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Neuzugang beim KECKölns neuer Hai zählt zu den Hoffnungsträgern im Team

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Gregor MacLeod bei ersten öffentlichen Training.

Gregor MacLeod bei ersten öffentlichen Training.

Gregor MacLeod verbrachte seine ersten Lebensjahre in Deutschland, 20 Jahre später kehrt er zurück. Seine ersten Eindrücke in Köln versprechen viel.

Gregor MacLeods Erinnerungen aus der Kindheit sind zwar etwas verschwommen, aber trotzdem präsent. Der 25-jährige, neue Stürmer der Kölner Haie ist im kanadischen Dartmouth geboren, verbrachte die ersten Lebensjahre aber in Deutschland. „In Kassel hat mein Vater bei den Huskies gespielt und ich erinnere mich noch an die Spiele damals. Da habe ich erst auf der Tribüne zugeschaut und wurde dann von ihm aufs Eis geholt“, spricht er über die Zeit in Nordhessen.

20 Jahre später haben sich die Rollen verschoben: Vater Jeff war früher Verteidiger und ist mit 52 Jahren nun Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Sein begabter Filius Gregor greift auf dem Eis flexibel an und braucht seinen „Dad“ vor allem als wichtigsten Ratgeber — auf dem Eis und abseits davon: „Mit ihm habe ich mich besprochen, als es nach der Zeit in Nürnberg darum ging, den nächsten Schritt zu machen“, berichtet der letztjährige Topscorer der Ice Tigers (49 Punkte/17 Tore und 32 Assists).

KEC: Vor allem die inneren Werte zählen

Dass die Entscheidung gegen alle anderen Interessenten aus der DEL und für Köln nicht ganz falsch war, zeigen schon MacLeods erste Wochen in Deutz. „Die Eindrücke waren großartig“, erzählt der samt seiner Verlobten in Hürth ansässige Neu-Hai, „mir wurden schon ein paar gute Läden zum Essengehen gezeigt und ich bin von Hürth aus mit der Bahn in die Stadt gefahren.“

Neben den Vorzügen der Domstadt zählen für den nicht mehr ganz so jungen Shootingstar aber vor allem die inneren Werte beim KEC. Die ersten Gespräche mit Trainer Uwe Krupp führte er schon im Dezember vergangenen Jahres. Nun ist er bereit für die heiße Phase der Sommervorbereitung. „Bis auf Louis-Marc Aubry, der mal für das selbe Team wie ich in Nordamerika gespielt hat (Grand Rapids Griffings; Anm. d. Red.), werde ich alle Jungs noch kennenlernen“, meint MacLeod und spricht über seine Rolle im Team. „Ich bin bereit alles zu geben und hart zu arbeiten. Wenn ich die Chance bekomme, mit Louis-Marczu spielen, wäre das großartig. Er ist ein sehr guter, smarter Spieler. Mit ihm könnte das Zusammenspiel cool klappen.“

Wohl wissend, dass die Zusammensetzung der Sturm-Reihen im August offen ist, möchte er den Fokus zunächst auf sich legen. Als guter Eisläufer, der in der Rolle des Centers nicht nur seine spielerische Stärke zum Vorschein brachte, sondern auch stolz auf seine defensiven Qualitäten ist, plant der Linksschütze keine großen Anpassungen. „Ich habe in den vergangenen Jahren viel an der Defense gearbeitet, bin aber primär offensiv orientiert. Jetzt möchte ich konstanter werden und an meinem Faceoff-Spiel arbeiten.“

Bei der Konstanz helfen ihm sicher die Erfahrungen der letzten beiden DEL-Jahre in Nürnberg. Was die Duelle am Bullypunkt angeht, kommt er wieder auf Louis-Marc Aubry zurück. „Ich habe schon mit ihm gesprochen, auch über dieses Thema. Da kann er mir als starker Center sicher ein paar Kniffe zeigen.“  Nachdem er in jüngsten Jahren schon gute Erfahrungen in Deutschland sammeln durfte, ist Gregor MacLeod ungewöhnlich früh aus den nordamerikanischen Ligen (AHL und ECHL) zurück gekommen. Auch wegen seiner Wurzeln hofft der Kanadier, mit den Kölner Haien neue, positive Erinnerungen schaffen zu können. „Ich glaube, wir haben ein tolles Team zusammen. Wenn wir konzentriert Schritt für Schritt gehen, kann viel passieren“, spricht er über die Ambitionen für 2023/24.