Abo

LandesligaTerrence Suso übertrifft bei Borussia Lindenthal-Hohenlind die Erwartungen

3 min

Terrence Suso, Angreifer des SC Borussia Lindenthal-Hohenlind

Der 29-jährige Angreifer hat mit 13 Treffern maßgeblichen Anteil an der starken Saison des Teams von Trainer Sascha Zinken.

Nach dem großen personellen Umbruch im Sommer und dem Verlust von Spielern, die in Summe mehr als 40 Tore erzielt hatten, ist Fußball-Landesligist Borussia Lindenthal-Hohenlind längst wieder in der Spur und seit 13 Punktspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage in der Staffel 1 war das 1:6 gegen Brauweiler. Auf der Westkampfbahn kommt es am Sonntag (15.30 Uhr) zum Wiedersehen.

Es werde ein Jahr der Konsolidierung – verbunden mit viel Arbeit. Mehr sei nicht zu erwarten, hieß es von Klubseite noch vor dem ersten Spieltag. Eine Einschätzung, die die ersten Auftritte des Teams von Trainer Sascha Zinken bestätigten. Seit dem Debakel in Brauweiler stehen jedoch neun Siege und vier Unentschieden zu Buche – auch dank Terrence Suso, der sich in der Form seines Lebens präsentiert und alle Erwartungen übertrifft.

Terrence Suso spielt auch in der kommenden Saison für Lindenthal-Hohenlind

In der Torjägerliste der Fußball-Landesliga 1 stehen nur vier Spieler vor ihm. Nach anfänglicher Ladehemmung hat der 29-Jährige inzwischen 13 Treffer erzielt – zehn davon allein in der Rückrunde. Sechs davon habe er per Kopf erzielt, sagt der 1,82 Meter große und wendige Suso.

Für Borussia Lindenthal-Hohenlind soll er auch in der kommenden Spielzeit am Ball sein. „Wir haben seine Zusage“, sagt Borussias Sportlicher Leiter Roland Gabriel, der den gebürtigen Gambier vor ziemlich genau einem Jahr in der direkten Nachbarschaft entdeckt hat. Seit rund zehn Jahren lebt der Westafrikaner in Deutschland. „Eigentlich wollte ich mir unseren ehemaligen Spieler Felix Bußmann anschauen – und dann ist mir Terrence aufgefallen, auch wenn für ihn in diesem Spiel vieles unvollendet blieb. Vermutlich hätte er an diesem Tag nicht einmal einen Möbelwagen getroffen“, so der 70-Jährige mit markigen Worten und breitem Schmunzeln.

Tatsächlich bewegte sich Susos Torquote in der vergangenen Spielzeit in der klassentieferen Bezirksliga für einen zentralen Angreifer bestenfalls auf durchschnittlichem Niveau: In 25 Einsätzen traf er fünfmal, neun Treffer bereitete er vor. Im besagten Duell zwischen den Bezirksligisten SV Weiden (mit Suso) und der SpVg. Rheindörfer Nord (mit Bußmann) blieb Suso ohne Torerfolg.

Seit Sommer spielen Bußmann und Suso gemeinsam für Lindenthal. „Mir hat seine Art gefallen, wie er unentwegt Druck auf die Abwehrreihe ausgeübt hat“, erinnert sich Gabriel. Frei von Bedenken sei die Verpflichtung dennoch nicht gewesen. Suso sei ein richtig guter Typ, „aber natürlich wussten wir nicht, ob ihm der Klassensprung gelingen und wie viel Zeit das in Anspruch nehmen würde“.

Ich suche immer die Tiefe, will den Ball haben und Tore machen
Terrence Suso, Angreifer des SC Borussia Lindenthal-Hohenlind

Heute sind Gabriel und seine Mitstreiter schlauer. Nach drei Toren in der Hinrunde explodierte der vom Flügel- zum Mittelstürmer umgeschulte Familienvater mit Beginn der Rückrunde regelrecht. Gabriel, der Suso über den grünen Klee lobt und seine Unermüdlichkeit hervorhebt, hat indes das Kollektiv als Erfolgsfaktor ausgemacht: „Die Entwicklung als Mannschaft ist außergewöhnlich. Daran hat jeder Einzelne seinen Anteil.“

„Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns zu finden. Aber wir haben einen super Kader und eine wertschätzende Atmosphäre im Team. Ich genieße das Vertrauen und versuche, es in jedem Spiel zurückzuzahlen“, sagt Suso. Der drahtige Offensivspieler (74 Kilo) und angehende Friseurmeister ist seit vier Wochen Vater eines Sohnes. Sein Spiel beschreibt er mit wenigen Worten: „Ich suche immer die Tiefe, will den Ball haben und Tore machen – am besten schon wieder am Sonntag gegen Brauweiler.“