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BasketballRheinstars Köln kämpfen nach Sieg bei den Bayer Giants Leverkusen um Playoff-Teilnahme

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Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA: Bayer Giants Leverkusen vs. RheinStars Koeln, 04.04.26 Leverkusen, 04.04.26 - Cedric Cezell Russell Jr. RheinStars Köln, 0 und Kobe Langley Bayer Giants Leverkusen, 8 während des Spiels der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA: Bayer Giants Leverkusen vs. RheinStars Koeln in der Ostermann Arena in Leverkusen. *** Barmer 2 Basketball Bundesliga ProA Bayer Giants Leverkusen vs RheinStars Koeln, 04 04 26 Leverkusen, 04 04 26 Cedric Cezell Russell Jr RheinStars Cologne, 0 and Kobe Langley Bayer Giants Leverkusen, 8 during the game of the Barmer 2 Basketball Bundesliga ProA Bayer Giants Leverkusen vs RheinStars Koeln at the Ostermann Arena in Leverkusen Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/LeahxKohringx

Cedric Russell (l.) von den Rheinstars Köln setzt sich gegen Kobe Langley von den Bayer Giants Leverkusen durch.

Nach dem 85:76 hat das Zweitliga-Team von Trainer Zoran Kukic den Klassenerhalt offiziell sicher und nur noch zwei Punkte Rückstand auf Rang acht.

Am Klassenerhalt der Rheinstars in der zweiten Basketball-Bundesliga gibt es schon lange keine Zweifel mehr, seit Samstagabend ist er auch offiziell. Nach dem 85:76 (46:38) im rheinischen Derby bei den Bayer Giants Leverkusen kann die Mannschaft von Trainer Zoran Kukic nicht mehr auf einen der beiden letzten Plätze rutschen.

In den ausstehenden vier Spielen der regulären Saison eröffnet sich den Kölnern stattdessen die Chance auf die kaum noch für möglich gehaltene Playoff-Teilnahme. Da sich der auf Platz acht liegende VfL Bochum in einem Formtief befindet, können die Rheinstars den Abstand von zwei Punkten mit einem Heimsieg am Sonntag gegen die ebenfalls um zwei Punkte besser notierten PSK Karlsruhe Lions (17 Uhr, Motorworld) egalisieren – falls Bochum am Samstag seine Partie gegen Gießen verlieren sollte. Zum Finale der Spielzeit folgen für die Rheinstars die Begegnungen in Gießen, gegen Nürnberg und in Kirchheim.

Haris Hujic und Cedric Russell dominieren bei den Rheinstars Köln aus der Distanz

Die Qualitäten eines Endrundenteilnehmers haben die Gäste vor 2200 Zuschauern in der Ostermann-Arena zumindest schon einmal angedeutet: Die Rheinstars benötigten für ihren Erfolg wenig spielerischen Glanz, es genügte ihnen, das Duell zu kontrollieren. Die Profis hielten sich diszipliniert an die von ihrem Coach vorgegebene Taktik, wie Kukic in seinem Resümee durchblicken ließ: „Wir wollten sicher spielen, das haben die Jungs gemacht. Wir haben uns wenige Ballverluste erlaubt und die Partie souverän zu Ende gespielt. Das hat mir gut gefallen.“

Nur wenige Minuten nach dem starken Leverkusener Start (14:7) übernahmen die Kölner die Führung und gaben sie auch in kritischen Phasen (57:56/30. Minute) nicht aus der Hand. Zu verdanken hatten die Rheinstars das in erster Linie Cedric Russell (21 Punkte) und Haris Hujic (20), die aus der Distanz dominierten. Hujic verwandelte gegen seinen ehemaligen Klub sechs Dreier, Russell vier. Der Unterschied zu den Giants lag aber nicht allein in der Qualität der Topscorer, entscheidend war auch der ausgeglichener besetzte Kader der Kölner. Während sich bei den Leverkusenern vor allem Dennis Heinzmann (20 Punkte) und Kobe Langley (15) gegen die Niederlage stemmten, punkteten beim Gewinner neben Russell und Hujic Kapitän Mike Miller (12), Björn Rohwer (10) sowie Kenny Baptiste (10/13 Rebounds) drei weitere Spieler zweistellig.

Darüber hinaus überzeugte Maximilian Begue in der Verteidigung, mit der er Langley weitgehend unter Kontrolle hielt. Das war nach Einschätzung von Michael Koch einer der wesentlichen Faktoren für den Erfolg der Rheinstars: „Bei uns konzentriert sich im Aufbau zu viel auf Kobe Langley“, bekannte der Giants-Coach. „Das haben die Gegner mittlerweile entschlüsselt und üben viel Druck auf ihn aus. Wenn er dann noch so bearbeitet wird wie heute und sein Gegenspieler nur ein einziges Foul bekommt, macht es das nicht leichter. Eine Mannschaft wie Köln hat da mehr Optionen.“

Derbysiege sind mit die schönsten. Wir sind glücklich über den Erfolg und den feststehenden Klassenerhalt. Die Mannschaft spielt seit Wochen stabil und hat sich belohnt
Stephan Baeck, Sportgeschäftsführer der Rheinstars Köln

Eine Einschätzung, der Kölns Sportgeschäftsführer Stephan Baeck nicht widersprechen wollte. Der 60-Jährige, der 1993 gemeinsam mit Koch und Leverkusens Sportdirektor Hansi Gnad mit der deutschen Nationalmannschaft den EM-Titel gewann, konnte angesichts des für ihn zufriedenstellenden Ergebnisses über das nicht jederzeit hohe Niveau hinwegsehen. „Es war von beiden Mannschaften kein gutes Spiel“, meinte Baeck. Aber: „Derbysiege sind mit die schönsten. Wir sind glücklich über den Erfolg und den feststehenden Klassenerhalt. Die Mannschaft spielt seit Wochen stabil und hat sich belohnt.“

Rheinstars Köln: Russell (21), Hujic (20), Jordan (12), Rohwer (10), Baptiste (10), Günther (6), Begue (4), Paige (3), Elisias, Onyejika, Watson. – Bayer Giants: Heinzmann (20), Langley (15), Brach (8), Urbansky (8), Wur (7), Williams (7), Nicholas (5), Kahl (3), Lynch (3), Nita.