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Fan-Protest nach El Malas WM-Aus„Er wäre der Shootingstar der WM geworden“

3 min
Said El Mala steht für den 1. FC Köln auf dem Rasen.

Said El Mala fährt nicht mit zur WM. Diese Entscheidung verkündete der Bundestrainer am Donnerstag – und sorgte damit für einige Verstimmung auf der Kölner Fan-Seite.

Said El Mala fährt nicht mit zur WM. Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgt für Verstimmung auf Fan-Seite.

Die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme hat sich für Said El Mala (19) zerschlagen. Der aufstrebende Spieler des 1. FC Köln wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für das endgültige Aufgebot nominiert.

Sein Verein, der 1. FC Köln, zeigte Mitgefühl mit dem Nachwuchstalent und sprach El Mala über die sozialen Netzwerke Mut zu. „Lieber Said, deine Zeit im DFB-Team wird kommen. 18 Scorer-Punkte in deiner ersten Saison sprechen für sich. Darauf kannst du sehr stolz sein und wir sind es auch!“

Heftige Reaktionen auf Nagelsmanns Entscheidung

Der Spieler selbst antwortete auf die Veröffentlichung mit drei Herz-Emojis und teilte diese in seiner Instagram-Story. Ebenso bemühten sich die Anhänger des FC, ihren Favoriten aufzubauen. Unter dem Post fanden sich zahlreiche Kommentare wie „Lass den Kopf nicht hängen“, „Du bist der Beste“ oder „Ganz Deutschland weiß, dass du es verdient hast. Nur Nagelsmann nicht“.

Bei den Anhängern des 1. FC Köln trifft die Wahl von Nagelsmann auf großes Unverständnis. „Leistungsprinzip gilt schon lange nicht mehr beim DFB“, kommentierte ein Nutzer auf Instagram. Ein weiterer äußerte: „Es gibt absolut gar keine Begründung, warum man ihn nicht nominiert!“. Ein Fan war überzeugt: „Er wäre der Shootingstar der WM geworden, so wie Poldi 2006. Absolut nicht nachvollziehbar“.

Andere Spieler für die Außenbahn wurden von Nagelsmann bevorzugt. Darunter ist Leroy Sané, der bei Galatasaray Istanbul eine eher durchwachsene Spielzeit absolvierte. Auch der flexible Dortmunder Akteur Maximilian Beier, dessen außergewöhnliche Mentalität von Nagelsmann am Donnerstag betont wurde, erhielt einen Platz im Kader.

Die Unterstützung für El Mala kommt auch von Anhängern anderer Vereine. So schrieb ein Nutzer aus Dortmund auf Instagram: „Hallo liebe Kölner, Grüße von einem Dortmunder! Es ist ein Riesen-Skandal, dass Said El Mala nicht nominiert wurde. Für mich völlig unverständlich, weil er einfach für dieses Team spielen muss. Bleib stark, Said – deine Chance wird kommen, und dann wirst du es allen zeigen!“.

Diskussion um Scorer-Werte im Internet

Die Personalentscheidung wurde auch auf weiteren Plattformen intensiv erörtert. Ein Anhänger des FC Bayern äußerte sich auf Reddit mit Sarkasmus: „Zu viele Scorer pro Minute, das wäre unfair gegenüber dem Rest“.

Ein weiterer Fan des deutschen Rekordmeisters argumentierte: „Musste dir mal überlegen. Der hat mehr Scorer in weniger Minuten bei Köln, während der andere die meiste Zeit gegen Vereine spielt, die ’nen niedrigeren Marktwert haben als Nürnberg“. Dies ist eine klare Anspielung auf Sané, der in der türkischen Süper Lig 16 Scorerpunkte (sieben Tore, fünf Assists) erzielte. Ein Zuschauer des Youtube-Livestreams zur Pressekonferenz von Nagelsmann stellte eine konkrete Rechnung auf: „El Mala in der BuLi alle 111 min ein Scorer, Sané in der türkischen Liga + CL alle 214 Min ein Scorer.....finde den Fehler.“

Nagelsmann selbst hob hervor, dass Sané angesichts seiner durchwachsenen Statistik zunächst die Rolle des Herausforderers einnehmen werde. Dennoch sei er von den Fähigkeiten des früheren Profis des FC Bayern überzeugt. Er äußerte: „Er hat nach wie vor was ganz Besonderes im engen Raum. Ich habe einen super Draht zu ihm und traue mir zu, den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen entfallen werden als negative“.

Die Begründung des Bundestrainers für die Nichtberücksichtigung von El Mala war, dass das Konterspiel des 1. FC Köln für den Spieler vorteilhaft sei. Beim DFB-Team sei die Angriffshöhe jedoch anders. Er lobte die Reaktion des Spielers auf die Entscheidung: „Said hat sehr gut reagiert. Er hat eine tolle Rückrunde gespielt“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.