Alexander Zverev hat es geschafft. Die internationale Presse feiert seinen Sieg und spricht davon, er habe seine Dämonen besiegt.
Triumph in ParisSo reagiert die internationale Presse auf Zverevs Sieg

Alexander Zverev nach seinem Sieg in Paris.
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Ein großer Traum ist für Alexander Zverev in Erfüllung gegangen. Die internationalen Medien würdigen seinen Triumph bei den French Open mit anerkennenden Worten, während man in einem Land vor allem mit dem unterlegenen Spieler fühlt.
Seinen ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier hat Alexander Zverev errungen. In einem spannungsgeladenen Finale der French Open setzte er sich gegen den an Position 10 geführten Flavio Cobolli mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5), 6:1 durch. Infolgedessen richtet sich die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf den deutschen Tennisprofi. Die Resonanz ist weitgehend positiv, es finden sich jedoch auch anderslautende Kommentare.
Anerkennung aus dem Vereinigten Königreich
Die psychische Belastbarkeit des deutschen Athleten wird von der britischen Presse in den Vordergrund gestellt. Der „Guardian“ charakterisiert das Endspiel als „nervenaufreibendes Psychodrama“, in dessen Verlauf Zverev „seine eigenen Dämonen besiegt“ habe. Der „Telegraph“ hebt hervor, dass Zverev seine Anspannung überwinden konnte, um den lang ersehnten Grand-Slam-Titel zu erlangen. Der „Mirror“ konzentriert sich hingegen auf den wirtschaftlichen Erfolg und meldet, Zverev habe mit dem Triumph den „Jackpot von 2,4 Millionen Pfund“ erzielt.
Würdigung aus Frankreich
Im Land des Austragungsortes, Frankreich, wird vor allem die lange Wartezeit auf diesen Erfolg beleuchtet. Laut „Le Parisien“ hat der 29-jährige Deutsche „die Chance seines Lebens nicht entgehen lassen“. Die Sportzeitung „L’Équipe“ stellt die Forderung auf: „Hört endlich auf, ihn als den besten Spieler der Welt zu bezeichnen, der noch keinen Grand-Slam-Titel gewonnen hat.“ Die Publikation zieht einen Vergleich zu Persönlichkeiten wie Andre Agassi oder Goran Ivanisevic, die für ihren ersten großen Triumph ebenfalls mehrere Anläufe brauchten.
Italien fühlt mit dem Unterlegenen
Erwartungsgemäß sympathisiert die italienische Presse mit ihrem Landsmann Flavio Cobolli. Die „Gazzetta dello Sport“ wählt die Überschrift: „Ein großartiger Cobolli reicht nicht aus, Roland Garros gehört Zverev!“ Ähnlich stellt der „Corriere dello Sport“ fest, dass „Herz allein“ nicht genügte. Cobolli habe über vier Sätze hinweg mitgehalten, unterlag jedoch im entscheidenden fünften Satz.
Reaktionen aus der Schweiz und Österreich
Der Schweizer „Blick“ gibt zu bedenken, dass Zverev sich an die Rolle des Grand-Slam-Siegers erst noch gewöhnen müsse, nachdem seine ersten drei Finalteilnahmen bei Major-Turnieren erfolglos blieben. Die österreichische „Kronen Zeitung“ stellt einen Bezug zu Dominic Thiem her, dem Zverev im US-Open-Finale 2020 unterlag. Thiem habe seinen ersten Titel ebenfalls bei seinem vierten Versuch errungen. Als „Nervenschlacht“ wird das Finale vom „Kurier“ beschrieben, der zudem die spürbare Erleichterung in Deutschland betont.
Die spanische Publikation „Marca“ bringt die generelle Atmosphäre auf den Punkt: „Zverev regiert in Paris und sichert sich einen Platz unter den Tennisgrößen.“ Dem deutschen Profi sei „endlich eine schwere Last von den Schultern“ gefallen. (dpa/red)
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