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Kommentar

Verbleib des Jungstars
Starkes Zeichen vom Klub, von El Mala und für den FC-Weg

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3 min
12.04.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fußball, Männer: Bundesliga, 1. FC Köln - Werder Bremen, 29. Spieltag, RheinEnergieStadion. Saïd El Mala (1. FC Köln) jubelt nach seinem Treffer zur 1:0 Führung. Foto: Marius Becker/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

12.04.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fußball, Männer: Bundesliga, 1. FC Köln - Werder Bremen, 29. Spieltag, RheinEnergieStadion. Saïd El Mala (1. FC Köln) jubelt nach seinem Treffer zur 1:0 Führung. Foto: Marius Becker/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Auch Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler kann sich als Gewinner des Coups fühlen, meint unser Autor.

Das ist ein starkes Zeichen. Vom 1. FC Köln. Von Said El Mala. Und für den Weg, den der Klub künftig gehen will.

In den vergangenen Wochen war der 19-Jährige in der öffentlichen Wahrnehmung beinahe schon verkauft. Dortmund verhandelte ganz konkret, Leipzig wurde als möglicher Interessent gehandelt, dazu kamen seit Monaten Spekulationen über die Premier League. El Mala war auf dem Transfermarkt zum Objekt der Begierde geworden – und der FC zum Klub, der seinen größten Hoffnungsträger zwangsläufig verlieren würde.

Nun ist es anders gekommen. El Mala bleibt in Köln, verlängert seinen Vertrag zu besseren Konditionen bis 2031 und trägt künftig die Rückennummer 10. Das ist weit mehr als eine Personalie. Es ist ein Bekenntnis. Und weil er offenbar auf die Ausstiegsklausel erneut verzichtete, ist dies ein Vorgang, der auch absolut selten in der Branche ist.

Es ist ein Bekenntnis, das in dieser Form nicht selbstverständlich war. El Mala hatte nach seiner ersten Bundesliga-Saison Grund, über den nächsten Schritt nachzudenken. 13 Tore und fünf Vorlagen in 34 Pflichtspielen wecken Begehrlichkeiten. Dass ein junger Spieler mit solchen Zahlen den Wunsch nach einem Wechsel verspürt, wäre nachvollziehbar gewesen. Diese sagenhaften Summen können einen Teenager samt Familie schon mal verrückt machen. Umso höher ist zu bewerten, dass sich Eltern und Sohn nun für den FC entschieden haben – trotz des Interesses größerer und finanziell potenterer Klubs.

Dabei sollte man die Entscheidung nicht verklären. Im Profifußball spielen Perspektive, Wertschätzung und Geld immer zusammen. Doch gerade deshalb ist dieser neue Vertrag für Köln so wichtig. Nach den Jahren, in denen der Klub sportlich wie wirtschaftlich häufig reagieren musste, sendet der FC diesmal selbst eine Botschaft: Wir wollen unsere besten Spieler nicht nur ausbilden, sondern mit ihnen auch etwas aufbauen.

Großer Erfolg auch für FC-Sportchef Thomas Kessler

Das alles ist zugleich ein großer Erfolg für Thomas Kessler. Der Sport-Geschäftsführer hat in den vergangenen Wochen öffentlich an seinem Vertrauen in El Malas Verbleib festgehalten. Entscheidend war aber nicht die Ansage vor den Kameras, sondern offenbar die Arbeit dahinter: der offene Austausch mit dem Spieler und seiner Familie, ein klares sportliches Konzept und das Gefühl, dass El Mala am Geißbockheim die nächsten Schritte machen kann. Auch der seit einem Jahr amtierende Vorstand hat da sicherlich seinen Anteil gehabt.

Kessler hat damit eine der wichtigsten Aufgaben erfüllt: Er hat einen herausragenden Spieler mit einer überzeugenden Perspektive beim FC gehalten. Dass es auch künftig keine Ausstiegsklausel gibt, unterstreicht die Bedeutung der Vereinbarung zusätzlich.

Auch die Rückennummer 10 erhöht den Druck. Sie erinnert an Lukas Podolski und trägt beim FC eine besondere Geschichte. El Mala muss zwar niemandes Nachfolger sein, schon gar nicht sofort. Aber er kann nun selbst ein bisschen Geschichte schreiben. Der Transferpoker ist beendet. Jetzt muss El Mala seine Entscheidung auf dem Platz bestätigen, der FC muss ihm dafür die richtigen Bedingungen bieten, wohl auch noch den Kader auf ein, zwei Positionen verstärken. Gelingt beides, kann aus dem Bekenntnis der Beginn eine Erfolgsgeschichte werden.