Der Saisonstart wird ohne Christoph Greger stattfinden. Der Innenverteidiger wurde in der Sommerpause operiert.
Greger fällt weiter ausViktoria Köln und das Warten auf den Kapitän

Fällt weiter aus: Viktoria-Kapitän Christoph Greger
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Die Vorbereitung des FC Viktoria Köln auf die neue Saison ist auf der Schlussgeraden. Am Samstag (12 Uhr) tritt der Höhenberger Drittligist zur Generalprobe beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich an, Trainer Marian Wilhelm will eine Woche vor dem Meisterschaftsstart gegen Jahn Regensburg (8. August, 14 Uhr, Sportpark Höhenberg) seine A-Formation testen. Am Sonntag (14 Uhr) sollen die Reservisten gegen den Südwest-Regionalligisten 1. FC Kaiserslautern II Spielpraxis bekommen. „Wir wollen unsere Inhalte und viel Energie auf den Platz bringen, an den letzten Stellschrauben drehen“, sagt Wilhelm. „Zuletzt lag der Fokus im Training nochmal ein bisschen mehr auf der Defensive.“
Weder beim ersten noch beim zweiten Test dabei ist der zentrale Baustein der Abwehr, der Kapitän. Christoph Greger hat nach wie vor keine Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert. „Es blutet mir das Herz, wenn ich die Jungs auf dem Platz sehe“, berichtet der Abwehrchef im Gespräch mit dieser Zeitung. In der vergangenen Saison hatte der 29-Jährige fast die gesamte Rückrunde aufgrund von langwierigen Rückenproblemen verpasst – erst am letzten Spieltag feierte er sein Comeback.
Eingriff am Sprunggelenk
Eigentlich ein gutes Vorzeichen für eine folgende Sommervorbereitung. Doch nicht so bei Greger. „Der Verein und ich haben uns gemeinsam für einen Eingriff am Sprunggelenk entschieden. Da hatte ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder Probleme“, sagt Greger. „Damit wollen wir die Basis für eine stabile Saison legen.“ Derzeit absolviert der Innenverteidiger Reha-Einheiten, zuletzt ging es vom Kraftraum auf die Laufbahn. „Mir geht es besser, ich mache Fortschritte. Aber ich benötige noch etwas Zeit“, so Greger – einen genauen Zeitplan bis zum Comeback gibt es nicht. Sollte sich der Routinier zu sehr unter Druck setzen, könnte das zu Rückschlägen führen. „Wir hoffen, dass er uns zeitnah wieder zur Verfügung steht“, sagt Trainer Wilhelm. „Man hat in der letzten Saison schon gesehen, dass er uns gefehlt hat.“
Trotz der langwierigen Verletzungen bestätigte der Coach den Verteidiger kürzlich im Kapitäns-Amt. Nach den Abgängen von Lars Dietz und Simon Handle wurden seine Stellvertreter neu bestimmt: David Otto und Taylan Duman. „Greg soll sich aktuell natürlich auf seine Reha konzentrieren. Aber er schafft es auch immer wieder darüber hinaus, dem Team enorm viel zu geben. Darum ist er so ein guter Kapitän“, lobt Wilhelm.
David Otto und Taylan Duman die neuen Stellvertreter
Den Mannschaftsrat komplettieren Arne Schulz, Marco Pledl und Meiko Sponsel. „Für uns bedeutet Führung nicht der lauteste zu sein, sondern das Team mitzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und in entscheidenden Momenten den ersten Schritt zu machen. Genau diese Eigenschaften bringen unsere Kapitäne Greg, Dave und Tay sowie die weiteren Mitglieder des Mannschaftsrates Arne, Marco und Meiko mit. Sie genießen das Vertrauen innerhalb der Mannschaft und verkörpern die Werte, für die unser Verein steht: Bodenständigkeit, Leistungsbereitschaft und Zusammenhalt“, so Wilhelm.
Greger stimmt zu: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis der Wahl. Die Jungs haben sich ihre Plätze durch ihre sportlichen Leistungen und ihr Verhalten außerhalb des Platzes mehr als verdient“. Zum Liga-Auftakt gegen Regensburg wird Stürmer Otto die Viktoria als Kapitän aufs Feld führen.
Greger selbst bleibt vorerst weiter nur die Rolle des Beobachters und des Ratgebers. „Ich versuche, möglichst viel vom Training zu sehen, dazu natürlich jedes Testspiel. Für mich ist das sehr wichtig, um mit den Jungs im Austausch zu bleiben und ihnen Feedback zu geben, was man vielleicht noch besser machen kann“, berichtet Greger. „Dazu bin ich natürlich im Austausch mit dem Trainerteam. Insgesamt versuche ich, der Mannschaft trotz Verletzung maximal zu helfen.“
Seine Kollegen sieht der Kapitän kurz vor dem Saisonstart auf einem guten Weg. „Wir haben viele wichtige Schritte gemacht und haben bereits gemerkt, welches Potenzial dieses Team hat“, lobt er. „Trotzdem dürfen wir uns von den guten Testspielergebnissen nicht blenden lassen und müssen weiter hart an uns arbeiten. Wie weit wir letztendlich sind, werden wir spätestens gegen Regensburg sehen.“ Sorgen um die Viktoria-Defensive ohne ihn macht sich Greger nicht. „Ich bin mir sicher, dass die Jungs auch ohne mich einen sehr guten Job machen werden.“

