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Ein Alptraum ist vorbeiUmstrittener Fis-Präsident Eliasch wurde abgewählt

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FIS-Kongress in Belgrad

Johan Eliasch hat die Wahl als Fis-Präsident verloren.

„Ein jahrelanger Alptraum ist vorbei“: Der umstrittene Fis-Präsident Johan Eliasch wurde nach einer knappen Wahl abgewählt.

Machtwechsel bei der Fis: Eliasch abgewählt – DSV nennt es Ende eines „Alptraums“. Der kontroverse Fis-Präsident Johan Eliasch ist nach einer äußerst engen Wahl nicht mehr im Amt. Erleichterung macht sich beim Deutschen Skiverband breit.

Die Amtszeit von Johan Eliasch als Präsident des Weltverbands für Ski und Snowboard (Fis) ist beendet. Der umstrittene Milliardär unterlag bei einer denkbar knappen Wahl während des Fis-Kongresses in Belgrad. Mit 65 Stimmen setzte sich sein Herausforderer Alexander Ospelt aus Liechtenstein durch, während Eliasch nur 64 Stimmen erhielt. Ospelt wurde für eine vierjährige Amtsperiode zum neuen Präsidenten ernannt.

Das Resultat löste beim Deutschen Skiverband (DSV) erhebliche Erleichterung aus. „Dieser jahrelange Alptraum ist vorbei. Mit nur einer Stimme Vorsprung - knapper hätte es kaum sein können“, erklärte Stefan Schwarzbach, Kommunikationsvorstand des DSV, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Vielleicht macht genau das deutlich, wie viel auf dem Spiel stand und wie hart in den vergangenen Wochen und Monaten für diesen Wechsel gearbeitet wurde.“

Hoffnung auf einen Neuanfang beim Verband

Das Votum erfolgte per Stimmzettel und wurde aufgrund eines Antrags früher als vorgesehen auf die Tagesordnung genommen. Der DSV verbindet mit dem Wechsel die Erwartung, dass die Fis „wieder zu dem wird, was sie einmal war: ein Vorzeigeverband, der seinen Mitgliedern dient, ihre Interessen ernst nimmt und den Sport in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt“, wie Schwarzbach ergänzte.

Im Jahr 2021 hatte Eliasch, ein Multimilliardär mit schwedischer und britischer Staatsbürgerschaft sowie Chef des Herstellers Head, die Nachfolge von Gian Franco Kasper an der Verbandsspitze angetreten. Sein Versprechen lautete, Reformen durchzuführen, die der Fis und den Mitgliedsverbänden finanzielle Vorteile bringen sollten.

Wachsende Kritik von Athleten und Nationen

Seine Amtsführung und kontroverse Marketingkonzepte stießen jedoch rasch auf Kritik. Sein Leitungsstil wurde von Beobachtern teilweise als autokratisch eingestuft. Sportlerinnen und Sportler sahen ihre Interessen unzureichend vertreten. Prominente Namen wie Mikaela Shiffrin (USA), Marco Odermatt (Schweiz) und Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien) beklagten fehlende Transparenz sowie Egoismus und forderten einen neuen Kopf an der Fis-Spitze.

Zwar wurde er 2022 ohne Herausforderer im Amt bestätigt, doch ein damaliger Abwahlversuch führender Ski-Nationen wie Österreich, der Schweiz und Deutschland war erfolglos. Der aktuelle Führungswechsel sei nun „die Chance auf einen echten Neuanfang“, unterstrich Schwarzbach. Die zurückliegenden Jahre seien „Jahre des Stillstands, in manchen Bereichen sogar des Rückschritts“ gewesen.

Georgischer Pass als Manöver zur Kandidatur

Jüngst hatte Eliasch auch die Unterstützung seiner Heimatverbände in Schweden und Großbritannien verloren. Keiner der beiden nominierte ihn für eine erneute Kandidatur. Um dennoch teilnehmen zu können, beschaffte er sich eine georgische Staatsbürgerschaft. „Ich war schon dort. Es ist ein Land, das mir sehr gut gefällt“, sagte er kurz vor der Abstimmung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Im Anschluss an seine Abwahl bezeichnete Eliasch die Situation als „Win-win-Situation“. Gleichzeitig richtete er massive Vorwürfe an das Internationale Olympische Komitee (IOC). Ihm sei zugetragen worden, dass das IOC versucht habe, den Wahlausgang zu manipulieren.

Folgen für Oberstdorfs WM-Kandidatur

Durch den Führungswechsel erhofft sich der DSV nun auch Bewegung bei der Kandidatur Oberstdorfs für die WM 2031. Die Entscheidung hierzu war am Vortag unerwartet verschoben worden, was zu Unmutsbekundungen führte. „Wir hoffen, dass nun auch möglichst schnell Klarheit geschaffen wird“, so Schwarzbach. Der Versuch einer Beeinflussung des Prozesses habe viele verärgert und „könnte am Ende sogar mit dazu beigetragen haben, dass der Wunsch nach einem Wechsel eine Mehrheit gefunden hat.“

Abschließend betonte Schwarzbach, für den DSV sei dies „kein Tag des Triumphs über andere“. Vielmehr sei es „ein Tag der Erleichterung und ein Tag der Zuversicht.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.