Dominik Bokk hat als drittbester Scorer der Kölner Haie maßgeblichen Anteil am Höhenflug seiner Mannschaft. Am Freitag gegen Bremerhaven kann der KEC den vereinseigenen Rekord von 13 Siegen in Folge einstellen.
Furore beim KECHaie-Rückkehrer Bokk jagt mit Köln den Klub-Rekord

Spielt groß auf: Dominik Bokk
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Patrick Russell, Gregor MacLeod und dann kommt auch schon Dominik Bokk. Der 25-jährige Stürmer steht in der teaminternen Scorerliste der Kölner Haie an dritter Stelle. Während des fulminanten Laufs des KEC besticht der Neuzugang mit einer Mischung aus Tempo, Kreativität und Torgefahr. „Ich hatte Visionen und die Vorstellung, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben“, sagt der Rechtsschütze, der im Sommer von den Löwen Frankfurt zu seinem Ausbildungsverein zurückkehrte.
Ganz gleich, ob er in einer Sturmreihe mit Louis-Marc Aubry, Frederik Storm oder Nate Schnarr spielt. Bokk fügt sich nahtlos ein und hat schon 15 Tore sowie 17 Vorlagen auf seinem Konto. Zuletzt glich er das Spitzenspiel in Ingolstadt mit seinem Treffer zum 3:3 aus, am Ende gewannen die Haie mit 5:4. Beim 3:1 in Augsburg blieb er ohne Scorerpunkt, möchte nun aber am Freitag (19.30 Uhr/Magenta Sport) bei den Fischtown Pinguins nachlegen. „Es ist natürlich cool, hier und da mal auf Social Media oder Ähnlichem eine Plattform zu bekommen“, greift der ehemalige DEB-Junior seine persönlichen Errungenschaften auf. Für die Olympischen Winterspiele in Italien wurde er nicht nominiert, möchte durch gute Leistungen im Verein künftig aber Thema in der Nationalmannschaft werden. Dazu ergänzt er: „Eishockey ist eine Mannschaftssportart und ich freue mich riesig für jeden Einzelnen, der Erfolg hat.“
Kölner Haie überzeugen als Team
Während er in Frankfurt weniger Mitspieler auf Topniveau an seiner Seite hatte, überzeugen die Haie im Kollektiv. Dafür macht der ehemalige Junghai das System von Kari Jalonen verantwortlich: „Ich habe das schon als Gegner in der letzten Saison erlebt, dass in Köln ein sehr schwer zu bespielendes System gespielt wird.“ Er selbst brauchte etwas Eingewöhnungszeit, ehe es „Klick“ gemacht habe und er die Trainervorgaben umsetzen konnte. „Ich muss dazu sagen, dass ich solch ähnliche Systeme schon andernorts gespielt habe“, sagt der Offensiv-Spezialist über die typisch finnische Defensivstruktur. „Wir geben nicht viel her und sind auf der Torhüterposition gleich mehrfach stark besetzt, wollen aber auch offensiv produzieren.“ Dass gleichzeitig Raum zur offensiven Entfaltung besteht, macht das Erfolgsrezept für Bokk komplett: „Defensive Stabilität und offensive Kreativität machen uns so stark.“
Auf diese Weise fuhr er schon 27 Siege mit dem KEC ein, der mit 89 Punkten weit über der Konkurrenz aus Mannheim, München, Ingolstadt oder Straubing thront. Noch eine Position weiter unten steht Bremerhaven. Gegen den Tabellensechsten erwartet Bokk „wie immer“ ein enges Spiel: „Wir konnten zuletzt viele Spiele gewinnen, aber da waren viele knappe Partien dabei. Auch Bremerhaven ist sehr gefährlich, wir müssen von der Strafbank wegbleiben und in unserem System spielen.“ Dann könnte der klubeigene Rekord von 13 Siegen hintereinander am Freitag eingestellt werden.

