FC-Leihspieler Jaka Cuber Potocnoik findet bei RW Essen immer besser zu seinem Rhythmus. Der 1. FC Köln ist vom Potenzial Potocniks nach wie vor überzeugt und will das Sturmtalent über 2027 hinaus an sich binden.
Gespräche weit fortgeschrittenPotocnik vor vorzeitiger Verlängerung beim 1. FC Köln

RWE-Leihstürmer Jaka Cuber Potocnik (l.) im Zweikampf mit Lucas Wolf von Viktoria Köln.
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Ein Tor gelang Jaka Cuber Potocnik am Sonntagabend zwar nicht. Doch das änderte nichts daran, dass der vom 1. FC Köln ausgeliehene Jungstürmer eine erfreuliche Rückkehr in die Domstadt erlebte. Beim 2:1-Auswärtssieg gegen den FC Viktoria Köln gehörte Potocnik zum zweiten Mal im laufenden Spielbetrieb der 3. Fußball-Liga der Startelf von Rot-Weiss Essen an. Der 20-Jährige profitierte einerseits vom Ausfall von Torjäger Marek Janssen. Andererseits hatte Potocnik sich die Chance nach Aufassung seines Trainers verdient. „Jaka schart seit Wochen mit den Hufen“, lobte Uwe Koschinat den Slowenen, der nach einer deprimierenden Hinrunde mit gleich drei Muskelverletzungen zuletzt siebenmal in Folge zum Einsatz kam. Zugleich freute sich Koschinat über den erhöhten Konkurrenzkampf: „Toll, dass wir jetzt über zwei sehr gute Stürmer verfügen. Damit sind wir auf der Position sehr gut aufgestellt, was wir in der Endphase der Saison auch benötigen.“
Was ich bei ihm – und das fällt bei Mittelstürmern oftmals gar nicht so auf – für außergewöhnlich halte, ist sein Spiel gegen den Ball.
Zufrieden zeigte sich der langjährige Coach des SC Fortuna Köln auch mit Potocniks 90-minütiger Leistung im Sportpark Höhenberg. „Jaka hat zwei Dinge wieder auf einem hohen Niveau gemacht. Zum einen ist er ein Spieler, der sich im eigenen Ballbesitz sehr intelligent bewegt und der unheimlich gut anspielbereit ist. Darüber hinaus bringt er schon eine sehr ordentliche Robustheit mit“, erklärte Koschinat, der in seiner Analyse das Spielverständnis Potocniks hervorhob: „Was ich bei ihm – und das fällt bei Mittelstürmern oftmals gar nicht so auf – für außergewöhnlich halte, ist sein Spiel gegen den Ball. Wie schnell er anläuft und wie schnell er auf der anderen Seite Mittelfeldspieler des Gegners zustellt – das zeigt sein Grundverständnis für Fußball. Das ist schon ein sehr gutes Niveau. Man sieht, dass er sehr viel mitbringt.“
Auch der 1. FC Köln ist von Potocniks Potenzial nach wie vor überzeugt. Deshalb wollen die Verantwortlichen um Sportchef Thomas Kessler den bis Sommer 2027 gültigen Vertrag des Sturmtalents vorzeitig verlängern. Die Gespräche sind nach Rundschau-Informationen weit fortgeschritten. Die Vertragsverlängerung soll mit einer erneuten Leihe einhergehen – denn durchsetzen konnte sich Potocnik bei den FC-Profis bis dato noch nicht. Bundesweite Bekanntheit erlangte er dagegen wegen seiner verhängnisvollen Verpflichtung im Januar 2022, die für den FC eine einjährige Transfersperre nach sich zog. Inzwischen geht der Blick Potocniks wieder nach vorn. Zur anstehenden Länderspielphase wurde er ins slowenische U21-Nationalteam berufen. „Das tut ihm gut und ist eine tolle Geschichte“, freute sich Koschinat, der einen Wunsch formulierte: „Wir hoffen, dass er gesund wiederkommt.“
