Bayer 04 Leverkusen hat nach drei Niederlagen wieder gewonnen, und das war beim 1:0 gegen Bremen das Entscheidende.
Bayer LeverkusenDie Punkte sind immer das Wichtigste

Endlich wieder jubeln: (v.li.), Jonas Hofmann, Torschütze Lucas Vazquez, Lucas Vazquez, Alejandro Grimaldo, Patrik Schick, Ernest Poku und Robert Andrich freuen sich über das 1:0.
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Robert Andrich waren die Fangesänge nicht entgangen. „Zwischendurch war es ein wenig ruhiger heute, und dann hat es auf einmal so einen Knall gegeben“, beschrieb der Nationalspieler den Moment, in dem Bayer 04 Leverkusen seinen Nimbus wahrte. Als der FC Augsburg in der 81. Minute den 2:1-Siegtreffer beim FC Bayern München erzielte und diesen Vorsprung auch ins Ziel rettete, stand fest, dass der Werksclub vorerst der einzige Club bleibt, der ungeschlagen deutscher Meister werden konnte. „Ungeschlagen Meister, SVB“, sangen die Bayer-Anhänger bis zum Schlusspfiff und durften sich nach dem hart erarbeiteten 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Werder Bremen doppelt freuen.
Die Erinnerung an die Saison 2023/24 und den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte unter Trainer Xabi Alonso tat den Leverkusenern gut. Im Vordergrund stand aber der erste Sieg des Fußballjahres 2026, der nach drei Niederlagen mit einem Torverhältnis von 1:7 Balsam auf die Seele des Vizemeisters war. „Der Dreier ist enorm wichtig“, sagte Abwehrchef Andrich und gab Einblick in die allgemeine Verunsicherung im Leverkusener Lager: „Man hat gemerkt, dass das alles nicht so locker von der Hand geht nach drei solchen Spielen. Ich finde aber auch, dass das völlig normal und menschlich ist.“
Wieder mangelhafte Chancenverwertung
Das Team von Trainer Kasper Hjulmand hatte abgesehen von der Torwartposition mit Mark Flekken-Ersatz Janis Blaswich in allen Bereichen des Spiels Probleme. Es gab eine Reihe von leichten Fehlern, die auch vor Andrich nicht Halt machten, die Passqualität ließ zu wünschen übrig und die Chancenverwertung hatte wie schon beim 0:2 in der Champions League bei Olympiakos Piräus Luft nach oben.
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„Wir können in den ersten 20 Minuten drei Dinger machen und dann geht natürlich alles leichter von der Hand. So ist es bis zum Ende eng geblieben“, beschrieb Andrich die Problematik. „Das ist Fußball. Wir sind alle mit Leib und Seele dabei und es geht nicht spurlos an einem vorbei“, fasste Andrich zusammen. „Wenn mich das nicht beschäftigt, würde ich mich hinterfragen und sagen: Okay, dann ist mir der Fußball wohl nicht mehr so wichtig.“
Wir sind nicht ganz zufrieden mit unserem Spiel in der zweiten Halbzeit, aber so ist das manchmal im Fußball.
Loic Badé (8.) und vor allem Ernest Poku (18./31./34.) hätten das Nervenkostüm der Leverkusener frühzeitig beruhigen können. So dauerte es bis zur 37. Minute, ehe Luis Vazquez eine herrliche Kombination, mit dem stark aufspielenden Ibrahim Maza als letztem Passgeber, mit seinem ersten Bundesligator und dem Siegtreffer krönte. Das 1:0 reichte den Gastgebern, weil sie trotz einer fußballerisch schwachen zweiten Hälfte keine Großchancen der Bremer zuließen. „Wir sind nicht ganz zufrieden mit unserem Spiel in der zweiten Hälfte, aber so ist das manchmal im Fußball. Das hatten wir in dieser Saison schon mal und dann sind die Punkte immer das Wichtigste“, sagte Hjulmand.
Der dänische Coach lag mit seiner Einschätzung richtig, denn nur Siege und die Bereitschaft, kämpferisch alles reinzuwerfen, geben Bayer 04 die Sicherheit, die es braucht, um in den nächsten Spielen an den Saisonzielen festhalten zu können. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) geht es in der Champions League gegen Villarreal um den Einzug in die Playoffs und nach dem Bundesligaspiel am Samstag beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt steht am 3. Februar das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli an.
