuten. Wir haben dieses Mal auch zwei super Halbzeiten gespielt.“ Und weiter: „Es hat extrem Spaß gemacht, mit den Jungs zu kicken. Wir waren griffig, wir waren da.“

Besonders bewegt zeigte sich der 20-Jährige von der Atmosphäre. Diese sei „geisteskrank! Die Stimmung ist sonst immer top-top, heute hat es alles übertroffen.“ Als er ausgewechselt wurde, stimmte die Südkurve sogar ein eigenes Lied für ihn an. „Ich hatte Gänsehaut, weil das nicht normal ist, wie die Fans hinter einem Spieler stehen. Ich habe das sehr genossen“, erzählte El Mala.

Ein wenig getrübt wurde seine Freude lediglich durch ein Detail: Sein 21 Jahre alter Bruder Malek blieb erneut ohne Einsatz und verfolgte die Partie nur von der Bank. Gefeiert haben die beiden trotzdem gemeinsam. „Das bedeutet mir extrem viel“, sagte Said El Mala. „Ich habe ihn ein bisschen aufgemuntert, weil er nicht reinkam. Er weiß zu schätzen, dass er dabei ist, er genießt das sehr, ich spüre das. Wir reden viel und er hat sich genauso gefreut wie ich.“ (red)