Das Drittliga-Team von Trainer Christian Stark setzt sich gegen den TuS 82 Opladen mit 32:28 durch.
HandballLongericher SC präsentiert sich in entscheidender Phase eiskalt

Lennart Niehaus (beim Wurf) erzielte acht Tore für den Longericher SC.
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Christian Stark hat bekommen, was er erwartet hat. Die Handballer des Longericher SC benötigten im Derby der Dritten Liga Süd-West gegen den TuS 82 Opladen am Freitag eine kämpferisch starke Leistung, um sich den 32:28 (18:14)-Erfolg zu sichern.
Dem Coach fiel es leicht, sich in seiner Analyse auf das Pragmatische zu konzentrieren. „Es war nicht unbedingt ein Spiel für Ästheten“, meinte Stark. „Uns war klar, dass wir auf einen Gegner treffen, der uns nichts schenkt. Für uns war es in erster Linie ein feiner Abend, weil wir die zwei Punkte behalten haben.“
In der ausverkauften Sporthalle der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule leisteten sich die Kölner zu Beginn einige Nachlässigkeiten, die von Fehlpässen bis zu vergebenen Torchancen reichten. Erst zur Mitte des ersten Durchgangs übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über die Partie und führten zur Pause mit vier Toren.
Auch nach dem Seitenwechsel fiel es dem LSC schwer, eine spielerisch überzeugende Leistung zu zeigen. Womöglich lag das daran, dass in Loic Kaysen, Malte Nolting, Jonas Kämper und Lennart Niehaus in der Woche zuvor vier angeschlagene Spieler wenig oder gar nicht trainiert hatten. In Phasen, in denen sich der LSC hätte absetzen können, leisteten sich die Kölner Fehler und ermöglichten es dem TuS 82, sich bis zum 25:25 heranzukämpfen (50.).
Wenn man am Freitagabend das Derby gewinnt, ist das Wochenende zum Genießen da
In den letzten zehn Minuten bewiesen die LSC-Spieler ihre Klasse und bekamen dafür von ihrem Trainer ein „Riesenkompliment“ ausgesprochen. „Als es darum ging, stabil zu sein und unsere Chancen zu nutzen, waren wir eiskalt und konnten uns darüber hinaus auf einen starken Torhüter verlassen“, resümierte Stark. „Wir sind hochzufrieden, weil wir auf Platz vier gesprungen sind. Wenn man am Freitagabend das Derby gewinnt, ist das Wochenende zum Genießen da.“
Longericher SC: Babic, Kull; Pyszora, Henrich, Richter (1), Niehaus (8/2), Leitz, Schulz (6), Kaysen (1), Nolting (5), Kremp (2), Becker (2), Kämper (7).

