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Dritte LigaAl Ghaddioui zeigt Nerven – Fortuna Köln rutscht tiefer in die Krise

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3. Liga, Fortuna Köln - FC Würzburger Kickers 31.10.2026 Hamadi Al Ghaddioui Fortuna Köln, 18 hadert nach seinem verschossenen Elfmeter. 3. Liga, Fortuna Köln - FC Würzburger Kickers, 12. Spieltag, am 31.10.2026, Südstadion, Köln. DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video *** 3rd Division, Fortuna Cologne vs. FC Würzburger Kickers, October 31, 2026. Hamadi Al Ghaddioui of Fortuna Cologne, 18, is frustrated after missing his penalty kick. 3rd Division, Fortuna Cologne vs. FC Würzburger Kickers, Matchday 12, on October 31, 2026, Südstadion, Cologne. DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Meuselx

Hamadi Al Ghaddioui trauert seiner vergebenen Großchance nach.

Der Südstadt-Klub wartet weiter auf seinen ersten Heimsieg. Gegen die Würzburger Kickers kassiert das Team trotz zweier Elfmeter ein 1:2.

Der SC Fortuna Köln ist erneut an sich selbst gescheitert. Eigentlich wollten die Fußballer aus der Südstadt am Samstagabend, unter Flutlicht im Südstadion, den Befreiungsschlag gegen die Würzburger Kicker schaffen. Der Drittliga-Aufsteiger konnte den Fortuna Eagles, die als älteste Ultra-Gruppierung Deutschlands ihren 40. Geburtstag mit einer Choreo gefeiert hatten, aber nicht den ersten Heimsieg der Saison schenken. Und das trotz zweier Elfmeter und klaren Feldvorteilen in Halbzeit zwei. Nach dem 1:2 (1:1), der nun vierten Niederlage in Folge, steht Matthias Minks Mannschaft auf dem vorletzten Platz und muss nach einem Drittel der Saison dringend Lösungen für ihre Sturmflaute finden.

„Uns haben in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft und die nötige Konsequenz in der Box gefehlt“, lautete das Statement des Cheftrainers, der so oder so ähnlich schon die vorherigen Pleiten in Essen, gegen Stuttgart II und bei Preußen Münster erklären musste. Um die Trendwende im Kellerduell zu schaffen, hatte er mit Hamadi Al Ghaddioui und Nico Thier zwei neue Offensivspieler in die Startelf beordert. „Die Idee war, auf der Zehnerposition mit Nico ebenfalls mit Tiefgang zu agieren“, erklärte der 59-jährige Übungsleiter und ergänzte: „Gleichzeitig sollte Hamadi von der zentralen Sturmposition eher entgegenkommen, Bälle festmachen und weiterleiten.“

Al Ghaddioui verschießt Foulelfmeter

In der Anfangsphase verpufften diese Ideen aber. Gegen den tief verteidigenden Tabellen-15. tauchte einzig Seymour Fünger nach einem Eckstoß gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Der Innenverteidiger scheiterte aber an Marko Rajkovacic. Später sollte der Kickers-Keeper auch noch andere Kölner zur Verzweiflung bringen. Das erste Gegentor handelte sich die Fortuna nach einem Patzer von Rechtsverteidiger Georg Strauch im Spielaufbau ein: „Dieser Ballverlust darf so nicht passieren“, ärgerte sich Mink. Den Würzburger Konter, bei dem Tarsis Bonga den rechts einlaufenden Pedro Muteba freispielen und dieser flach zum 1:0 treffen konnte, wollte der Trainer schnell vergessen (26.).

Und er hätte auch einen größeren Haken hinter Strauchs Aussetzer machen können, wenn seine Stürmer gegen Ende der ersten Halbzeit treffsicherer gewesen wären. Der erneut rechts in der Mittelfeld-Raute aufgebotene Timo Bornemann zog gegen Ebraihim Farahnak geschickt den ersten Foulelfmeter. Diesen verwandelte Romeo Aigbekaen mit etwas Glück im linken Eck (44.). Keine Minute nach seinem 1:1 kam der Torschütze im Zweikampf mit Farahnak zu Fall und Schiedsrichter Leonidas Exuzidis zeigte erneut auf den Punkt. Dieses Mal trat nicht der gefoulte Aigbekaen, sondern Al Ghaddioui an und scheiterte im linken Eck an Rajkovacic (45.+3). „Warum Hamadi den zweiten Elfmeter übernommen hat und Romeo nicht erneut angetreten ist, kann ich nicht genau sagen“, gab Coach Mink zu. Möglicherweise sollte ein neuer Impuls gesetzt werden, da der Torhüter beim ersten Elfmeter in der richtigen Ecke unterwegs war, fügte er an.  Wohl wissend, dass die 2:1-Führung dem eigenen Spiel „sehr gutgetan“ hätte.

Am Samstag geht es nach Mannheim

So mussten seine Profis nach dem Seitenwechsel weiter anrennen. Die Einwechslungen, insbesondere von Bennit Bröger, brachten zwar Schwung, aber eben nicht den entscheidenden Punch. Diesen setzte Würzburgs Bonga nach einem Eckstoß von Joker Ivan-Leon Franjic per Kopf zum 2:1 (72.). Der Bruder des deutschen Basketball-Weltmeisters Isaac Bonga avancierte zum Matchwinner.

Minks Team hätte in der Schlussoffensive durch Aigbekaen (79.), sowie die eingewechselten Jannik Mause (82.) und Enzo Wirtz (89.) zum 2:2 kommen können. „Fußball funktioniert aber nun einmal so: Viel Einsatz allein reicht nicht. In den entscheidenden Momenten musst du auch die nötige Qualität entwickeln“, zog der Coach des Vorletzten sein Fazit. Die im Südstadion weiter sieglosen Kölner hoffen nun auf ihre Auswärtsstärke. Kommenden Samstag soll es bei Waldhof Mannheim (14 Uhr) so laufen, wie schon in Verl und Havelse. Nur ein Sieg kann die Position des Trainers, der Mannschaft und des gesamten Vereins stärken.