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Dritte LigaViktoria Köln befördert den SSV Ulm in die Regionalliga

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Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, Donaustadion Ulm, 36. Spieltag, SSV Ulm 1846 Fußball - FC Viktoria Köln, 02.05.2026 02.05.2026, Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, Donaustadion Ulm, 36. Spieltag, SSV Ulm 1846 Fußball - FC Viktoria Köln, v.l. 7 Simon Handle Viktoria Köln, 11 Dennis Chessa SSV Ulm 1846 Fußball Ulm Donaustadion Baden-Württemberg Deutschland *** Football, Season 2025 2026, 3 Liga, Donaustadion Ulm, 36 Matchday, SSV Ulm 1846 Football FC Viktoria Köln, 02 05 2026 02 05 2026, Football, Season 2025 2026, 3 Liga, Donaustadion Ulm, 36 Matchday, SSV Ulm 1846 Football FC Viktoria Köln, v l 7 Simon Handle Viktoria Köln , 11 Dennis Chessa SSV Ulm 1846 Football Ulm Donaustadion Baden Württemberg Germany

Simon Handle (links) und David Otto (hinten) bearbeiten den Ulmer Dennis Chessa.

Die personell geschwächten Höhenberger setzen sich 2:0 gegen die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev durch.

Mit kontrollierter Freude nahm Marian Wilhelm den 2:0 (0:0)-Sieg seines FC Viktoria Köln beim SSV Ulm zur Kenntnis. Der Trainer hätte dabei allen Grund zum Jubeln gehabt: Der Höhenberger Drittligist hatte am Samstag die 50-Punkte-Marke geknackt, durch ein engagiertes Auswärtsspiel mit einer effizienten zweiten Hälfte – absolviert von einer personell gebeutelten Mannschaft. Doch durch das Ergebnis hatte die Viktoria den Ulmer Abstieg in die Regionalliga besiegelt. Und die Rettungsmission von Pavel Dotchev, dem nach wie vor in Köln sehr geschätzten Drittliga-Rekordcoach, endgültig scheitern lassen. Für die Spatzen geht die Achterbahnfahrt der vergangenen Jahre weiter: Drittliga-Aufstieg 2023, Zweitliga-Aufstieg 2024, Zweitliga-Abstieg 2025, Drittliga-Abstieg 2026. In der Regionalliga Südwest wird es nun einen Ulmer Neuaufbau geben – ohne Trainer Dotchev.

Allerdings war seine Mannschaft offenbar ohne den Glauben an die kleine Chance auf den Klassenverbleib ins Spiel gegangen. Von Aufbäumen und Angriffslust war keine Spur. Ulm bekam offensiv kaum etwas auf die Reihe. Die Kölner, die auf Lars Dietz, Tim Kloss, Meiko Sponsel, Benjamin Zank, Yannick Tonye und Kapitän Christoph Greger verzichten mussten, hatten die Partie im Griff und kamen durch Außenstürmer Robin Velasco in der 29. Minute zu ihrer besten Chance, Christian Ortag im Tor der Ulmer entschärfte den Versuch.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Leonhard Münst (47.), Taylan Duman (58.) und David Otto (62.) vergaben weitere Möglichkeiten – ehe sich die Viktoria belohnen konnte. In der 72. Minute machte Otto im Strafraum einen Ball fest und bediente Münst, der abgefälschte Schuss des Regisseurs landete zum 1:0 im Netz. Wenig später bewies Trainer Marian Wilhelm ein glückliches Händchen: Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung traf Soichiro Kozuki nach einer Flanke von Simon Handle per Kopf zum 2:0-Endstand (81.). Die Viktoria feierte mit den mitgereisten Fans, die Ulmer mussten den sich schon länger andeuteten Abstieg akzeptieren. „Der Sieg hat brutal gutgetan. Wir wollen uns für den ganzen Aufwand, den wir in der Saison betrieben haben, noch weiter belohnen“, sagte Münst.

Viktorias zweite Garde liefert

Handle, der die Mannschaft in Abwesenheit von Greger und Dietz als Kapitän aufs Feld geführt hatte, fand viel Lob für die zweite Reihe, die sich in Ulm beweisen durfte. „Ich bin stolz, wie die Jungs aufgetreten sind. Gerade die, die in den letzten Wochen und Monaten nicht viele Minuten sammeln konnten.“ Exemplarisch dafür ist Joel Agyekum, die Verteidiger-Leihgabe des Hamburger SV. Der 21-Jährige musste sich über die Saison hinweg mit der Rolle des Backups für Greger, Dietz, Kloss, Sponsel und auch Verthomy Boboy zufriedengeben. Gegen Ulm feierte er seine Startelf-Premiere – und blieb quasi fehlerfrei. „Großer Respekt, wie die Jungs gespielt haben. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, lobte auch Münst.

Viktoria Köln: Schulz - Boboy (89. Popp), Eisenhuth, Agyekum - Velasco (80. Kozuki), Duman (65. Engelhardt), Münst (80. Ronstadt), Handle - Wolf, Otto - Sachse (65. Vega Zambrano). – Tore: 0:1 Münst (72.), 0:2 Kozuki (81.).