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Neuer Haie-Trainer Thomas Berglund„Es war einfach Zeit für etwas Neues“

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260413 Luleas tränare Thomas Berglund under semifinal fyra i SHL mellan Lulea och Skelleftea den 13 april 2026 i Lulea. *** 260413 Lulea coach Thomas Berglund during the SHL semi-final four between Lulea and Skelleftea on April 13, 2026 in Lulea PUBLICATIONxNOTxINxSWExNORxFINxDEN Copyright: SIMONxELIASSON BB260413SE078

Thomas Berglund feiert sein Debüt als Haie-Trainer in der Lanxess Arena am 10. September in der Champions Hockey League gegen Frölunda. 

Der 57-Jährige Schwede spricht über seine Entscheidung für Köln, sein neues Team und sein erstes Pflichtspiel gegen Frölunda.

Herr Berglund, Ihr erstes Pflichtspiel als Trainer der Kölner Haie werden Sie am 10. September in der Lanxess-Arena bestreiten, in der Champions Hockey League gegen Frölunda Göteborg, einen Ihnen gut bekannten Rivalen aus Ihrer schwedischen Heimat. Was haben Sie gedacht, als Sie den Spielplan gesehen haben?

Ich musste schon ein wenig lachen. Frölunda ist eine der stärksten Mannschaften, die man in Europa bekommen kann. Es wird ein schweres Spiel, aber auch schön, sie wiederzusehen. Vor allem wird es eine tolle Gelegenheit sein, unseren Fans zu zeigen, dass wir uns mit den besten Teams Europas messen können.

Sie haben Frölunda in der vergangenen Saison mit Ihrem alten Verein mehrfach getroffen. Im CHL-Finale haben Sie gegen sie verloren, in den schwedischen Playoffs haben Sie sie danach besiegt. Macht das dieses Wiedersehen besonders interessant?

Ja, natürlich. Das Finale haben wir nach Verlängerung verloren, das war sehr bitter. Andererseits konnten wir Frölunda in den Playoffs schlagen. Sie hatten eine sehr starke Saison, besonders in der ersten Saisonhälfte. Deshalb wird es interessant sein, gleich zu Beginn wieder auf sie zu treffen. Frölunda gehört zu den besten Mannschaften Europas und wird für uns sofort ein echter Härtetest.

Welche Bedeutung hat die Champions Hockey League für einen Verein wie die Kölner Haie?

Eine große. Man bekommt die Möglichkeit, sich mit den besten Mannschaften Europas zu messen. Das ist wichtig für die Spieler, für die Trainer und natürlich auch für die Fans. Solche Spiele helfen einer Mannschaft, sich weiterzuentwickeln.

Sie haben als Eishockey-Spieler und Trainer Ihr bisheriges Leben in Schweden verbracht, Ihr Name ist eng mit Lulea HF verbunden, dem Verein aus Ihrer nordschwedischen Heimat. Warum haben Sie sich im Alter von 57 Jahren dazu entschieden, zum ersten Mal ins Ausland zu gehen?

Es war einfach Zeit für etwas Neues. Schon vor der vergangenen Saison hatte ich entschieden, dass sie meine letzte in Lulea sein würde. Ich habe viele Jahre in Schweden verbracht, zuerst als Spieler und dann als Trainer. Allein in Lulea war ich insgesamt zwölf Jahre als Trainer tätig.

Es soll auch andere Interessenten gegeben haben. Warum fiel die Wahl auf Köln?

Mein Co-Trainer Henrik Stridh und ich haben immer darüber gesprochen, irgendwann einmal im Ausland zu arbeiten. Das war eines unserer Ziele. Als die Kölner Haie auf uns zukamen, hatten wir sofort das Gefühl, dass das eine großartige Möglichkeit ist. Die Verantwortlichen haben uns gezeigt, wie sehr sie auf uns gesetzt haben. Die Entscheidung fiel uns leicht.

Sie hatten also das Gefühl, eine neue Herausforderung zu brauchen?

Ja. Ich hatte eine fantastische Zeit in Lulea. Es ist meine Heimatstadt und wird immer etwas Besonderes für mich sein. Aber ich wollte noch einmal etwas Neues erleben. 

Sie haben Köln schon kennengelernt. Wie waren Ihre ersten Eindrücke?

Wir waren einige Tage dort und haben uns die Stadt angesehen. Mir gefällt die Atmosphäre. Die Stadt hat ihren eigenen Charakter. Natürlich gibt es Menschen, die Berge bevorzugen oder andere Landschaften mögen. Aber wir freuen uns sehr darauf, nach Köln zu ziehen, die Stadt besser kennenzulernen und sie Schritt für Schritt zu entdecken.

Als wir in Köln waren, haben wir aber natürlich auch die Arena besichtigt. Sie ist riesig. Das war sehr beeindruckend.
Thomas Berglund über die Lanxess-Arena

Waren Sie schon einmal bei einem Eishockeyspiel in der Lanxess-Arena?

Nein, ich habe Kölner Spiele bisher nur im Fernsehen gesehen. Als wir in Köln waren, haben wir aber natürlich auch die Arena besichtigt. Sie ist riesig. Das war sehr beeindruckend. Für jeden Trainer und Spieler ist es etwas Besonderes, in einer so großen Halle vor so vielen Menschen spielen zu dürfen.

Welche Ihrer künftigen Haie-Spieler kennen Sie bereits?

Natürlich habe ich viele Spieler über die Jahre verfolgt. Juhani Tyrväinen kenne ich besonders gut. Ich habe vier Jahre lang mit ihm in Lulea gearbeitet. Er ist ein Charakterspieler, von dem man immer genau weiß, was man bekommt. Spieler wie ihn braucht jede erfolgreiche Mannschaft. Ich hätte ihn damals in Lulea gerne gehalten.

Kennen Sie auch Moritz Müller, den Haie-Kapitän?

Ja, und ich freue mich sehr, dass er noch eine weitere Saison spielen wird. Er wird für uns ein enorm wichtiger Spieler sein, da bin ich mir sicher. Ich kenne auch den Torhüter Janne Juvonen. Gegen ihn habe ich schon oft gecoacht, als er noch in Schweden spielte. Er hatte eine herausragende Saison. Natürlich hoffen wir, dass er dieses Niveau halten kann. Dann wird er wieder ein sehr wichtiger Faktor für uns sein.

Was möchten Sie aus dem schwedischen Eishockey nach Köln mitbringen?

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass die Mannschaft in der vergangenen Saison einen großartigen Job gemacht hat. Kari Jalonen und sein Trainerstab haben sehr gute Arbeit geleistet. Darauf wollen wir aufbauen. Gleichzeitig möchten wir unsere eigenen Ideen einbringen.

Für mich ist Klarheit sehr wichtig. Die Spieler müssen genau wissen, was wir von ihnen erwarten.
Thomas Berglund über seinen Coaching-Stil

Wie würden Sie Ihren Coaching-Stil beschreiben?

Wir wollen mit hohem Tempo spielen. Aber gleichzeitig müssen wir hart arbeiten und taktisch klug agieren. Für mich ist Klarheit sehr wichtig. Die Spieler müssen genau wissen, was wir von ihnen erwarten. Wenn ein Trainer nicht klar kommuniziert, entstehen Probleme. Wenn jeder seine Aufgabe kennt, kann sich die Mannschaft optimal entwickeln.

Mit welchem Ziel gehen Sie in Ihre erste Saison bei den Haien?

Die Haie haben sich als Spitzenteam in der DEL etabliert. Die Basis ist vorhanden. Wir haben fast dieselbe Mannschaft wie im vergangenen Jahr. Deshalb wollen wir die guten Dinge beibehalten und gleichzeitig einige neue Elemente hinzufügen, damit wir den nächsten Schritt machen können.

Was wissen Sie sonst über die DEL?

Ich denke, die Qualität der Liga ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Es gibt mehrere Mannschaften, die um den Titel spielen können. Berlin, Mannheim und Köln verfügen über viel Qualität. Das macht die Liga sehr interessant und zugleich sehr anspruchsvoll.

Die Haie hatten mit Hardy Nilsson einmal einen sehr erfolgreichen schwedischen Meistertrainer. Ist Ihnen sein Name ein Begriff?

Ja, natürlich. Ich kenne Hardy Nilsson. Als ich früher Assistenztrainer war, war er bereits eine bekannte Persönlichkeit im schwedischen Eishockey. Ich habe auch schon mit ihm gesprochen und kenne seine Geschichte. Er hat in Köln sehr erfolgreiche Arbeit geleistet.

Sie haben sogar schon einmal gegen die Haie gespielt – vor langer Zeit?

Ja, das stimmt. Mit Lulea. Das war 1988 bei einem Vorbereitungsspiel in Köln, in der alten Eishalle. Daran kann ich mich noch erinnern. Das ist natürlich schon sehr lange her.