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FC-EinzelkritikSelke trifft und Hübers patzt

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Davie Selke  27, 1. FC Koeln jubelt nach dem Tor zum 1:0 .

Davie Selke jubelt nach dem Tor zum 1:0.

Der 1. FC Köln hat sich beim Debüt von Trainer Timo Schultz mit einem 1:1  gegen den FC Heidenheim begnügen müssen. Die FC-Profis in der Einzelkritik.

Marvin Schwäbe: Etwas leichtsinnig gegen Kleindienst (11.), dann aber mit einer Weltklasse-Parade gegen Theuerkauf (34.). Startete mit dem nächsten Leichtsinn gegen Beste in die zweite Hälfte (51.) und hatte wieder Glück. Bei Becks perfektem und verdeckten Drehschuss ohne Chance. Note: 3

Rasmus Carstensen: Der Däne hatte seine rechte Seite defensiv gut im Griff und schob offensiv immer wieder an. Nach einer Finkgräfe-Flanke nicht groß genug (24.). Legte Kleindienst ungewollt die große Chance zum Ausgleich auf (51.) und wackelte danach einige Male bedenklich. Note: 4

Timo Hübers: Der Abwehrchef verteidigte viel tiefer als unter Steffen Baumgart. Verhinderte mit einer Blutgrätsche gegen Beste Schlimmeres, handelte sich aber Gelb ein (41.). Legte Beck das 1:1 auf, was seine Gesamtleistung stark eintrübte. Note: 4

Jeff Chabot: Lieferte sich zunächst über mehrere Minuten ein Zweikampf-Privatduell mit Pieringer. Danach mit einer gewohnt grundsoliden, kopfballstarken Defensivleistung. Note: 3

Max Finkgräfe: Beim jungen Linksverteidiger wechselten sich Licht und Schatten ab. Der Youngster leistete sich einige Patzer im Aufbau und vor der Theuerkauf-Großchance (34.), zeigte sich offensiv aber sehr mutig. Blieb auch in der zweiten Hälfte frech und stand defensiv sicherer. Note: 3

Eric Martel: Der Sechser beschränkte sich mit gewohntem hohen Laufpensum weitgehend auf seine Kernaufgabe als Abräumer und Lückenschließer. Ließ nichts anbrennen und schaltete sich, wann immer möglich, in die Offensive ein. Unauffälliges Spiel. Note: 3

Linton Maina: Der schnelle Flügelflitzer hatte zunächst Probleme, sich im neuen, flexiblen System zurechtzufinden. Vergab dann direkt nach der Pause die Riesenchance auf das 2:0 (46.). Das passte zu seiner insgesamt unglücklichen Vorstellung. Note: 4,5

Denis Huseinbasic: Eine ruhige, abgeklärte und ballsichere Vorstellung des Youngsters. Toller Schlenzer, der Müllers Fingerspitzen zum Einsatz brachte (19.). Ließ in der zweiten Hälfte etwas nach, ohne zu enttäuschen. Note: 2,5

Florian Kainz: Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensivaktionen. Der Kapitän agierte sehr ballsicher, war stark im Dribbling und bereitete Selkes 1:0 und Mainas Großchance vor. Musste nach 59 Minuten angeschlagen vom Platz. Note: 2

Jan Thielmann: Fleißig und angriffslustig, aber selten produktiv und oft zu unsauber. Mit einer guten Chance, aus der aber nur ein Eckball resultierte. Seinen eigentlich harmlosen Fernschuss ließ Müller durch die Arme an den Pfosten rutschen (80.). Note: 4

Davie Selke: Technisch sehenswerte Aktion beim 1:0 – seinem fünften Saisontor. Rieb sich ansonsten in vielen Zweikämpfen auf, in denen er sich gegen Gimber und Mainka selten durchsetzen konnte. Nach 71 Minuten gegen Steffen Tigges ausgewechselt. Note: 3

Justin Diehl (ab 59.): Erstmals in dieser Saison im Kader und gleich auf dem Platz. Hatte eine Reihe von vielversprechenden Ballaktionen. Außer einem Eckball sprang aber nichts dabei heraus (70.). Da fehlt noch etwas Physis. Führte als 19-Jähriger in seinem erst zweiten Bundesligaspiel schon Ecken und direkte Freistöße aus. Note: 3,5