Trotz starker Saisonleistung ist das FC-Talent nicht im WM-Kader. FC-Geschäftsführer Thomas Kessler nennt die Entscheidung „sehr schade“.
Nagelsmann verzichtet auf Top-TalentSaid El Mala nicht im WM-Kader – so reagiert der 1. FC Köln

Thomas Kessler hätte seinem Schützling Said El Mala die Berufung zur WM von Herzen gegönnt.
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Said El Mala wurde nicht für die Weltmeisterschaft nominiert. Der Kölner Offensivspieler fehlt im 26-Mann-Aufgebot von Julian Nagelsmann, worauf der 1. FC Köln umgehend Stellung bezog.
Die Bekanntgabe am Donnerstagmittag sorgte für Aufsehen. Julian Nagelsmann verzichtete bei der Zusammenstellung des 26-köpfigen WM-Kaders auf Said El Mala. Statt des Kölner Angreifers nominierte der Bundestrainer Maxi Beier, der neun Tore und neun Vorlagen vorweisen kann, sowie den in der Türkei aktiven Leroy Sané mit sieben Toren und fünf Vorlagen.
El Mala absolvierte eine beeindruckende Spielzeit, in der er 13 Treffer markierte und fünf weitere vorbereitete. Diese Bilanz hatte vor ihm noch kein Spieler des 1. FC Köln in diesem Alter erreicht. Seine dynamische Spielweise machte ihn bundesweit bei vielen Fußballanhängern beliebt, weshalb die Nichtberücksichtigung für viele eine große Überraschung darstellt.
Nagelsmanns Begründung stützt sich auf taktische Aspekte
Der Bundestrainer lieferte eine Erklärung für seine Wahl: „Er hat eine tolle Rückrunde gespielt. Er passt aber natürlich auch zu der Spielidee von Köln sehr gut. Die Frage war: Ist er schon so weit für unsere Spielidee in einer anderen Angriffshöhe? Wenn man die Heatmap in Köln sieht, ist die nah am eigenen Tor“, so die Worte von Nagelsmann.
Er fügte hinzu: „Für Konter haben wir Maxi Beier dabei, der eine tolle Saison gespielt hat mit extremen Fleiß, mit einer unfassbaren Mentalität, in jeder Spielsekunde immer an die Grenzen zu gehen. Da musst du immer ein bisschen abwägen. Saids Zukunft wird kommen.“
Thomas Kessler: „Respektieren Entscheidung des Bundestrainers“
Für El Mala, der in seiner ersten Profisaison 18 Scorerpunkte sammelte, dürfte dies nur ein geringer Trost sein. Laut Nagelsmann habe der Spieler auf die Absage „gut reagiert“, obwohl das Gespräch als „kompliziertes Gespräch“ beschrieben wurde. Sowohl der Spieler als auch der FC hatten sich zuvor durchaus Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht.
Am Nachmittag äußerte sich Thomas Kessler zu der enttäuschenden Nachricht für den jungen Spieler: „Wir als FC-Familie und natürlich auch ich persönlich finden es sehr schade, dass Said nicht mit zur WM fährt. Wenn man seine Entwicklung und seine Leistungen in dieser Saison betrachtet, hätte er es sich definitiv verdient.“
Kessler fügte an: „Gleichzeitig respektieren wir die Entscheidung des Bundestrainers. Wir sind sehr stolz darauf, dass Said seine ersten Schritte in der Bundesliga bei uns gemacht hat – und er kann sehr stolz darauf sein, was er erreicht hat. Wir sind überzeugt davon, dass er nach der WM ein ernsthafter Kandidat für den Kreis der Nationalmannschaft sein wird.“ (red)
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