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„Manchmal ist es eine Kulturfrage“Bayer-Trainer Hjulmand äußert sich zum Eklat mit Fernández

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Ezequiel Fernandez FernandezBayer Leverkusen nach seiner gelb-rote Karte, dahinter Trainer Kasper Hjulmand Bayer Leverkusen Fussball 1. Bundesliga, 3.Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - Eintracht Frankfurt 3:1 am 12.09.2025 in Leverkusen/ Deutschland. DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video  *** Ezequiel Fernandez Fernandez Bayer Leverkusen after his yellow red card, behind coach Kasper Hjulmand Bayer Leverkusen Soccer 1 Bundesliga, Matchday 3, Bayer 04 Leverkusen Eintracht Frankfurt 3 1 on 12 09 2025 in Leverkusen Germany DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Â

Hatten einiges zu klären: Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand und sein Spieler Equi Fernández.

Nach dem 2:1-Derbysieg beim 1. FC Köln sprach Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand über den Eklat mit Equi Fernández.

Beim schmeichelhaften 2:1-Derbysieg von Bayer 04 beim 1. FC Köln wechselte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand in der 72. Minute den schwachen Aleix Gracía aus. Für den Spanier kam ein Argentinier: Equi Fernández. Der 23-Jährige half mit Ballsicherheit das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Doch dass er überhaupt nochmal in dieser Saison auf den Platz durfte, ist bemerkenswert.

Wie die "Sport Bild" am Freitag berichtete, war es vor zwei Wochen beim Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund (1:0) zum Eklat gekommen. Kurz vor dem Ende wollte Hjulmand seinen zentralen Mittelfeldspieler ebenfalls zur Sicherung des Ergebnisses auf den Platz schicken. Doch Fernández verweigerte die Einwechslung. Er soll es als Beleidigung empfunden haben, nur für die letzten Minuten auf den Platz geschickt zu werden. Hjulmand reagierte und schickte stattdessen Malik Tillman aufs Feld.

Als eher milde einzustufende Sanktion wurde Fernández anschließend für das folgende Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:2) aus dem Kader gestrichen. Nach dem 2:1-Derbysieg konfrontierte unsere Redaktion Hjulmand mit dem Vorgang. „Es ist eine disziplinarische Situation. Wir haben viel miteinander gesprochen. Ich habe sehr viel mit Equi gesprochen“, sagte der Coach. „Manchmal ist es auch eine Kulturfrage und eine Frage des Verstehens. Er hat das total verstanden. Nach ein paar Tagen gab es eine Konsequenz – er war nicht im Kader. Und jetzt ist er wieder zurück. Das ist die Situation.“

Fernández war im Sommer für rund 25 Millionen aus Saudi-Arabien von Al-Qadsiah verpflichtet worden. Bisher konnte er kaum überzeugen, fiel auch länger verletzt aus. In 2026 stand er in neun von 16 möglichen Bundesligapartien in der Startelf. Vor der Partie in Dortmund war er nach einem schlechten Auftritt gegen Wolfsburg zur Halbzeitpause ausgewechselt worden.