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Hamiltons Auferstehung in RotNach erstem Ferrari-Sieg greift der Brite wieder an

4 min
Formel-1 - Grand Prix von Katalonien

Lewis Hamilton (r) und sein Renningenieur Carlo Santo haben den Ferrari-Aufschwung organisiert.

Lewis Hamilton meldet sich mit seinem ersten Sieg für Ferrari eindrucksvoll im Titelkampf gegen Kimi Antonelli zurück.

Während Lewis Hamilton seinen Triumph auskostete, saß das Formel-1-Nachwuchstalent Kimi Antonelli mit finsterer Miene vor einem Renn-Computer in der Garage. Die Szenen aus Barcelona, die den ersten Grand-Prix-Erfolg des Briten im Alter von 41 Jahren für Ferrari zeigten, deuten auf ein mögliches Duell der Generationen um die Weltmeisterschaft hin. Sein ehemaliger Mercedes-Teamchef Toto Wolff äußerte: „Wenn er Blut riecht, dann greift er an. Wenn der Lewis-Hamilton-Zug erstmal gestartet ist, dann ist er schwer zu stoppen“.

In Italien titelte die Zeitung „Tuttosport“ euphorisch „Roter Hammer“. Die Fans zogen Parallelen zum Beginn der Ära von Michael Schumacher, der vor 30 Jahren am gleichen Ort seinen ersten Sieg für Ferrari feierte. Hamilton selbst schien nach seiner beeindruckenden Leistung in Katalonien sichtlich erleichtert. Stunden nach dem Rennen fragte er: „Wie findet man die richtigen Worte, um Gefühle auszudrücken, die die wildesten Träume übertreffen?“.

Hamiltons langer Weg zurück an die Spitze

Die Freude des Rekordweltmeisters fand auch bei seinen Rivalen Anklang. Selbst der WM-Führende Antonelli, der durch einen späten Elektronikschaden gebremst wurde, zeigte sich anerkennend. „Es tut weh, aber ich freue mich vor allem für Lewis“, versicherte der 19-jährige Italiener. Sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf Hamilton reduzierte sich auf 41 Zähler. Der Mercedes-Fahrer George Russell warnte vor seinem britischen Landsmann: „Ja, er wird eine echte Gefahr“.

Auf einen solchen Triumph musste Hamilton nach seinem viel beachteten Wechsel von Mercedes zu Ferrari über 17 Monate warten. Diese Periode war geprägt von Unsicherheit, Ärger und Spekulationen über ein baldiges Ende seiner Laufbahn. „Viele Leute haben schlecht über ihn geredet, und er hat online von vielen Seiten ordentlich sein Fett wegbekommen - da ist es schön, dass er ihnen allen den Mittelfinger zeigen kann“, kommentierte Weltmeister Lando Norris von McLaren.

Auch Hamilton selbst gab zu, bisweilen dunkle Gedanken gehabt zu haben: „Mensch, vielleicht stimmt es ja tatsächlich, dass man ab einem gewissen Punkt den Dreh verliert. Aber ich habe bewiesen, dass das nicht so ist. Man hat es immer noch drauf, es erfordert nur Arbeit.“

Formel-1 - Grand Prix von Katalonien

Zurück an der Spitze: Lewis Hamilton hat plötzlich wieder Titelhoffnungen.

Der siebenfache Weltmeister berichtete von einem Wintertraining, das intensiver als je zuvor gewesen sei, und dass er sich mental zusätzlich gestärkt habe. Während seines ersten Jahres bei Ferrari schien er mitunter orientierungslos und unterlag im teaminternen Vergleich mit Charles Leclerc zumeist deutlich. Es dauerte, bis er die Abläufe und die Mentalität bei der Scuderia verinnerlicht hatte und die Mannschaft hinter sich bringen konnte.

Veränderungen bei Ferrari als Erfolgsbasis

Mit Unterstützung durch Teamchef Frédéric Vasseur, der ihn zu einem Wechsel nach Maranello bewogen hatte, initiierte Hamilton zahlreiche Anpassungen, die nun den Grundstein für seinen Triumph legen. „Meine Ankunft war ein Schock für das System, weil ich meine Meinung sehr, sehr deutlich äußere“, erläuterte Hamilton. Vasseur bekräftigte: „Es ist eine Sache von Details.“

Diese Details ergeben für Hamilton nun ein stimmiges Gesamtbild. Die aktuellen Fahrzeuge entsprechen seinem Fahrstil besser, und die Kooperation mit seinem neuen Renningenieur verläuft harmonischer. Auch private Aspekte könnten eine Rolle spielen, wie sein früherer Chef Wolff andeutete: „Vielleicht hilft die Freundin. Mir hat es geholfen, eine Partnerin zu haben und ein stabiles Familienleben zu führen - und die beiden scheinen sich wirklich gut zu verstehen“, sagte er mit Blick auf Hamiltons neue Begleiterin Kim Kardashian.

Droht bei Mercedes eine Teamorder für Antonelli?

Der Teamchef von Mercedes ist sich bewusst, dass eine baldige Entscheidung im teaminternen Wettstreit zwischen Antonelli und Russell notwendig sein könnte, um die Titelchancen zu wahren. „Wenn man gegen einen anderen kämpft, muss man manchmal auch den Schnelleren ziehen lassen“, erklärte der Österreicher. Beobachter werteten dies als mögliches Signal, dass Antonelli bald Vorfahrt gegenüber Russell erhalten könnte.

Formel-1 - Grand Prix von Katalonien

Im Mercedes-Stallduell muss George Russell (vorn) womöglich bald Kimi Russell die Vorfahrt gewähren.

Der junge Italiener war auch in Barcelona im Rennen der schnellere der beiden Mercedes-Fahrer und verlor im Zweikampf mit Russell Zeit. „Das ist eine bittere Pille für George, aber er muss sich jetzt unterordnen. Das wird ihn auch innerlich brechen“, analysierte Sky-Experte Ralf Schumacher.

Was nach sechs Mercedes-Siegen in Serie wie ein sicheres Meisterschaftsjahr aussah, erhält durch Hamiltons Wiederauferstehung eine neue Dynamik. Toto Wolff gestand bereits: „Ich würde lieber nicht gegen Lewis um den Titel kämpfen. Denn ich weiß, wozu er fähig ist.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.