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Derbysieger LeverkusenAlonsos Wechsel zeigen sofort Wirkung

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Die Kölner Mauer springt beim Freistoß von Amiri. Schneider fälscht den Ball ab.

Nadiem Amiri trifft per Freistoß zum Ausgleich.

Bayer 04 Leverkusen konnte das Derby gegen den 1. FC Köln für sich entscheiden. Nadiem Amiri zeigt diesmal als Joker seine Stärke – Tempo von Frimpong und Diaby entscheidend.

Lange war es recht still gewesen im Norden von Müngersdorf. Die Leverkusener Fangemeinschaft versuchte zwar einiges, um gegen die lärmende Übermacht aus der Kölner Südkurve anzukommen, ihre Mannschaft bot ihr aber eine gute Stunde nahezu nichts an, was irgendeine Form von Begeisterung hätt auslösen können.

Der Patient Bayer 04 war im rheinischen Duell mit dem 1. FC Köln auf direktem Weg zurück ins Lazarett. Nur vier Tage nach dem famosen 5:0-Heimsieg gegen Tabellenführer Union Berlin, war alles wieder beim Alten. Die Werkself war uninspiriert, in der Offensive ohne erkennbaren Plan unterwegs und defensiv ein Wackelkandidat. Niemand im Lager des Werksclubs hätte sich beschweren dürfen, wenn dieses Derby schon längst verloren gewesen wäre, so sehr dominierten die Kölner das Spiel mit ihrer Mentalität.Allein die Weltklassetat von Lukas Hradecky verhinderte bei Jonas Hectors Schuss das überfällige 2:0 der Gastgeber.

Wechsel auf beiden Seiten nahmen Einfluss

„Die erste Halbzeit war nicht gut. Sie haben uns gut gedrückt, wir haben keine Räume gefunden Dann war die Energie gut“, versuchte Bayer-Coach Xavi Alonso es mit einer sachlichen Analyse. Das Spiel seines Teams war aber auch einfach zu statisch, um Räume zu finden. Das Spiel bekam seine unverhoffte Wendung aber nicht, weil Leverkusen plötzlich mit mehr Energie zu Werke ging, sondern, weil die Wechsel auf beiden Seiten entscheidendenden Einfluss nahmen.

Beim FC kam Unglücksrabe Kingsley Schindler, der an beiden Gegentoren maßgeblich beteiligt war. Auf der anderen Seite entschied sich Alonso nach 59 Minuten für einen Dreierwechsel, der sofort Wirkung zeigte. Der gegen Union schon sehr auffällige Nadiem Amiri zog zuerst einen Freistoß gegen Nikola Soldo und schoss den ruhenden Ball dann aus 18 Metern mittig zum 1:1 ins Netz (65.). Allerdings nur, weil Schindler sich in der Mauer wegdrehte und den Ball mit dem Rücken unhaltbar für seinen Torwart Marvin Schwäbe abfälschte. Den glücklichen Erfolg verdankten die Leverkusener schließlich ihrer eigentlich größten Stärke, dem Umschaltspiel. Jeremy Frimpong und Moussa Diaby liefen einfach allen im Weg stehenden Kölnern davon und machten ihren Trainer froh: „Es war ein wichtiger Sieg“, freute sich Xavi Alonso.