Florian Lipowitz nutzt die Slowenien-Rundfahrt als Generalprobe für die Tour de France und geht als Favorit ins Rennen.
Generalprobe für LipowitzRad-Hoffnung startet als Favorit bei der Slowenien-Rundfahrt

Lipowitz will sich in Slowenien den letzten Schliff für die Tour holen. (Archivbild)
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Deutschlands Radsport-Talent Florian Lipowitz möchte sich im Heimatland von Tour-Champion Tadej Pogacar die finale Vorbereitung für das wichtigste Rennen der Saison sichern. Der 25-Jährige startet ab Mittwoch bei der weniger beachteten Slowenien-Rundfahrt. Er setzt auf eine konzentrierte Vorbereitung ohne die Anwesenheit von Pogacar, welcher die herausforderndere Tour de Suisse bevorzugt. „Wir erhoffen uns, dass die Rundfahrt ein bisschen ruhiger ist, ohne allzu große Erwartungen, ohne zu viel Stress“, erklärt der Drittplatzierte des Vorjahres bei der Tour de France, welche am 4. Juli startet.
Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der Red-Bull-Fahrer bei seiner Generalprobe für die Tour in der deutschen Radsportszene unbeachtet bleiben wird. Die durch seine Leistungen entfachte Begeisterung ist zu erheblich. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, dass er auch in diesem Jahr in Frankreich zur Spitzengruppe gehören wird. Der ehemalige Biathlet tritt in Slowenien als Favorit an. Die Strecke ist zwar profiliert, enthält aber nur wenige sehr anspruchsvolle Anstiege und endet nicht mit einer Bergankunft.

Schafft es Lipowitz (r) wieder auf das Tour-Podium? (Archivbild)
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Lipowitz überzeugte bereits im Frühjahr
Der deutsche Athlet wartet noch auf seinen ersten Gesamtsieg bei einer Profi-Rundfahrt. Die Wahl fiel jedoch nicht auf Slowenien, um die potenziellen Gewinnchancen zu maximieren. „Ich will am Ende einfach Rennen fahren, für mich das Beste geben und dann wird sich zeigen, ob am Ende mal ein Sieg irgendwo dabei rauskommt“, erläutert der 25-Jährige.
Seine Stärke am Berg hat Lipowitz in der laufenden Saison bereits demonstriert. Er belegte den dritten Rang bei der Katalonien-Rundfahrt und wurde Zweiter im Baskenland hinter dem neuen französischen Talent Paul Seixas (19). Bei der Tour de Romandie musste er sich lediglich dem Dominator Tadej Pogacar geschlagen geben. „Ich kann super happy mit dem Frühjahr sein bis jetzt, auch wenn die Vorbereitung bis Katalonien ein bisschen holprig verlief. Grundsätzlich konnte ich mich von Rennen zu Rennen weiterentwickeln“, so Lipowitz.
Die Top-Favoriten gehen sich vor der Tour aus dem Weg
Unmittelbar vor der 113. Auflage der Tour de France meiden die Spitzenfahrer die direkte Konkurrenz. Pogacar tritt in der Schweiz an. Der Däne Jonas Vingegaard kuriert sich nach seinem Giro-Sieg aus, und auch Remco Evenepoel, Co-Kapitän von Lipowitz, bestreitet kein weiteres Rennen. Seixas musste nach einem Sturz bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes aufgeben, nachdem er ein starkes Frühjahr gezeigt hatte. Das Nachwuchstalent wird nun eine mehrtägige Pause einlegen, bevor das Training für die Tour wieder beginnt.
Lipowitz selbst schätzt sich als leistungsfähiger ein als im Vorjahr: „Ich glaube, dass ich mich insgesamt als Fahrer weiterentwickelt habe. Zum anderen sind natürlich die Werte auch noch mal einen Tick besser geworden.“ Seine Form bei der Tour de Romandie sei bereits vergleichbar mit der bei der letztjährigen Frankreich-Rundfahrt gewesen. Selbst Pogacar zollte seinen Attacken auf der finalen Etappe Anerkennung. „Als er das zweite Mal attackiert hat, war das ziemlich beeindruckend“, urteilte der Weltmeister.

Bei der Tour de Romandie forderte der Deutsche (l) den Radsport-Dominator heraus. (Archivbild)
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Lipowitz ist zudem der Ansicht, dass er sein Leistungslimit noch nicht erreicht hat. „Deshalb hoffe ich natürlich, wenn jetzt die Vorbereitung gut läuft, dass ich da noch mal das eine oder andere Watt drauflegen kann“, sagt er. Ob dies für eine Herausforderung von Pogacar und Vingegaard genügt, bleibt abzuwarten. „Es ist natürlich schwierig. Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin.“
Nach der Rundfahrt folgen Ruhe und Höhentraining
Welche Position Lipowitz einnehmen kann, wird auch entscheidend von der Teamdynamik mit dem teuren Neuzugang Evenepoel bei Red Bull beeinflusst. „Man hat in Katalonien gesehen, dass wir gut zusammen funktionieren. Die Stimmung ist immer gut, wenn wir zusammen unterwegs sind“, berichtet der Deutsche. Vor kurzem absolvierten die beiden gemeinsam ein Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada.

Überlässt Evenepoel (r) gerne das Rampenlicht: Florian Lipowitz. (Archivbild)
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Lipowitz, der den großen Medienrummel um sich meidet, fühlt sich hinter dem extrovertierten Belgier wohl. Nach dem Rennen in Slowenien plant der Deutsche, mit seiner Freundin im Kühtai zur Ruhe zu kommen und ein Höhentraining zu absolvieren. „Dann kann ich mich da noch gut auf die Tour vorbereiten“, fügt er hinzu. (dpa/red)
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