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Sommer-TransferFC-Sportchef Keller schwärmt von Leart Paqarada

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Linksverteidiger Leart Paqarada (r.) beim Testspiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach

Noch für den FC St. Pauli im Einsatz: Linksverteidiger Leart Paqarada (r.) beim Testspiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach.

Leart Paqarada soll der erste Transfer des 1. FC Köln für die kommende Saison werden.

Christian Keller machte sich gar nicht erst die Mühe, das Interesse zu dementieren. „Ich finde, dass er der beste Linksverteidiger der Zweiten Liga ist. Und ich fände es schön, wenn er bei uns spielt“, sagte der Sportchef des 1. FC Köln, als er am Rande des Testspiels gegen den Lommel SK (5:0) auf Leart Paqarada (28) angesprochen wurde.

Wie am Samstag durchgesickert war, steht der Kapitän des abstiegsbedrohten FC St. Pauli zur kommenden Saison vor einem Wechsel nach Köln. Da sein Vertrag am Millerntor Ende Juni ausläuft, wäre Paqarada ablösefrei zu haben. Damit ist er besonders interessant für die finanziell klammen Geißböcke.

Keller gerät bei der Aufzählung von Paqaradas Stärken geradezu ins Schwärmen: „Er spielt seit Jahren sehr konstant und ist vor allem sehr spielintelligent. Er verfügt über ein hohes technisches Spielvermögen und ist extrem sicher im Spielaufbau, auch unter hohem Gegnerdruck. Er hat sehr viele Lösungen und ist gleichzeitig ein Spieler, der viel Torgefahr in den gegnerischen Strafraum reinbringt. Dazu hat er ein gutes Flankenspiel und ist sehr gefährlich bei Standards.“ Den FC-Sportchef verwundert es daher nicht, dass Paqarada „gefühlt von der halben Bundesliga gejagt wird“.

Ich finde, dass er (Leart Paqarada) der beste Linksverteidiger der Zweiten Liga ist. Und ich fände es schön, wenn er bei uns spielt.
Christian Keller, Sportchef 1. FC Köln

Der kosovarische Nationalspieler wurde in Aachen geboren und bei Bayer 04 Leverkusen ausgebildet, ehe er 2014 beim SV Sandhausen den Sprung in den Profibereich schaffte. Seit 2020 läuft Paqarada (Foto) für den Kiezclub auf, bei dem er in 85 Partien (5 Tore/20 Vorlagen) zum Leistungsträger avancierte. Die Personalie ist laut Keller „unabhängig“ von der noch offenen Zukunft von Jonas Hector zu betrachten. Das Arbeitspapier des Linksverteidigers läuft nach dieser Saison aus. „Ich habe ja schon mal gesagt: Wenn Jonas hier verlängern möchte, dann ist für ihn immer ein Platz im Kader. Sie wissen ja, wie vielfältig der Jonas einsetzbar ist.“

Die bevorstehende Verpflichtung Paqaradas könnte ein Hinweis darauf sein, dass U21-Nationalspieler Noah Katterbach (Vertrag bis 2024) wohl keine Zukunft beim FC hat. Der Linksverteidiger ist derzeit noch an den FC Basel ausgeliehen und soll bis Sommer an den Hamburger SV weiterverliehen werden. Die Formalitäten sollen bis Anfang der Woche geklärt sein.

Am Wochenende nahm das Kölner Eigengewächs bereits mit einer Gastspielgenehmigung am Trainingslager des Zweitliga-Zweiten in Sotogrande teil. „Der Spieler hatte einen Veränderungswunsch, weil er in letzter Zeit nicht mehr ganz zufrieden war, wie es in Basel gelaufen ist“, erklärte Keller. Katterbach war seit einem Jahr an den Schweizer Erstligisten ausgeliehen, bei dem er sich aber wie in Köln nicht dauerhaft behaupten konnte.