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2:0-Erfolg im EndspielBlau-Weiß Köln ist Kreispokalsieger

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Blau-Weiß Köln jubelt nach dem Gewinn des Kreispokals.

Maik Spiekermann und Jonas Baier treffen gegen die Spielvereinigung Rheindörfer Nord für das Team von Sven Henke.

Der Pokalsieger im Fußballkreis Köln heißt Blau-Weiß Köln. Im Endspiel setzte sich die Mannschaft von Sven Henke am Sonntagnachmittag auf der Sportanlage des CfB Ford Niehl gegen die Spielvereinigung Rheindörfer Nord mit 2:0 (0:0) durch. Das Spiel um Platz drei hatte Germania Ossendorf wenige Tage zuvor gegen den SV Westhoven-Ensen mit 3:2 für sich entschieden. Das Quartett ist für den Mittelrheinpokal qualifiziert.

„Wir haben richtig Bock. Und natürlich wollen wir das Spiel für uns entscheiden“, hatte Henke unmittelbar vor dem Anpfiff erklärt und bereits einen kurzen Ausblick auf die nächste Spielzeit gegeben, in der er bei Blau-Weiß als Sportlicher Leiter für den Seniorenbereich fungieren wird. Daniel Hubert wird die Nachfolge Henkes antreten.

Blau-Weiß Köln fehlt es an Tempo und Inspiration

Von besonderer Lust seines Teams war im letzten Pflichtspiel der Saison zunächst aber nur wenig zu spüren. Blau-Weiß Köln wirkte behäbig, beinahe pomadig. Den Ballpassagen fehlten gleichermaßen Tempo, Präzision und Inspiration. Chancen gab es folglich nur wenige.

Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs für Blau-Weiß hatte bezeichnenderweise Innenverteidiger Tilman Demmer (33.), der Rheindörfer-Keeper Maximilian Reuten mit seiner sehenswerten Direktabnahme aus 20 Metern zu einer Glanzparade zwang. Ansonsten blieb das Plus an Ballbesitz für den Landesligisten eine brotlose Angelegenheit.

Deutlich gefälliger – gleichwohl ebenso ineffizient – wirkte die Spielvereinigung, die ihre Umschaltsituationen aber durchaus mit einer gewissen Vehemenz versah, allerdings bei sämtlichen Torannäherungen glücklos blieb. Allein Marcel Dawidowski, für den Bezirksligisten mit 14 Treffern und neun Vorlagen in der Meisterschaft mit großem Abstand bester Scorer, hätte das Endspiel schon in den ersten 45 Minuten in eine andere Richtung lenken können. Die Versuche des 31-jährigen Angreifers (10./27./38./44.) verfehlten jedoch durchweg ihr Ziel. „Da haben wir Glück gehabt“, gestand Henke.

Erst mit Wiederbeginn entwickelte der Landesligist aus dem Kölner Westen eine spürbare Dominanz, ohne wirklich zu glänzen, während die Merkenicher um Trainer Sebastian Tillmann sich zusehends und fast ausschließlich mit Defensivaufgaben konfrontiert sahen. Vor allem das Duell zwischen Dawidowski, der weiterhin und unentwegt von seinen Mitspielern im Angriffszentrum gesucht wurde, und dessen Gegenspieler Tilman Demmer stand im Mittelpunkt. Mit dem besseren Ende für den ebenso schnellen wie spielgewandten Demmer, der das direkte Duell als klarer Punktsieger beendete.

In der Folge verflachte das Endspiel. Der Spielvereinigung Rheindörfer Nord aus dem Stadtteil Merkenich fehlten bei aller Leidenschaft vor allem Energie und Mittel, während Blau-Weiß Köln unentwegt, allerdings nicht sonderlich ideenreich und weiterhin vergeblich die entscheidende Lücke suchte. Die fand schließlich Maik Spiekermann (81.), als er ein gelungenes Zuspiel des agilen Niklas Lohrer zur Führung nutzte.

Spiekermann (87.) verpasste kurz darauf die Entscheidung, als er das leere Tor aus kaum mehr als fünf Metern verfehlte. Nur Sekunden später verabschiedete sich der erst nach etwas mehr als einer Stunde eingewechselte Dennis Kuhn (88.) mit der Roten Karte. Der ausgezeichnete Unparteiische Nils Leichert hatte offenbar ein grob widriges Vergehen des Rheindörfers erkannt.

Die Rheindörfer haben alles aufgeboten, was geht. In der Halbzeit haben wir die Köpfe zusammengesteckt, sind geduldig geblieben und haben bewiesen, dass wir aus wenig viel machen können
Sven Henke, Trainer von Blau-Weiß Köln

In den turbulenten Schlussminuten, in denen die Merkenicher alles auf eine Karte setzten, gerieten noch einmal Demmer und der eingewechselte Manuel Montag aneinander – beide sahen die gelbe Karte. Montag wird den Klub offenbar in Richtung Weiler-Volkhoven verlassen.

Davon unbeirrt blieb Jonas Baier bei seinem Kurzauftritt, als er in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand traf und für sein Team ein Jahr nach der Pokalschmach gegen die SV Deutz 05 den Titel festmachte. Baier wechselt zum CfB Ford Niehl. „Die Rheindörfer haben alles aufgeboten, was geht. In der Halbzeit haben wir die Köpfe zusammengesteckt, sind geduldig geblieben und haben bewiesen, dass wir aus wenig viel machen können“, so das Fazit von Henke, der explizit die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Assistenten Maximilian Sternberg herausstellte.