Die Kölner Hochspringerin meistert bei den Titelkämpfen im polnischen Torun 1,89 Meter.
LeichtathletikImke Onnen von den Cologne Athletics belegt bei Hallen-WM Rang acht

Imke Onnen von den Cologne Athletics wurde im polnischen Torun Achte.
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Dabei sein ist alles – so lautete das Motto von Imke Onnen bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Torun (Polen). Das Hochsprung-Ass der Cologne Athletics war auf den letzten Drücker nachgerückt, belegte Rang acht und genoss den Wettbewerb in vollen Zügen: Nachdem die Deutsche Hallen-Meisterin die Einstiegshöhe (1,85 m) souverän gemeistert hatte, floppte sie auch auf Anhieb über 1,89 Meter – und quittierte den gelungenen Versuch mit einem strahlenden Lächeln.
Anschließend ließ Onnen 1,93 Meter auflegen, doch für eine Saisonbestleistung sollte es am Freitagvormittag nicht reichen. Die Athletin der CA war hinterher „froh, überhaupt dabei gewesen zu sein. Es waren schon richtig gute Sprünge dabei.“ Nach dem Wechsel in die internationale Trainingsgruppe um die Olympia-Dritte Eleanor Patterson (Australien) sei es „logisch, dass noch nicht alles reibungslos funktioniert. Wenn ich aber an der Konstanz im Anlauf arbeite, sind auch wieder andere Höhen möglich.“
Vielleicht ja schon in der anstehenden Freiluft-Saison mit dem EM-Höhepunkt in Birmingham. Auch wenn bei der Hallen-WM im Vorjahr in China sogar Rang sechs herausgesprungen war, zeigte sich Onnen „sehr zufrieden. Zumal das Niveau extrem hoch war.“
Denn während die Kölnerin – im Gegensatz zur jüngsten Hallen-DM in Dortmund (1,91) – an der Neun hinter dem Komma vorbeischrammte, wurde es für ein Quartett erst jenseits der Zwei-Meter-Marke richtig spannend: Am Ende war es die ukrainische Freiluft-Weltrekordhalterin Yaroslav Mahuchikh, die sich dank übersprungener 2,01 Meter durchsetzte und damit den Titel-Hattrick von Nicola Olyslagers (1,99) verhinderte. Die Australierin teilte sich die Silbermedaille mit den höhengleichen Angelina Topic (Serbien) und Yulia Levchenko (Ukraine). Bronze ging an die Polin Maria Zodzik (1,93).
Tatjana Pinto sorgt mit 7,17 Sekunden über 60 Meter für Furore
Tags darauf sorgte Onnens Vereinskollegin Tatjana Pinto (33) für Furore: In 7,17 Sekunden stürmte sie im 60-Meter-Vorlauf zu einem Landesrekord, just bei ihrem Debüt im Portugal-Trikot. Die mittlerweile in Lissabon lebende Sprinterin lächelte verblüfft, presste beide Handflächen fest zusammen und blickte kurz nach oben. „Das Halbfinale hatte ich ihr zugetraut, eine Zeit unter 7,20 Sekunden nicht unbedingt“, sagte CA-Präsident Claus Dethloff.
2022 hatte die gebürtige Münsteranerin WM-Bronze mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel geholt, doch zum 16. August 2025 wechselte die Athletin mit der doppelten Staatsbürgerschaft den Verband. Bei der Abendsession war Pinto zwar erneut schneller unterwegs als bei ihrem jüngsten Triumph bei der Portugiesischen Hallen-Meisterschaft (7,23), doch 7,20 Sekunden reichten nicht für den Einzug in den Endlauf. Die schnellsten acht Halbfinalistinnen hatten allesamt eine Null hinter dem Komma stehen. An Pintos perfekter Premiere änderte dies allerdings wenig.

