Der Hamburger spürt die Strapazen seiner Erfolgssaison und wünscht sich nach dem Halbfinal-Aus in Shanghai eine Pause.
„Ich bin kein Roboter“Alexander Zverev legt Pause ein

Alexander Zverev verlässt den Platz, nachdem er verloren hat.
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Der designierte Tennis-Weltranglistenerste Alexander Zverev freut sich nach turbulenten Wochen auf eine Verschnaufpause. Nach der Verlegung des lukrativen Six Kings Slam in Saudi-Arabien aufgrund der tödlichen Angriffe der Huthi-Miliz im Wüstenstaat ließ der Hamburger, der spätestens am Saisonende Jannik Sinner an der Spitze des ATP-Rankings ablösen wird, auch seinen Start beim Turnier in Wien in der übernächsten Woche offen.
„Ich denke, eine Pause ist jetzt dringend notwendig“, sagte der French- und US-Open-Sieger nach seiner Halbfinalniederlage beim ATP-Masters in Shanghai gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina (7:5, 4:6, 3:6). Er habe in der chinesischen Wirtschaftsmetropole „über“ seinen Erwartungen abgeschnitten, resümierte Zverev, der sich seit seinem US-Open-Triumph vor fünf Wochen keine Pause gegönnt hatte. Er spielte nach dem Erfolg in New York am Wochenende darauf bereits in Halle/Westfalen im Davis Cup für Deutschland, anschließend im Laver Cup für das Team Europa und schlug vor Shanghai noch beim Turnier in Peking auf.
Alexander Zverev braucht Verschnaufpause
„Ich hatte mit einer kleinen Verletzung zu kämpfen und bin bereits erschöpft in das Turnier gegangen. Daher ist es für mich in Ordnung, gegen einen solchen Spieler zu verlieren“, betonte Zverev nach der Niederlage gegen Davidovich Fokina, die Nummer 26 der Welt.
Zverev konnte gegen den Spanier nicht an die Leistung anknüpfen, die ihm im Viertelfinale einen glatten Sieg gegen Top-Ten-Spieler Alex de Minaur beschert hatte. „Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch – ich werde eben müde“, sagte Zverev: „Nach den US Open hatte ich insgesamt nur einen einzigen freien Tag. Ich habe sehr viel Tennis gespielt, was eigentlich sehr positiv ist, denn es bedeutet ja, dass ich gut gespielt habe."
Zverev schloss: „Wir sind alle nur Menschen, selbst die besten Spieler der Welt.“ Der beste - nach dem Punktesystem der ATP - wird Zverev auch noch nicht nach dem Turnier in Wien sein, selbst wenn er in Österreichs Hauptstadt antreten und dort gewinnen würde. Dies steht seit seiner Niederlage am Samstag fest.
Danach bietet sich für Zverev aber die Chance beim Masters in Paris, das Sinner im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Seine Punkte an der Seine wird der Südtiroler nicht verteidigen können, aufgrund seiner hartnäckigen Knieprobleme hat der 25-Jährige seine Saison Anfang Oktober für beendet erklärt. Zverev wird die zweite deutsche Nummer eins werden nach Boris Becker, der 1991 das Ranking zwölf Wochen lang angeführt hatte. Anders als der Leimener wird er die Spitzenposition auch über den Jahreswechsel innehaben. (sid)
