Ein Bad in der Rhône wurde Kenzo Kies (21) zum Verhängnis. Er suchte mit Freunden Abkühlung, doch die Strömung riss ihn mit sich.
Drama in FrankreichJunger Profi-Fußballer verunglückt bei Badeunfall

Im Kampf um den Ball: Kenzo Kies (Guingamp, Mitte) auf einem Archivfoto. Jetzt folgt die traurige Gewissheit: Der 21-jährige Fußball-Profi wurde nach einem dramatischen Badeunfall in der Rhône für hirntot erklärt.
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Ein junger Fußballprofi befindet sich nach einem gravierenden Badeunglück in Frankreich in einem kritischen Zustand. Infolge eines Ausflugs zur Rhône wurde bei dem 21-jährigen Kenzo Kies der Hirntod festgestellt. Das Unglück geschah unweit von Lyon am späten Nachmittag des 22. Juni 2026.
Der bei dem Zweitligisten EA Guingamp verpflichtete Athlet wollte sich angesichts einer außergewöhnlichen Hitzewelle mit Temperaturen bis 38 Grad gemeinsam mit drei Begleitern im Fluss erfrischen. Die Gruppe begab sich im Gebiet des Parc de la Feyssine, gelegen zwischen Villeurbanne und Caluire-et-Cuire, ins Wasser.
Tödliche Gefahr in Badeverbotszone
Das Schwimmen ist in diesem Areal wegen lebensbedrohlicher Strömungen sowie starker Wellenbildung strikt verboten. Von der Wucht des Wassers wurde die Gruppe junger Männer überrumpelt. Zwei seiner Begleiter gelangten selbstständig ans Ufer und ein dritter wurde durch Rettungspersonal erfolgreich wiederbelebt, doch für den Fußballspieler kam jede Hilfe zu spät.
Der 21-Jährige sei Meldungen zufolge unmittelbar untergegangen. Der Flügelspieler konnte erst von Feuerwehrtauchern aus dem Gewässer geborgen werden. Im Anschluss an intensive Wiederbelebungsmaßnahmen wurde in der Klinik der Hirntod des jungen Sportlers diagnostiziert. Zur Ermittlung der exakten Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Lyon ein Verfahren eröffnet.
Appell der Sportministerin nach Häufung von Unglücken
Im französischen Fußball wurde Kenzo Kies als hoffnungsvolle Nachwuchskraft angesehen. Er durchlief seine Ausbildung bei den renommierten Jugendabteilungen der Traditionsklubs Olympique Lyon und AS Saint-Étienne. Sein Wechsel zu EA Guingamp, einem Zweitligisten, erfolgte im Sommer 2025, wo er vorwiegend für das Reserveteam zum Einsatz kam.
Das Schicksal des jungen Fußballers stellt keinen isolierten Fall dar, da Frankreich momentan von einer starken Hitzewelle betroffen ist. Landesweit sind seit dem Anfang des heißen Wochenendes schon etwa 20 Personen, mehrheitlich junge Leute, beim Suchen nach Erfrischung in nicht überwachten Badebereichen ums Leben gekommen. (red)
Marina Ferrari, die Sportministerin Frankreichs, äußerte sich bestürzt und appellierte nachdrücklich an die Öffentlichkeit mit den Worten: „Ich fordere die Menschen auf, die Sicherheitswarnungen zu respektieren. Das Baden in unbewachten Zonen ist kein Kinderspiel.“ (red)