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Moore und El MalaEin FC-Duo, das für Fantasie sorgt

4 min
2026.09.04, Deutschland, Stuttgart Fußball VfB Stuttgart vs. 1. FC Köln, Mikey Moore Köln Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. DFL, DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. *** September 4, 2026, Germany, Stuttgart: Soccer  VfB Stuttgart vs. 1. FC Köln, Mikey Moore, Cologne: In accordance with the regulations of the DFL German Soccer League, it is prohibited to use or allow the use of photographs taken in the stadium and/or during the game in the form of image sequences and/or video-like photo series. DFL and DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video content.

Hatte nach seiner Einwechslung sofort gute Szenen und war nur schwer vom Ball zu stoppen: FC-Neuzugang Mikey Moore (M.)

Der 19-jährige Neuzugang überzeugte in Abwesenheit von El Mala bei seinem FC-Debüt. Trainer Wagner hat demnächst eine tolle, junge Flügelzange zur Verfügung.

Mikey Moore verändert beim 1:4 in Stuttgart in wenigen Sekunden das Kölner Spiel. Gemeinsam mit Said El Mala könnte der 19-Jährige eine junge Flügelzange bilden, die dem 1. FC Köln bis zum kommenden Sommer Kreativität und Torgefahr verspricht.

Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Moore das Spiel bereits verändert. Der 19-Jährige nahm den Ball, dribbelte mit Tempo auf die Stuttgarter Abwehr zu und holte eine Ecke heraus. Kurz darauf prüfte er VfB-Torhüter Fabian Bredlow zweimal innerhalb weniger Minuten. Es waren die ersten Aktionen des Engländers in der Bundesliga – und sie entfachten beim 1. FC Köln eine Hoffnung, die nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit kaum noch vorhanden gewesen war.

Moore kombinierte, attackierte und forderte den Ball. In der starken Anfangsviertelstunde nach der Pause lief jeder Kölner Angriff über den von Tottenham Hotspur ausgeliehenen Offensivspieler. Zwei Torschüsse und zwei Torschussvorlagen standen am Ende für den Debütanten zu Buche. Vor dem 1:3 legte er zudem für Luca Waldschmidt auf – die Deutsche Fußball-Liga dürfte den Treffer allerdings als Eigentor des Stuttgarters Ramon Hendriks werten. Auf seinen ersten offiziellen Scorerpunkt muss Moore somit noch warten. Der wurde dem eingewechselten Marius Bülter gutgeschrieben.

„Wir hatten eine echt gute Phase nach der Pause, in der wir hätten Tore schießen können, mich eingeschlossen“, sagte Moore im Klub-TV. Und fügte hinzu: „An einem anderen Tag hätten wir etwas mitnehmen können.“ Nach nur zwei Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen klang das nicht nach einer Ausrede, sondern nach dem Selbstverständnis eines Spielers, der sofort spürte, was in dieser Partie möglich gewesen wäre.

Er hat das Spiel verändert und sich die Situationen geschnappt.
FC-Trainer René Wagner über Mickey Moore

„Er hat das Spiel verändert und sich die Situationen geschnappt“, sagte Trainer René Wagner. Moore bewegte sich zwischen den Linien, drehte auf und kam in der Box an. Schon sein Debüt beim 1:4 in Stuttgart zeigte, weshalb der FC wochenlang auf das grüne Licht von Tottenham gewartet hatte – und warum der Engländer für Trainer und Sportchef der absolute Wunschspieler war.

Noch spannender als Moores gelungenes Debüt ist für den FC die Aussicht auf das Zusammenspiel mit Said El Mala. Der junge Flügelspieler, der in dieser Saison bereits für Aufsehen gesorgt hat, fehlte in Stuttgart erkrankt. Wenn El Mala zurückkehrt und Moore seine ersten Eindrücke bestätigt, könnte René Wagner schon bald eine neue Talente-Zange aufbieten: El Mala über links, Moore zentral oder über rechts – je nach Spielanlage.

Es wäre eine Kombination, die Kreativität und Torgefahr verspricht. El Mala mit seinem Drang und seiner Unbekümmertheit, Moore mit Tempo, Spielwitz und der Fähigkeit, zwischen den Linien aufzudrehen. Zwei Senkrechtstarter, die gegnerische Abwehrreihen vor neue Aufgaben stellen könnten – und den FC-Fans bis zum kommenden Sommer viel Freude machen dürften.

„Er will immer den Ball haben, er ist immer aktiv, hat Lösungen nach vorn“, lobte Wagner. Der Trainer versprach: „Er wird für uns den Unterschied ausmachen können.“

Kessler hätte sich neben den vielversprechenden Ansätzen freilich auch Zählbares gewünscht. „Er hatte heute zwei Torchancen, von denen er eine hätte machen können“, sagte der Sportchef. Es gehe um Kleinigkeiten und um Timing, das war keine Kritik von Kessler. Auch die Abläufe würden sich verbessern, wenn Moore länger mit der Mannschaft trainiere. „Da sind wir froh, dass er heute in 45 Minuten andeuten konnte, was wir uns von ihm für eine sehr lange Saison versprechen.“

1. FC Köln: Vorfreude auf Duo El Mala/Moore

Der FC hat auf Moore gewartet, statt einen anderen Offensivspieler zu verpflichten. Eine Kaufoption besitzt der Klub für die Leihgabe nicht. Spätestens im kommenden Sommer wird deshalb die Frage im Raum stehen, wie lange Köln an dem Talent Freude haben durfte. Bis dahin aber kann Moore dem FC etwas geben, das in Stuttgart lange fehlte: Fantasie. Das gab es in Köln wirklich nicht so oft in den vergangenen Jahren.

„Der FC war nicht umsonst über Wochen extrem dran bei so einem Spieler“, sagte Tom Krauß. Man habe seine „extreme Qualität“ gesehen. Kapitän Marvin Schwäbe pflichtete ihm bei: „Wenn wir die immer auf den Platz kriegen und er sich gut eingewöhnt, dann ist er ein Spieler mit einer enormen Klasse, die wir brauchen werden.“

Said El Mala 1. FC Koeln laechelt waehrend des Spiels der 1. Bundesliga zwischen 1. FC Koeln und TSG Hoffenheim, RheinEnergieStadion am 29. August 2026 in Koeln, Deutschland. Foto von Ralf Treese/DeFodi Images  Said El Mala 1. FC Koeln smiles during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and TSG Hoffenheim at RheinEnergieStadion on August 29, 2026 in Cologne, Germany. Photo by Ralf Treese/DeFodi Images DFB / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. Photo by Ralf Treese/DeFodi Images - *** Said El Mala of 1. FC Köln smiles during the Bundesliga match between 1. FC Köln and TSG Hoffenheim, RheinEnergieStadion on August 29, 2026, in Cologne, Germany. Photo by Ralf Treese, DeFodi Images. Said El Mala of 1. FC Köln smiles during the Bundesliga match between 1. FC Köln and TSG Hoffenheim at RheinEnergieStadion on August 29, 2026 in Cologne, Germany. Photo by Ralf Treese, DeFodi Images. DFB and DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. Photo by Ralf Treese, DeFodi Images

Fehlte krankheitsbedingt in Stuttgart: Said El Mala

Linton Maina war in Stuttgart der Vertreter des erkrankten El Mala, entwickelte aber noch nicht dieselbe Durchschlagskraft. Umso größer ist die Vorfreude auf den Moment, in dem Wagner seine beiden Talente gemeinsam aufbieten kann.

Möglicherweise stehen beide bereits am kommenden Samstag gegen Werder Bremen in der Startelf. Moore hat in Stuttgart jedenfalls genug Argumente gesammelt, um diese Überlegung nahezulegen. Sein Debüt hat nicht nur gezeigt, was der Engländer dem FC kurzfristig geben kann. Es hat auch eine Perspektive eröffnet.

Die Kölner warten nun auf die Rückkehr von El Mala. Und sie dürfen gespannt sein, was passiert, wenn der 19-jährige Leihspieler aus Tottenham seinen Spielpartner auf der anderen Seite bekommt. Bis zum kommenden Sommer könnte dieses Duo den FC-Fans noch manchen besonderen Moment schenken. Oder, um es mit Kessler zu sagen: Es wäre wenig überraschend, wenn das gut funktionieren würde.