Die DFB-Frauen lösen in Köln vorzeitig das WM-Ticket. Debütantin Müller glänzt, doch eine Meldung um Laura Freigang trübt die Freude.
DFB-Frauen jubeln in Köln2:0-Sieg gegen Norwegen sichert vorzeitig das WM-Ticket

Drei Tickets nach Brasilien, bitte: Sjoeke Nüsken (l), Carlotta Wamser (M) und Klara Bühl.
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WM-Qualifikation in Köln: DFB-Team löst Ticket, Müller glänzt bei Premiere. Die deutsche Auswahl hat die Teilnahme an der WM 2027 vorzeitig gesichert. In Köln überzeugte eine neue Spielerin, während eine Meldung abseits des Platzes für Aufsehen sorgte.
Mit einem 2:0-Erfolg über Norwegen hat die Frauen-Nationalelf Deutschlands die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien perfekt gemacht. Die Entscheidung im vorletzten Qualifikationsspiel fiel vor 33.425 Zuschauern in der Domstadt durch Tore von Debütantin Marie Müller in der 18. Minute und Carlotta Wamser in der 27. Minute. Diese Leistung führte zu spürbarer Erleichterung im Team. Torschützin Wamser äußerte: „Jetzt ist ordentlich Druck abgefallen, wir haben das WM-Ticket gelöst und das ist alles, was wir wollten“.
Ihren Treffer kommentierte Wamser nüchtern, sie habe „einfach blind aufs Tor geschossen, war dann ganz gut am Ende.“ Ihre Teamkollegin Marie Müller zeigte sich ebenfalls begeistert von ihrem gelungenen Debüt mit Treffer. Die bevorstehende WM in Südamerika stellte für Wamser einen zusätzlichen Motivationsfaktor dar: „Brasilien, da wollte ich eh schon immer mal hin, zwar zum Urlaub machen, aber jetzt natürlich zum Fußballspielen.“
Nüsken als Kapitänin: Lob für die Mannschaftsentwicklung
Die erfahrene Innenverteidigerin Kathrin Hendrich fasste zusammen: „Kein Gegentor, tolle Atmosphäre in Köln, wir sind überglücklich.“ Sjoeke Nüsken, die erstmalig die Mannschaft als Kapitänin auf das Spielfeld führte, wertete die frühe Qualifikation als Zeichen für den Fortschritt des Teams. „Dass wir es vorzeitig geschafft haben, zeigt auch, was wir wieder einen guten Schritt in diesem Jahr gemacht haben“, erklärte Nüsken.
Auch Bundestrainer Christian Wück hat maßgeblichen Anteil an der gelungenen Qualifikation mit 13 von 15 möglichen Zählern. Seine Strategie, kontinuierlich neue Talente zu erproben, erwies sich einmal mehr als richtig. „Sie hat Gott sei Dank einfach das bestätigt, was wir von ihr erwartet haben“, sagte Wück anerkennend über die Debütantin Müller. „Sie fordert Bälle, sie positioniert sich gut, sie hat eine unheimlich gute Technik.“

Es «müllert» wieder beim DFB: Marie Müller krönte ihr Debüt mit dem Tor zum 1:0.
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Müller nach Premierentor: Ein „unglaubliches Gefühl“
Müller, 25 Jahre alt und bei Portland in den USA unter Vertrag, ist die zwölfte Debütantin in der Ära von Wück, die im Oktober 2024 startete. „Unglaubliches Gefühl“, sagte Müller nach der Partie. „Ich muss erstmal in die Kabine, einmal runterfahren, alles sacken lassen.“
Es handelte sich um eine bemerkenswerte Rückkehr für die ehemalige Bundesligaspielerin des SC Freiburg, die sich Anfang 2025 während des DFB-Trainings einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Ihr Treffer zum 1:0 krönte eine beeindruckende Premiere im Nationaltrikot. „Da hatte ich nicht viel zu sagen. Sie wusste oft, wo sie zu stehen hat“, lobte ihre Defensivkollegin Hendrich die Performance der rechten Außenverteidigerin.

Antreiber von außen: Bundestrainer Christian Wück.
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Ehre für Müller: Einsatz mit Gwinns Trikotnummer
„Ich war nervös“, räumte Müller ein, konnte die Partie schlussendlich aber „genießen“. Sie lief mit der Rückennummer sieben auf, die üblicherweise für die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn reserviert ist. „Giuli ist eine tolle Spielerin, ist die Kapitänin, deshalb war es eine Ehre, die sieben heute tragen zu dürfen“, sagte die in Dortmund geborene Spielerin.
Nüsken sah den Erfolg ohne Leistungsträgerinnen wie Gwinn, Franziska Kett oder Janina Minge als Beweis für die Tiefe des Kaders. „Wir haben es generell gezeigt, dass viele, die jetzt auch wieder zurück sind, einfach sofort da waren, und das zeichnet die Mannschaft auch aus.“ Diese Einschätzung teilte Hendrich: „Ich glaube, dass wir eine Riesenqualität auch in der Breite haben.“
Causa Freigang: Keine Stellungnahme des DFB
Getrübt wurde die positive Stimmung durch die Causa Laura Freigang. Während der Begegnung gab die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) bekannt, ein Verfahren gegen die 44-fache Nationalspielerin von Eintracht Frankfurt eingeleitet zu haben, die nicht zum derzeitigen Aufgebot zählt. Der Grund sei ein Verstoß gegen die Meldepflichten. Weder Bundestrainer Wück noch der Verband gaben nach der Partie eine konkrete Äußerung ab.

Verpasste Dopingtests: Der Fall Laura Freigang sorgt für Unruhe. (Archivbild)
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Die 28-jährige Freigang soll nach Auskunft der NADA binnen eines Jahres dreimal nicht am gemeldeten Ort für eine Kontrolle verfügbar gewesen sein. Der Offensivspielerin droht aufgrund dieser drei versäumten Tests eine Suspendierung, die üblicherweise zwei Jahre andauert. Unter Dopingverdacht steht Freigang jedoch nicht; Medieninformationen zufolge waren alle ihre bisherigen Proben negativ. (dpa/red)
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