In der Lanxess-Arena bot der KEC am Sonntag gegen den Tabellenletzten der DEL eine durchwachsene Leistung.
Gegen Schlusslicht IserlohnHaie beenden Serie – Sieg nach Penaltyschießen

Zum ersten Mal in dieser Saison durften die Kölner Haie zwei Siege in Folge bejubeln.
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Im DEL-Spiel gegen den Tabellenletzten Iserlohn Roosters sind die Kölner Haie knapp einer Blamage entgangen. Vor 16.463 Zuschauern in der Lanxess-Arena besiegte der KEC am Sonntag die Sauerländer nach durchwachsener Leistung mit 3:2 (0:0, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen. Für die Roosters war es der erste Auswärtspunkt in der Saison 2026/27. Die Haie feierten ihren vierten Erfolg im zehnten Heimspiel und gewannen erstmals in dieser Spielzeit zweimal hintereinander, nachdem sie am Freitag ein 4:0 in Krefeld gefeiert hatten.
„Wir sind nicht zufrieden, wir haben noch viel Arbeit vor uns. Es war immerhin ein guter Weg, in die Pause zu gehen“, sagte Haie-Stürmer Gregor MacLeod, der neben Dominik Bokk im Penaltyschießen für Köln getroffen hatte. Es beginnt nun die Deutschland-Cup-Pause, die für den KEC bis zum 11. November dauert.
Moritz Müller verletzt vom Eis
Am Freitag hatte Haie-Torhüter Felix Brückmann beim Erfolg in Krefeld nach fast fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback gegeben – und einen Shutout gefeiert, den ersten des KEC in der laufenden Spielzeit. Bemerkenswert war zudem, dass die Kölner sämtliche Tore im Schlussdrittel erzielten. „Ich hoffe, dass es uns Aufschwung und Selbstvertrauen gibt“, sagte Brückmann, der am Sonntag jedoch nicht zum Einsatz kam, da er nach seiner Verletzung zunächst nur eine Partie pro Wochenende bestreiten soll.
Wie in Krefeld setzten die Haie auch gegen Iserlohn – zumindest anfänglich – darauf, mit gezielten Pässen kontrolliert aus der eigenen Verteidigungszone in den Angriff zu kommen. Das gelang weitgehend, doch fehlte vor dem Tor die Durchschlagskraft. Die von Beginn an engagiert kämpfenden Roosters kamen in der Anfangsphase zu Abschlüssen, ohne Goalie Janne Juvonen ernsthaft zu gefährden. Das sollte sich bald ändern.
In der 23. Minute verloren die Haie vor dem eigenen Tor den Überblick. Johannes Krauß stand am linken Pfosten frei und brachte den Puck aus kurzer Distanz vorbei an Juvonen zum 0:1 über die Linie. Der Treffer beflügelte die Gäste, die ihr Glück im Angriff suchten. Beim 0:2 (29.) traf Julian Napravnik aus kurzer Distanz ins obere Toreck. Erneut gelang es den Haien nicht, den Raum vor ihrem Torhüter ausreichend abzusichern. Überhaupt verloren sie viele Zweikämpfe.
Im ersten Kölner Powerplay kam dann die Stärke der Haie in Überzahl zum Tragen. Valtteri Kemiläinen verkürzte nach einem Pass von Gregor MacLeod mit einem Schuss von der blauen Linie auf 1:2 (32.). Die Iserlohner kassierten kurz darauf eine weitere Strafe, doch diesmal blieb das Powerplay ohne Erfolg. In der Schlussphase des zweiten Drittels erhöhten die Haie den Druck. Marcel Noebels traf den Pfosten (37.), Dominik Bokk scheiterte nach Vorarbeit von Markus Ljungh an Torhüter Hendrik Hane (39.).
Gleich nach der zweiten Pause hatten die Haie erst ein wenig Pech: Einen Treffer von Patrick Russell erkannten die Schiedsrichter nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung nicht an – eine knappe Entscheidung. Die Iserlohner versuchten weiterhin, die Haie nicht in die Offensive kommen zu lassen. Doch das schafften sie im Schlussdrittel immer weniger. So erzielte Brady Austin mit einem Handgelenkschuss nach schönem Zuspiel von Noebels das 2:2 (53.).
Kurz darauf musste Kölns Kapitän Moritz Müller das Eis verlassen, da er sich bei einem Checkversuch gegen Krauß an der Bande verletzt hatte. In der Schlussphase hatten die Haie etliche Möglichkeiten zum dritten Tor. So hatte Bokk die Führung auf dem Schläger, doch Hane parierte (59.). Es gab Verlängerung, in der Iserlohn die besseren Chancen hatte, Juvonen aber alles abwehrte.
Kölner Haie: Juvonen – Kemiläinen, Vittasmäki – Press, Austin – Händel, Müller – Russell, MacLeod, Noebels – Bokk, Ljungh, Aubry – Fischbuch, Tyrväinen, Kammerer – Münzenberger, Storm, Fleischer - Niedenz. – Zuschauer: 16.463. – Schiedsrichter: Ansons , Cespiva. – Strafminuten: Köln 4/ Iserlohn 4. – Tore: 0:1, Krauß (22:01), 0:2 Napravnik (28:28), 1:2 Kemiläinen (31:23), 2:2 Austin (52:04), 3:2 Bokk (Penalty).
