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Drei Spiele, drei SiegeViktoria Kölns perfekte Woche

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KOELN, GERMANY - SEPTEMBER 19, 2026: Lucas Wolf Viktoria Köln, 21 celebrates his goalmaking it 30 together with his teammate Alexander Prokopenko Viktoria Köln, 30 during the 3rd division match on gameday 7 between Viktoria Koeln vs. FC Ingolstadt at the Sportpark Hoehenberg on September 19, 2026 in Koeln, Germany. DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. Nordrhein-Westfalen Germany Copyright: xAxelxKohringx

Jubel über den 3:1-Endstand: Viktorias Torschütze Lucas Wolf (l.) und Vorbereiter Alexander Prokopenko

Das 3:0 gegen Ingolstadt ist ein weiterer Beleg für die Entwicklung der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm.

Viel besser hätte der Samstag für den FC Viktoria Köln, seine Spieler und seinen Trainer nicht verlaufen können. Das vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugende 3:0 (0:0) im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt war nicht nur der dritte Sieg in Serie und der Abschluss einer perfekten englischen Woche am 38. Geburtstag von Coach Marian Wilhelm. Es war vielmehr auch ein Zeugnis der Entwicklung, die das Team in den vergangenen Wochen und Monaten durchlaufen hat. Dass die Viktoria fußballerisch glänzen kann, defensiv stabil steht und fast durchgängig torgefährlich ist, hatten die vergangenen Spiele gezeigt. Gegen die den eigenen Strafraum zumauernden Schanzer waren nun aber Geduld, starke Nerven und Vertrauen in die eigene Stärke gefragt.

„Halb gewollt, halb aus dem Affekt“

All das zeigten die Kölner, die nach einer mühsamen ersten Halbzeit ruhig blieben und in der zweiten Hälfte eiskalt zuschlugen. Ein feiner Slalom durch die Ingolstädter Hintermannschaft samt fulminantem Abschluss brachte das 1:0 durch Niklas Castelle (60.) – es war der Dosenöffner. „Es war eine klassische Aktion von mir. Halb gewollt, halb aus dem Affekt. Ich habe den Abschluss drei- oder viermal verpasst und mich dann trotzdem noch durchgewühlt“, berichtete der Torschütze mit einem Grinsen. Es folgten David Ottos 2:0 per Lupfer nach einem starken Pass von Lucas Wolf (78.) und das 3:0 durch den erneut überragenden 25-Jährigen nach einer Flanke von Alexander Prokopenko (85.).

Mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Sprechchören ließen sich die Viktoria-Profis nach dem Abpfiff vom eigenen Anhang feiern. Ob der MSV Duisburg am Sonntagabend durch einen Punktgewinn in Wiesbaden Tabellenplatz eins zurückerobern konnte, war bei Redaktionsschluss noch nicht klar. „Den Moment können wir genießen, vor allem die Jungs. Aufgrund der Art und Weise, wie wir in den vergangenen Wochen gespielt haben, haben sich das die Jungs komplett verdient“, lobte Sportvorstand Franz Wunderlich. „Aber wir wissen es natürlich einzuordnen.“

Ruhe war der Schlüssel zum Erfolg

Aus den Heimspielen gegen Rostock und Ingolstadt sowie der Partie in Meppen holte die Viktoria neun Punkte (Torverhältnis: 10:1). Den FC Hansa hatte Köln fast nach Belieben dominiert, beim Aufsteiger präsentierten sich die Höhenberger trotz eines zwischenzeitlichen Rückschlags und aufkommender Stimmung im Stadion hochkonzentriert. Gegen den FCI war die Ruhe der Schlüssel zum Erfolg. „Gegen tiefstehende Gegner haben es fast alle Teams schwer. Aber dann ruhig zu bleiben und kein Gegentor zu fressen, das war wichtig“, sagte Wunderlich.

Dass die Viktoria nach den jüngsten Leistungen und Siegen in den Kreis der Aufstiegsfavoriten gerückt ist, könne Wunderlich „nicht verhindern“. Entscheidend sei jedoch die interne Kommunikation. „Ich bleibe dabei: Das erste Ziel sind die 45 Punkte und der Klassenerhalt. Dann schauen wir, was noch kommt.“ Der Klubverantwortliche bewundere das Selbstvertrauen der Mannschaft, „das ist groß und gesund. Aber ich mag keine Arroganz“.

Davon war nichts zu spüren, der Klub wirkt auf allen Ebenen geerdet. „Dass wir jetzt von oben in der Tabelle grüßen, ist der Lohn für die harte Arbeit und zeigt, dass wir eine Topmannschaft haben. Es fühlt sich echt gut an“, sagte Castelle. „Aber wichtig ist, dass wir uns nie zufriedengeben. Nur so kommen wir weiter voran.“ Als Lohn haben die Profis zu Beginn der langen Länderspielpause nun eine Woche Sonderurlaub.

FC Viktoria Köln: Schulz – Sponsel, Eisenhuth, Kloss – Fallmann (65. Prokopenko), Swider, Duman, Tonye (65. Boboy) – Wolf (90. Gueye), Castelle (65. Maboulou) – Otto (79. Sachse). – Tore: 1:0 Castelle (60.), 2:0 Otto (78.), 3:0 Wolf (85.). – Zuschauer: 2580.