Köln – Wenn sie noch in das Rennen um einen Playoff-Platz eingreifen wollen, müssen die Cologne Centurions in der zweiten Saisonhälfte der European League of Football (ELF) eine Siegesserie starten.
Am Sonntag (ab 15 Uhr, live bei ProSieben Maxx) stehen die Kölner beim Griff nach dem letzten Strohhalm vor einer schwierigen Aufgabe bei Angstgegner Frankfurt Galaxy. Die Gastgeber wollen ebenfalls gewinnen, um ihre Chancen auf die Titelverteidigung zu wahren.
Die Kölner Statistik ist ernüchternd
Kölns Headcoach Frank Roser und sein Trainerteam sind nicht zu beneiden. Gegen eine Aufholjagd der Centurions spricht schließlich nicht nur die schlechte Bilanz gegen die Galaxy mit insgesamt fünf Niederlagen in Folge – vier Spiele in der Liga und das Halbfinale 2021 gingen verloren.
Die Hessen gelten zudem als heimstark und gewannen sieben ihrer acht letzten Begegnungen vor eigenem Publikum. Die Kölner Statistik in der Ferne ist mit fünf Niederlagen in den letzten fünf Auswärtsspielen dagegen eher ernüchternd.
Cologne Centurions vermelden weitere Ausfälle
Auch die Personalsituation der Centurions hat sich keineswegs entspannt. Nach sechs von zwölf Spieltagen ist das Lazarett gut gefüllt und verschärft die Lage bei dem seit fünf Spieltagen sieglosen Team. Unter der Woche gab es in Kicker Justin Wiedelbach zwar einen Zugang, aber auch weitere Ausfälle zu vermelden: Für die beiden verletzten Offense-Line-Spieler Anton Glusancov und Kevin Foitzik ist die Saison vorüber.
Auf der Liste der angeschlagenen Akteure, die nicht dem Spieltagkader angehören, stehen Mark Scherenberg, Maximilian Oebels, Arkady Naus, Ibrahim Eldewieh, Dany Lamy und Marius Kensy.
Der Trend der Kölner Defensive ist positiv
Ob der zuletzt ebenfalls angeschlagene Quarterback Jan Weinreich in Frankfurt startet, oder Alexander Frisch von Beginn an die Fäden im Angriff zieht, ließen die Centurions offen. Vergangene Woche kam es gegen Rhein Fire nach der Pause zum Wechsel auf der Schlüsselposition – und zu einer Wachablösung an der Spitze der Spielmacher-Statistik in der ELF. Letztere führte Jan Weinreich lange Zeit an, doch inzwischen hat Barcelonas Quarterback Zach Edwards (1718 Yards) den Kölner (1672 Yards) überholt.
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Wenigstens ein Trend zeigte bei den Centurions zuletzt etwas nach oben: Die viel gescholtene Defensive, die in allen Statistiken die zweitschlechteste Abwehr der zwölf Teams der ELF stellt, erlaubte dem Angriff von Rhein Fire bei der 3:17-Niederlage nur einen Touchdown.
In Frankfurt wartet mit der Offensive um Vorjahres-MVP Jakeb Sullivan allerdings ein anderes Kaliber als in der Vorwoche. Eine ähnliche Leistung wie bei der 12:48-Hinspielniederlage vor drei Wochen im Südstadion dürfen sich die Kölner in der PSD-Bank-Arena zweifellos nicht erlauben.



