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Topfavorit Sinner rausItaliener bricht bei French Open ein – Chance für Zverev

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Bekam einen körperlichen Einbruch in seinem Zweitrundenmatch von Paris: Jannik Sinner

Bekam einen körperlichen Einbruch in seinem Zweitrundenmatch von Paris: Jannik Sinner

Topfavorit Jannik Sinner scheidet bei den French Open nach einem dramatischen Einbruch überraschend in der zweiten Runde aus.

Völlig entkräftet ging Jannik Sinner zum Netz, um seinem Gegner fair zu gratulieren, bevor er dem Publikum ein letztes Mal zuwinkte. Der Topfavorit ist bei den French Open nach einem physischen Einbruch überraschend in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 24-jährige Italiener, geplagt von Krämpfen und Schwindel, musste sich dem Argentinier Juan Manuel Cerundolo mit 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6 geschlagen geben.

Dabei hatte Sinner im dritten Satz bereits eine 5:1-Führung inne, bevor sein Körper versagte und sich auf dem Court Philippe Chatrier dramatische Szenen ereigneten. Nach diesem Wendepunkt konnte der Weltranglistenerste nur noch zwei Spiele für sich verbuchen. Für Sinner war es die erste Niederlage nach einer Serie von 30 Siegen.

Zverevs Titelchancen steigen deutlich

Durch das Ausscheiden Sinners sind die Hoffnungen des deutschen Tennisstars Alexander Zverev auf seinen ersten Grand-Slam-Titel erheblich gewachsen. Sinner, der Zverev in neun aufeinanderfolgenden direkten Duellen besiegt hatte, wurde als der größte Rivale des Hamburgers auf dem Weg zum Turniersieg betrachtet.

Als auf dem Hauptplatz in Paris alles nach einem zügigen Zweitrundenerfolg für Sinner aussah, kam es zur dramatischen Wende. Die Mittagshitze von 30 Grad und intensive Sonneneinstrahlung bereiteten dem Italiener zunehmend Schwierigkeiten. Er humpelte, dehnte sich und massierte während einer Unterbrechung auf der Bank sein linkes Bein. Nach einem Ballwechsel stützte er sich vollkommen erschöpft an einer Bande. „Es muss wirklich extrem schlimm sein, er bewegt sich ja keinen Millimeter mehr“, kommentierte Ex-Profi Philipp Kohlschreiber bei Eurosport die Szene.

Sinner klagt über Schwindel und Dehydrierung

Bei einem Spielstand von 5:4 und 0:40 im dritten Satz, nachdem Sinner 15 Punkte nacheinander verloren hatte, erbat er eine medizinische Pause. Einem Physiotherapeuten teilte der Südtiroler mit, ihm sei „sehr schwindelig“. Gegenüber der Schiedsrichterin äußerte er, dass er sich dehydriert fühle und sich übergeben müsse.

Auch nach der Behandlung litt Sinner sichtlich und gab den dritten Satz fast ohne Gegenwehr ab. Anschließend verließ er den Platz für eine Unterbrechung in der Kabine. Nach seiner Rückkehr bewegte sich der Italiener zwar etwas besser, fühlte sich aber weiterhin unwohl. Teilweise kauerte er im Schatten und kämpfte mit dem Brechreiz. Immer wieder stützte er sich auf seinen Schläger und atmete schwer.

Angeschlagener Favorit spielt phasenweise nur noch aus dem Stand

„Wie er sich jetzt da seit eineinhalb Stunden rumschleppt und quält, das ist schon richtig, richtig bitter“, sagte Kohlschreiber. Der angeschlagene Favorit bemühte sich, die Ballwechsel kurz zu halten und agierte phasenweise nur noch stehend. Cerundolo nutzte die Situation clever aus, streute zahlreiche Stoppbälle ein und spielte mit viel Topspin. Nach 3 Stunden und 36 Minuten war die bisher größte Überraschung des Turniers perfekt.

Unter ähnlichen Witterungsbedingungen hatte Sinner bereits in der Vergangenheit körperliche Schwierigkeiten gezeigt. „Wir Rothaarigen tun uns bei großer Hitze schwer“, hatte Tennis-Idol Boris Becker bereits vor dem Match gesagt und ergänzt: „Das Wetter ist sein größter Gegner.“ Das letzte Mal, dass Sinner bei einem Grand-Slam-Turnier so früh ausschied, war vor drei Jahren ebenfalls in Paris. Sein damaliger Gegner war der deutsche Profi Daniel Altmaier. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.