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Fast ein Deutschland-CupDrei Bundesligisten kämpfen in Hamburg um den Europa-Titel

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SG Flensburg-Handewitt

Die SG Flensburg-Handewitt gewann 2024 und 2025 die European League. (Archivbild)

Drei deutsche Teams wollen in Hamburg die Handball-Dominanz fortsetzen und sich das Ticket für die Königsklasse sichern.

Die European League stellt im europäischen Vereinshandball den zweithöchsten Wettbewerb dar. Die Historie der Gewinner offenbart eine bemerkenswerte Vormachtstellung deutscher Mannschaften. In 19 der zurückliegenden 21 Saisons des Turniers, das früher als IHF-Pokal (bis 1993) und später als EHF-Pokal (bis 2020) ausgetragen wurde, triumphierten Vereine aus der Bundesliga. Nur Pick Szeged aus Ungarn (2014) sowie Benfica Lissabon aus Portugal (2022) gelang es, diese deutsche Siegesserie zu unterbrechen.

Für das anstehende Final Four in Hamburg an diesem Wochenende ist die Aussicht auf einen erneuten deutschen Triumph groß. Drei der teilnehmenden Mannschaften stammen aus der Bundesliga: der Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt, der THW Kiel sowie die MT Melsungen. Das Teilnehmerfeld wird durch den französischen Verein Montpellier HB vervollständigt.

Kevin Möller

Der Flensburger Torhüter Kevin Möller war der wertvollste Spieler des Final Four im vergangenen Jahr. (Archivbild)

Wiederholung der Halbfinals aus dem Vorjahr

Die Konstellation der Endrunde gleicht exakt der des Vorjahres, sowohl was die teilnehmenden Teams als auch die Halbfinalpartien am Samstag betrifft. Zuerst spielt der THW Kiel gegen Montpellier (12.30 Uhr), gefolgt von der Begegnung zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der MT Melsungen (15.30 Uhr). Der Sonntag ist für das Spiel um den dritten Platz (15.00 Uhr) und das Endspiel (18.00 Uhr) reserviert. Sämtliche Partien sind bei Dyn zu sehen. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die Ansetzungen für Samstag bewusst früh angesetzt, um eine terminliche Überschneidung mit dem Fußball-Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal zu vermeiden.

European-League-Sieg als Ticket für die Königsklasse?

Das Finalturnier in Hamburg bietet den deutschen Vereinen die Möglichkeit, sich einen Platz in der Champions-League-Saison des nächsten Jahres zu sichern. Dem Gewinner der European League winkt eine Teilnahmeberechtigung, allerdings ist diese an eine Voraussetzung geknüpft: Die Füchse Berlin dürfen die Königsklasse nicht für sich entscheiden, in deren Halbfinale sie gegen den deutschen Meister SC Magdeburg antreten.

Entsprechend groß ist der Ansporn, vor allem bei der SG Flensburg-Handewitt, die mit einem dritten Titelgewinn in der European League nacheinander einen neuen Rekord aufstellen könnte. „Jeder bei uns weiß, worum es geht“, äußerte Geschäftsführer Holger Glandorf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen angreifen, wir wollen diesen Titel und wir wollen uns über diesen Weg die Möglichkeit erkämpfen, in der kommenden Saison Champions League zu spielen. Dafür werden wir alles auf der Platte lassen.“

Melsungen reist nicht nur für die Erfahrung an

Glandorf rechnet im Duell mit Melsungen wieder mit einem „extrem intensives und enges Spiel“. Das Halbfinale im Vorjahr endete mit einem knappen 35:34-Sieg nach Verlängerung für Flensburg. In der aktuellen Bundesliga-Saison konnten die Norddeutschen beide Duelle mit 35:32 und 40:30 für sich entscheiden. Jesper Larsson, Sportvorstand von Melsungen, betont jedoch: „Es ist nur ein Spiel. Wenn alles passt, ist vieles möglich.“ Bezüglich der Ambitionen beim Final Four hat der Schwede eine deutliche Haltung: „Du fährst nicht zu einem Finalturnier nur für eine Teilnahme-Urkunde.“

Dainis Kristopans

Dainis Kristopans (M) und die MT Melsungen treffen im Halbfinale erneut auf die SG Flensburg-Handewitt. (Archivbild)

Für Kiel geht es um die Rettung der Saison

Der Rekordmeister THW Kiel sieht in der Hamburger Endrunde die letzte Möglichkeit, eine durchwachsene Spielzeit doch noch erfolgreich abzuschließen. „Dass wir hier stehen und die Chance auf einen Titel haben, motiviert uns extrem“, erklärte Linksaußen Rune Dahmke. Einer Niederlage mit 31:32 gegen die Franzosen aus Montpellier im Halbfinale des Vorjahres stehen zwei Siege in der Gruppenphase der aktuellen Saison gegenüber.

Valentin Porte

Valentin Porte und Montpellier HB gewannen im Vorjahr das Halbfinale gegen den THW Kiel. (Archivbild)

In finanzieller Hinsicht ist das Final Four für die Vereine von begrenztem Reiz. Von der EHF werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von 250.000 Euro ausgeschüttet. Dem Sieger winken 100.000 Euro, der unterlegene Finalist bekommt 75.000 Euro, der dritte Platz ist mit 50.000 Euro dotiert und der Vierte erhält 25.000 Euro. Die besondere Brisanz des Turniers ergibt sich stattdessen aus der Möglichkeit, sich das Ticket für die Königsklasse zu sichern. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.