Abo

Matchwinner Meiko SponselViktoria Kölns Allzweckwaffe auf der rechten Seite

3 min
23.01.2026, xydrx, Fußball, 3.Liga, FC Viktoria Köln - 1.FC Saarbrücken, Saison 2025 2026, Sportpark Höhenberg: Meiko Sponsel FC Viktoria Köln 19 im Zweikampf gegen Niko Bretschneider 1.FC Saarbrücken 28 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video. Photo: xYannisxDreimannxPressefotoKochx Nordrhein-Westfahlen Deutschland *** 23 01 2026, xydrx, Football, 3 Liga, FC Viktoria Köln 1 FC Saarbrücken, Saison 2025 2026, Sportpark Höhenberg Meiko Sponsel FC Viktoria Köln 19 in duel against Niko Bretschneider 1 FC Saarbrücken 28 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Photo xYannisxDreimannxPressefotoKochx Nordrhein Westfahlen Germany

Starker Auftritt gegen Saarbrücken: Viktorias Meiko Sponsel (links)

Gegen Saarbrücken feierte der 23-Jährige seine Torpremiere und kassierte viel Lob.

Von seinen Mitspielern wurde Meiko Sponsel am Freitagabend aus dem Rand des Jubelkreises in die Mitte geschubst. So einfach durfte der Premierentorschütze des FC Viktoria Köln nach dem 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken nicht davonkommen. „Einmal in der Mitte tanzen für alle, ein kleiner Beitrag in die Mannschaftskasse wird bestimmt auch fällig“, sagte Teamkollege David Otto. Die Viktoria hatte gegen den nun seit 14 Spielen sieglosen FCS erfolgreich Wiedergutmachung für das peinliche 0:2 in Schweinfurt zum Jahresauftakt betrieben. Vor allem die Anfangsphase war herausragend. „Von der ersten Minute an waren wir brutal da und haben genau das gezeigt, was wir in Schweinfurt haben vermissen lassen“, lobte Otto.

Führungstreffer von Meiko Sponsel nach fünf Minuten

Bereits in der fünften Minute waren die Kölner in Führung gegangen. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite wurde Sponsel im Strafraum freigespielt und schob überlegt zum 1:0 ein. Es war sein erstes Drittliga-Tor und sein Premieren-Treffer für die Viktoria. „Die erste Halbzeit war stark, mit Intensität und Angriffs-Pressing. Wir hatten wieder Leben auf dem Platz und haben einander geholfen“, sagte Sponsel. „Dann steht man auch mal frei vor dem Tor, da bin ich überaus glücklich.“ Wenig später belohnte Verthomy Boboy die Viktoria mit seinem 2:0, einem Abstauber nach einem Freistoß, für die starke Anfangsphase. Auch für den 22-Jährigen war es die Vereins- und Drittliga-Premiere. „Von unserer Seite war es in Schweinfurt eine Nicht-Leistung, jetzt war es genau das Gegenteil. In der zweiten Halbzeit haben wir dem ein bisschen Tribut gezollt“, meinte Otto.

Denn Saarbrücken kam spätestens nach dem Seitenwechsel deutlich besser in die Partie, übernahm die Kontrolle und kam teils im Minutentakt zu Großchancen. Doch entweder versagten die Saarbrücker Nerven, Viktoria-Keeper Arne Schulz war zur Stelle, oder ein rettender Kölner Fuß. „In der zweiten Hälfte ging es darum, es auszuhalten. Wir hatten etwas Glück. Aber es hat sich auch jeder immer dazwischengeworfen, das war unser Spirit. Darum war der Sieg verdient“, lobte Otto.

Starke Entwicklung nach anfänglichen Schwierigkeiten

Sponsel, der nach seinem starken Offensiv-Beginn auf der rechten Schiene in der zweiten Halbzeit vor allem hinten gefragt war, gestand: „Aus so einem Spiel gehst du natürlich nicht oft ohne Gegentor raus.“ Für den gebürtigen Wiesbadener war die Partie der vorläufige Höhepunkt einer guten Entwicklung in Höhenberg seit seiner Verpflichtung im Sommer aus der U21 des 1. FC Köln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte sich Sponsel immer besser zurechtgefunden. „Ich bin ein Mensch, der sich in eine Mannschaft reinfinden muss, der nicht ankommt und direkt in der ersten Woche zum Lautsprecher wird. Es ist ein Entwicklungsprozess, umso glücklicher bin ich, wie er verlaufen ist“, so der 23-Jährige.

Für Trainer Marian Wilhelm ist er eine defensive Allzweckwaffe: Auf der rechten Schiene, rechts in einer Vierer- oder rechts in einer Dreierkette. „Meiko hatte eine schwierige Leihe in Essen (2022/23, d. Red.), wo er sich schon einmal in der Dritten Liga versucht hat. Auch bei uns hat er eine Weile gebraucht, um reinzukommen, bis er das Vertrauen in sich hatte. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken aus der Startelf“, stellte Wilhelm klar. „Wir hatten es so mit ihm gesprochen: Er kann Dritte Liga. Da wollten wir ihn etablieren. Und er hat es nachdrücklich unter Beweis gestellt, dass er es kann.“

Zum Start der Vorbereitung auf das kommende Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (Samstag, 14 Uhr) dürfen die Teamkollegen noch etwas vom Premieren-Torschützen erwarten. „Vielleicht bringe ich eine Kleinigkeit in die Kabine mit, das gehört schon dazu“, kündigte Sponsel an.