Die Kölner Haie gehen nach dem 6:3 in Straubing als Hauptrundensieger und Topfavorit in die Playoffs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft meint Rundschau-Redakteur Martin Sauerborn.
Kommentar Kölner HaieWenn nicht jetzt, wann dann?

Moritz Müllers Sehnsucht nach dem ersten Meistertitel in seiner langen Karriere ist groß.
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Wer sich nach drei Niederlagen hintereinander Sorgen um die Verfassung der Kölner Haie vor den Playoffs gemacht haben sollte, konnte sich am Sonntagnachmittag beruhigt zurücklehnen. Der souveräne Hauptrundensieger zeigte dem Tabellenzweiten Straubing Tigers beim 6:3 die Grenzen auf, tankte vor dem Viertelfinale Selbstvertrauen und geht als Topfavorit auf den Meistertitel in die entscheidende Phase der Saison.
Das Team von Trainer Kari Jalonen hat im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Der Kader ist nach der bitteren Erfahrung im Playoff-Finale 2025 gegen die Eisbären Berlin maximal tief und qualitativ hochwertig aufgestellt. Der KEC geht als Hauptrundensieger, ohne Verletzungssorgen, dem besten Goalie und dem gefährlichsten Powerplay in die Ausscheidungsspiele.
Mehr Favorit geht nicht, auch wenn die Kölnern diese Rolle sicher nicht annehmen wollen. Die KEC-Verantwortlichen werden mahnen, dass mit Mannheim, München, Berlin und wohl auch Straubing sowie Ingolstadt fünf weitere Teams für die Meisterschaft 2026 infrage kommen. Für die Haie gilt trotzdem der Höhner-Song der Handball-WM 2007 „wenn nicht jetzt, wann dann?“, um die seit 2002 währende Titel-Sehnsucht endlich zu stillen. Für Moritz Müller gilt diese Sehnsucht im Besonderen. Denn der KEC-Kapitän wartet in seiner langen, erfolgreichen Karriere noch auf den Meisterpokal. Was wäre das für eine Geschichte.
