Kaderplanung 1. FC KölnSieben Transfers sind geplatzt – FC erklärt sich

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Dimitrios Limnios (1. FC Köln), Bild: Herbert Bucco

Dimitrios Limnios verließ den 1. FC Köln im Winter 2023.

Der 1. FC Köln hat sich gegen die Kritik an der Kaderplanung für die vergangene Saison gewehrt und sein Vorgehen erklärt.

Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln suchen nach dem siebten Abstieg der Clubgeschichte vehement den Weg in die Öffentlichkeit, um sich zu erklären.   Nachdem die Clubspitze im ersten Teil der Podcast-Reihe „FC Inside“ Stellung zur Transfersperre genommen hatte, gaben Vize-Präsident Eckard Sauern und Sportchef Christian Keller nun Auskunft zur viel kritisierten Kaderplanung für die Abstiegssaison 2023/24.

„Die Arbeit war komplett gemacht. Uns sind im Frühjahr 2023 aber vier ablösefreie Spieler abgesprungen“, informierte Sauren über die Folgen des Ende März 2023 ausgesprochenen FIFA-Urteils im Fall „Potocnik“. Der FC konnte bis zur Aussetzung des Urteils Ende Mai keine Spieler verpflichten. „Der Name Benedict Hollerbach ist bekannt. Darüber hinaus waren ein weiterer Stürmer, ein Sechser und Innenverteidiger dabei“, sagte Sauren.

Ich bin hoffnungsfroh, dass wir zeitnah zu einem Abschluss kommen und einen neuen Trainer präsentieren können.
Christian Keller, Geschäftsführer Sport 1. FC Köln

Im Sommer seien dann bis zum Ende der Transferperiode keine geeigneten Spieler mehr auf dem Markt gewesen. Geeignet bedeutet in diesem Fall, dass sie nicht in den schmalen Kaderetat der Kölner gepasst hätten. Für die Winter-Transferperiode wären dann durch die Abgänge der Top-Verdiener Dimitrios Limnios und Noah Katterbach finanzielle Mittel vorhanden gewesen, um nach der missratenen Hinrunde und der Trennung von Trainer Steffen Baumgart nachzurüsten.

„Diese Mittel hätten wir für die Verpflichtung von zwei Stürmern und einem Sechser verwendet“, verriet Christian Keller im Podcast. Dazu kam es aber nicht, weil der CAS kurz vor Weihnachten 2023 das FIFA-Urteil bestätigte und der FC im Winter und Sommer 2024 keine neuen Spieler registrieren durfte. Der Erklärungsansatz der Verantwortlichen für insgesamt sieben geplatzte Transfers lautet also, dass es im Sommer 2023 nicht genug Geld für geeignete neue Spieler gab. Als es im Winter vorhanden war, konnte der FC es nicht mehr ausgeben.

Aktuell konzentriert sich der Zweitligist auf die Verpflichtung eines neuen Trainers. Nach Auskunft von Keller ist die Suche nach einem Nachfolger für Timo Schultz „ein gutes Stück vorangeschritten“. Nach einer ersten Gesprächsrunde mit geeigneten Kandidaten ist der Geschäftsführer Sport „hoffnungsfroh“, dass der FC „zeitnah zu einem   Abschluss kommt und einen neuen Trainer präsentieren kann“.

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