Der 28-jährige Defensiv-Allrounder ist bei Trainer Matthias Mink als Rechtsverteidiger eingeplant.
Sechster Zugang des DrittligistenJasper Löffelsend wechselt zu Fortuna Köln

Jasper Löffelsend (r.) sammelte unter anderem in den USA Erfahrung,bevor er zu Fortuna Köln wechselte.
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Jasper Löffelsend bringt eine neue Facette in den Kader des SC Fortuna Köln. Der sechste Neuzugang des Drittliga-Aufsteigers hat mehr Erfahrung als die bisher verpflichteten Talente Bennit Bröger, Kevin Krumme (beide SC Paderborn), Romeo Aigbekaen (FC St. Pauli), David Savic und Ben Zich (beide Fortuna Düsseldorf). „Super, dass wir Jasper von unserem Weg überzeugen konnten“, freut sich Matthias Mink über die Verpflichtung des 28-jährigen Kölners. Als höherklassig erfahrener Profi passe dieser „sportlich und menschlich hervorragend zum Verein“.
Aus der Jugend des TV Herkenrath kam der Defensivspezialist über Straelen, Bonn, Hennef und Wegberg-Beeck in die USA. Als Soccer-Stipendiat fügte er seinem Bachelorstudium dort den Masterabschluss zu.
Jasper Löffelsend soll bei Fortuna Köln auch das Offensivspiel gestalten
Aber nicht nur das: Über das College landete er in der MLS und absolvierte für Real Salt Lake, Colorado Rapids und San Diego FC insgesamt 81 Spiele. Dann zog es ihn in die zweite polnische Liga zu ŁKS Łódź. Dort verpasste er in den Relegationsspielen jüngst nur knapp den Aufstieg in die 1. Liga. Zum Ende der Saison 2025/26 lief sein Vertrag dann aus.
Sein neuer Trainer plant den ablösefreien Allrounder als Rechtsverteidiger ein. „Er gestaltet das Spiel auch nach vorne hin mit“, lobt Mink nicht nur die Dynamik und körperliche Robustheit, sondern auch die messerscharfen Flanken des Rechtsfußes.
Ich bin sehr froh und dankbar darüber, mit Fortuna Köln einen Verein an meiner Seite zu haben, der mein Potenzial schätzt
Schon als Testspieler überzeugte Löffelsend gegen TuS Koblenz (4:1) und den TSV Steinbach-Haiger (2:3) mit Torvorlagen. Auch im letzten Vorbereitungsspiel vor seiner festen Verpflichtung gegen Eintracht Trier (3:1) bestätigte er den positiven Eindruck. Neben Vleron Statovci (23), Kevin Brechmann (24) und Neo Telle (21) stellt Löffelsend die erfahrene Alternative dar und geht mit dem klaren Anspruch auf die Stammelf ins Rennen.
„Ich bin sehr froh und dankbar darüber, mit Fortuna Köln einen Verein an meiner Seite zu haben, der mein Potenzial schätzt, mir die Möglichkeit gibt, mein Können unter Beweis zu stellen und nach langer Zeit endlich nach Hause zu kommen“, sagt der wohl letzte Neuzugang kurz vor Abschluss des Trainingslagers.
Weil die Verletzung von Enzo Wirtz sich nicht als Totalschaden im Knie, sondern lediglich als Muskelverletzung herausstellte, dürfte die Kaderplanung des Drittliga-Neulings auf der Zugangsseite abgeschlossen sein. Bei 26 Feldspielern plus drei Torhütern sollte das Team eher noch verkleinert werden, wenn sich Ergänzungsspieler wie Salim Hadouchi oder Jonathan Kafu anderen Vereinen anschließen.
Ansonsten ist Chefcoach Mink zufrieden mit dem personellen Stand der Dinge und widmet sich „dem Sportlichen“: Vor dem Trainingslager und auch noch in den Tagen in Adenau/Eifel lag der Fokus auf der Defensivarbeit. In den letzten drei Wochen vor dem Drittliga-Start bei der SG Sonnenhof Großaspach (8. August) werde nun die offensive Entwicklung stärker in den Vordergrund rücken.
Schon zum Abschluss des Trainingslagers in Adenau soll dies gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach am Samstag (14 Uhr) sichtbar werden. „Dabei wollen wir die defensive Stabilität, die wir uns erarbeitet haben, nicht vernachlässigen“, fordert Matthias Mink die richtige Balance und denkt dabei sicher auch an die Fähigkeiten von Jasper Löffelsend.
