Die DFL warnt vor illegalen Streams: Nutzern drohen Schadsoftware und Betrug, zudem unterstützen sie organisierte Kriminalität.
Gefahr für FußballfansDFL warnt vor Malware und Betrug bei illegalen Streams

TV-Bilder legal eingefangen - aber werden sie auch legal ausgestrahlt? (Archivbild)
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Steffen Merkel und Marc Lenz, die Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), richten einen dringenden Appell an Fußballanhänger, die Nutzung illegaler Streaming-Angebote zu unterlassen. In einem Gespräch mit dem Magazin „Kicker“ machte Merkel auf beträchtliche individuelle Gefahren aufmerksam, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. „Die Nutzer von illegalen Livestreams schaden sich zum einen enorm selbst und dürfen sich nicht wundern, wenn ihre Geräte mit Schadsoftware verseucht werden oder ihre Kreditkarte plötzlich irgendwo auf der Welt genutzt wird“, äußerte der DFL-Verantwortliche.
Es sei verwunderlich, in welchem Maße digitale Piraterie von einigen Leuten bagatellisiert wird. Dies stelle kein Kavaliersdelikt dar, sondern vielmehr einen strafrechtlich relevanten Tatbestand.
Beihilfe für verbrecherische Vereinigungen
Mittlerweile würden durch das unrechtmäßige Streamen auch international agierende kriminelle Vereinigungen gefördert, die dieses Segment als profitables Betätigungsfeld identifiziert hätten. „Das muss jedem klar sein, der am Stammtisch nonchalant von seinem manipulierten Receiver oder seiner neuen IPTV-App erzählt“, führte der 40-jährige Merkel aus.
TV-Piraterie verursacht Schäden in Milliardenhöhe
Der wirtschaftliche Verlust, der durch illegale Live-Sport-Streams entsteht, ist gewaltig. Global wird dieser von der DFL auf 24 Milliarden Euro pro Jahr taxiert; diese Summe kommt etwa der Hälfte aller legalen Einkünfte aus Live-Sportübertragungen gleich. Der Verband Privater Medien beziffert den Schaden durch TV-Piraterie allein für Deutschland auf 1,8 Milliarden Euro jährlich. Folglich greifen in der Bundesrepublik beinahe sechs Millionen Personen regelmäßig auf unrechtmäßige Streaming-Dienste für Live-Sport zurück. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
DFL intensiviert den Kampf gegen Piraterie
Die DFL leitet Schritte gegen die Piraterie ein. Merkel äußerte sich laut dpa dazu wie folgt: „Wir haben das deutlich besser im Griff als andere Ligen, weil wir zusammen mit unseren Medienpartnern schon seit vielen Jahren im Rechteschutz aktiv sind und aktuell noch mal zusätzlich in diesen Bereich investieren“. Zudem würden die technologischen und juristischen Optionen, um gegen Provider sowie Konsumenten aktiv zu werden, fortlaufend verbessert.
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