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Zwischenbilanz der FC-ZugängeWas die Neuen bislang zeigen

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René Wagner hat mit Mikey Moore eines der größten Offensivtalente Europas bekommen. Die ersten Eindrücke des jungen Engländers waren enorm vielversprechend.

René Wagner hat mit Mikey Moore eines der größten Offensivtalente Europas bekommen. Die ersten Eindrücke des jungen Engländers waren enorm vielversprechend. 

Zehn Neue haben vor der ersten Länderspielpause des Jahres Pflichtspielerfahrung beim 1. FC Köln gesammelt. Die bisherigen Eindrücke sind wechselhaft-aussichtsreich.

Jahmai Simpson-Pusey (20 Jahre alt, 5 Pflichtspiel-Einsätze, 450 Spielminuten): Nach einer vielversprechenden Rückrunde verpflichteten die FC-Verantwortlichen den englischen Jugend-Nationalspieler fest von Manchester City – obwohl sie mit Rav van den Berg im Jahr zuvor bereits einen sehr ähnlichen Spieler für viel Geld geholt hatten. Hatte in der Vorbereitung durchaus Schwierigkeiten, seinen Stammplatz zu erkämpfen, wobei überraschend Joel Schmied sein härtester Konkurrent wurde. Ist aber konsequenterweise vorerst gesetzt. Der 1. FC Köln setzt große Hoffnungen in den jungen Innenverteidiger und erlaubt ihm daher auch Fehler wie zuletzt in Hamburg.

Gideon Mensah (28/5/409): In den Tests und beim Pokalauftakt wirkte er noch flatterhaft; mit jedem Einsatz aber wurde er zuverlässiger. Zuletzt spielte er weit über den Erwartungen und bereitete sogar Großchancen vor. Damit war nicht zu rechnen: In seiner Profikarriere stehen kaum Vorlagen zu Buche – ein Tor hat der ghanaische Nationalspieler noch nie erzielt. Nach schwieriger Vorbereitung, kurzem Urlaub und einer Erkrankung, die ihn Substanz gekostet hat, ist er bereits früh eine Stütze.

Borna Sosa (28/1/26): Kam spät und sorgt dafür, dass die linke Abwehrseite nun auffallend prominent besetzt ist – jedenfalls deutlich tiefer als die rechte Seite. Gegen den HSV spät eingewechselt, schlug er Flanken – doch keine kam an. Dass er flanken kann – und vieles mehr –, hat der frühere kroatische Nationalspieler bereits bewiesen. Die Konkurrenz im Kader erhöht er in jedem Fall.

Luka Lochoshvili (28/5/442): Mit 28 Jahren absolvierte er nun seine ersten Bundesligaspiele. Tut sich schwer, obwohl er zumindest körperlich alle Voraussetzungen erfüllt. Es gibt nun also zwei Möglichkeiten: Entweder muss er sich noch an das Niveau gewöhnen, weil er im Alter von 28 Jahren nun erstmals in der Bundesliga spielt. Oder er hat zuvor all die Jahre nicht in der Bundesliga gespielt, weil er nicht die Qualität hat. Nach fünf Pflichtspielen für Köln ist es für ein seriöses Urteil jedoch noch deutlich zu früh.

Ellyes Skhiri (31/5/265): Erlebte erst eine fürchterliche WM mit der tunesischen Nationalmannschaft, um anschließend von Eintracht Frankfurt ausgebootet zu werden. Brachte diese Erfahrungen sowie eine Vorbereitung ohne Mannschaftstraining mit nach Köln und muss nun wieder zu sich selbst finden, um der Führungsspieler zu werden, der er beim FC bereits war. Scheint auf einem guten Weg. Liefert wieder zuverlässig enorme Laufvolumina und beginnt bereits, seine Nebenleute besser zu machen.

Australischer Transfer-Coup

Tom Krauß (25/5/441): Nach erfolgreicher Leihe fest verpflichtet. Profitiert bereits von Nebenmann Ellyes Skhiri. Vor allem kämpferisch auf der Höhe und damit Teil eines Zentrums, das dem 1. FC Köln im weiteren Saisonverlauf defensive Stabilität geben könnte, die bislang fehlt. Offensiv immer wieder in guten Positionen, weil er mobil ist und ein Gespür für Situationen hat. Noch fehlt allerdings der Ablauf, daraus auch für die Offensive wirklich effektiv zu werden.

Paul Okon-Engstler (21/4/112): Eine Verpflichtung aus der Datenwolke, für die der 1. FC Köln im Sommer jede Menge Beifall erhielt. Nahm mit Australien an der WM teil und gehörte dort zu den auffälligsten Spielern seiner Mannschaft. Nach kurzer Vorbereitung und Krankheit noch nicht der Mann, den die Kölner mittel- bis langfristig in ihm sehen. Muss behutsam aufgebaut werden.

Paul Okon-Engstler spielte nun zweimal mit der australischen Nationalmannschaft in der Heimat gegen Brasilien.

Paul Okon-Engstler spielte nun zweimal mit der australischen Nationalmannschaft in der Heimat gegen Brasilien.

Mikey Moore (19/3/209): Möglicherweise ein Spieler, von dem die FC-Fans in fünf Jahren nicht mehr glauben, dass er je in Köln gespielt hat. Hat das fußballerische Potenzial für die große Karriere. Dass er eines seiner ersten Karrierejahre dem 1. FC Köln widmet, darf als Glücksfall gelten – im besten Fall für beide Seiten. Fantastischer Spieler.

Thijs Dallinga (26/4/168): Mit zwei Toren zum 3:2-Sieg über Hoffenheim hatte er im ersten Bundesligaspiel den besten Start, den sich ein Stürmer beim neuen Verein vorstellen kann. Fiel anschließend jedoch direkt aus, hatte dann einen unglücklichen Auftritt beim ja insgesamt überaus unglücklichen Kölner 1:2 in Hamburg. Ein vielversprechender Spieler, der noch seine Rolle finden muss zwischen der absoluten Weltklasse, die er gegen Hoffenheim andeutete. Und der Form, mit der er gegen den HSV auftrat.

Reigan Heskey (18/1/15): Wer die Kölner Verantwortlichen in den Tagen traf, in denen der FC eines der größten englischen Offensivtalente verpflichtete, musste davon ausgehen, die größte Fußballshow auf Erden erwarten zu dürfen. Doch schon im Trainingslager in Kitzbühel deutete sich an, dass Köln zwar einen Unterschiedsspieler verpflichtet hatte – einen, der im Nachwuchsbereich bereits Titel gewonnen und eine prägende Rolle gespielt hat, im Erwachsenenfußball aber noch völlig neu ist. Wird noch Zeit brauchen.