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Ein hartes Stück ArbeitKölner Haie schlagen Straubing Tigers

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Eishockey-Spieler im Zweikampf auf dem Eis.

Kölner Haie gegen Straubing Tigers am 28.12.2022 in der Lanxess Arena in Köln.

Nach dem 5:3 in Wolfsburg punkteten die Kölner Haie in der DEL ein weiteres Mal – diesmal gegen die Straubing Tigers. Eine starke Motivation für das kommende Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Sind sie nun auf dem Sprung oder kurz vor dem Absturz? Diese Frage beantworteten die Kölner Haie im 33. Spiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erstmal positiv. Nach dem 5:3 in Wolfsburg schlugen sie mit den Straubing Tigers einen weiteren Top-Sechs-Konkurrenten in der Lanxess-Arena mit 2:1 (1:0,0:0,1:1). „Das war ein hartes Stück Arbeit“, stellte Stürmer Alexander Oblinger klar, „die ganze Mannschaft durfte nie einen Meter zurückweichen, weil Straubing ein schwieriger Gegner ist.“

Dass die Hausherren einen Goalie-Wechsel vornehmen mussten, weil Oleg Shilin am zweiten Weihnachtsfeiertag leicht angeschlagen aus dem Wolfsburg-Spiel gegangen war, fiel nicht negativ ins Gewicht. Vielmehr trat Mirko Pantkowski bei einer Doppelchance für Travis St. Denis gleich positiv in Erscheinung. In Zusammenarbeit mit Jan-Luca Sennhenn entschärfte er St. Denis‘ Alleingang und nach Sennhenns Stockschlag auch den fälligen Penalty (1.). Im weiteren Verlauf des Startdrittels arbeitete sich der KEC mit den Rückkehrern Moritz Müller (genesen) und Zach Sill (abgelaufene Sperre) gut in die Partie und brachte mehr Schüsse aufs Tor (11) als der Gegner (9).

„Das war ein hartes Stück Arbeit – die ganze Mannschaft durfte nie einen Meter zurückweichen, weil Straubing ein schwieriger Gegner ist.“
Alexander Oblinger, Stürmer

Weil beide Teams offensiv noch kein volles Risiko gingen und defensiv konsequent agierten, waren Großchancen zwar Mangelware. Das Heimteam ging dank eines starken ersten Powerplays trotzdem mit einer Führung in die Pause: David McIntyre brachte die Scheibe von links gefährlich vor den Tigers-Kasten und Jason Bast gab dem Puck den entscheidenden Touch (18.). Mit dem 1:0 im Rücken konnten die Haie das intensive Duell selbstbewusst fortsetzen, obwohl Straubing mit viel Schwung aus der Kabine kam. Die Hausherren konterten zwar zu unpräzise, waren aber defensiv gegen St. Denis, Taylor Leier und Co. hellwach. Eins ums andere Mal konnten sie sich auf Pantkowski verlassen. Obwohl dieser vier Spiele pausiert und zuletzt beim 2:3 im Derby gegen die DEG zwischen den Pfosten gestanden hatte, entschärfte er die Großchance von Tim Brunnhuber mit dem rechten Schoner ebenso (25.) und den Shorthander von JC Lipon mit der Fanghand (34.).

Nick Bailen holt mit zehntem Saisontreffer die drei Punkte

Dass das Mitteldrittel torlos blieb, lag auch an der unglücklichen Chancenverwertung auf der Gegenseite. Kölns Andreas Thuresson hatte Aluminium-Pech (34.) und Nick Bailen hätte zwei Mal treffen können (37.). Zu Beginn des letzten Drittels schockte Marcel Brandt den KEC dann mit einem Distanztreffer in Überzahl zum 1:1 (42.). Elf Minuten später wurde wieder das Specialteam der Haie und Nick Bailen wichtig: Ausgerechnet der Offensiv-Verteidiger überwand Straubings Goalie mit einem sehenswerten Distanzschuss rechts oben zum 2:1 (53.). Der 33-jährige US-Amerikaner hatte seinen Vertrag an Weihnachten bis 2026 verlängert und klargestellt, dass er in Köln früher oder später um den DEL-Titel spielen will. Wie zum Beweis für diese These besorgte Bailen mit seinem zehnten Saisontreffer die wichtigen drei Punkte gegen den Tabellensechsten.

Am Freitag haben die Haie bei den Nürnberg Ice Tigers die Chance auf den dritten Sieg in Folge. Zum Jahresausklang wäre das für den Tabellenachten ein Novum.

Kölner Haie: Pantkowski; Sennhenn, Austin; Bailen, Stanton; Dietz, Müller; Baptiste, McIntyre, Bast; Thuresson, Aubry, Kammerer; Üffing, Matsumoto, Olver; Oblinger, Sill, Proft; Glötzl. – SR: Ansons/Rohatsch.

Zuschauer: 16 472.

Tore: 1:0 Bast (17:25/McIntyre, Dietz/PP1), 1:1 Brandt (41:01/PP1), 2:1 Bailen (52:54/Sill/PP1).

Strafminuten: Köln 10, Straubing 10.