Ein Sturz über ein Werbeschild bei den French Open sorgt für eine Verletzung und löst eine große Sicherheitsdebatte aus.
Stolperfalle French OpenPartnerin von Tatjana Maria verletzt sich an Werbebande

Zeynep Sönmez bei einem Match bei den French Open. (Archivbild)
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Das Tennis-Doppel von Tatjana Maria und Zeynep Sönmez hat seine Teilnahme an den French Open beendet. Grund war ein Sturz von Sönmez über einen Werbeaufsteller, der nun eine Diskussion über die Sicherheit auf den Courts auslöst.
Während eines Ballwechsels rannte die 24 Jahre alte Sönmez aus der Türkei einem langen Ball nach, was sie weit jenseits der Grundlinie brachte. Ihr Blick war dabei fast ausschließlich auf den Ball fixiert. Dabei verhakte sich die Spielerin mit ihrem linken Fuß an einem grünen Werbeschild auf Höhe des Schienbeins, das den Namen eines Modeunternehmens zeigte. Sie kam daraufhin auch mit dem rechten Bein zu Fall, kollidierte erst mit der Abgrenzungsplane und sank anschließend auf die Knie.
Sicherheitsbedenken auf den Courts nehmen zu
Die deutsche Tennisspielerin Maria leistete sofort Beistand, beruhigte ihre Partnerin im Doppel und half ihr wieder auf die Beine. Infolgedessen gab das Team die Begegnung gegen die ukrainischen Kontrahentinnen Anhelina Kalinina und Dayana Yastremska beim Stand von 0:2 im Auftaktsatz auf. Laut einer Meldung des Senders beIN Sports auf der Plattform X erfolgte der Rückzug „aufgrund einer Knieverletzung“ bei Sönmez.
Eine Reaktion kam von der britischen Tennis-Akteurin Katie Boulter, die in Paris ebenfalls mit solchen Hindernissen konfrontiert war. Auf der Plattform X schrieb sie: „DIESE DINGE MÜSSEN WEG. Hatte gestern Nacht Glück, aber nächstes Mal vielleicht nicht mehr...“
Belgier erwägt rechtliche Schritte
Dies ist nicht der einzige Fall von einer verletzungsbedingten Aufgabe durch ein Hindernis auf dem Spielfeld bei dem diesjährigen Turnier in Paris. Auch der belgische Spieler Alexander Blockx konnte zu seiner Zweitrunden-Partie gegen den Australier Alex de Minaur nicht antreten. Er hatte sich laut Informationen aus seinem Team auf dem Trainingsgelände eine Blessur am Knöchel zugezogen, als er über eine Abdeckplane im hinteren Court-Bereich fiel.
Wie Blockx' Coach Ruben Bemelmans mitteilte, zieht die Mannschaft rechtliche Schritte in Form von Schadensersatzansprüchen in Betracht. Bemelmans wurde vom Portal „The Athletic“ mit den Worten zitiert: „In meinen Augen sollte das dort entweder gar nicht liegen oder es müsste eine andere Lösung geben“. Die Courts seien generell schon sehr knapp bemessen, so der Trainer weiter. (dpa/red)
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