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MittelrheinligaAli Meybodi ist zurück beim FC Pesch

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12.03.32023, Fussball-FC Pesch - Bonn

TR: Ali Meybodi (Pesch)

Foto: Uli Herhaus

Pesch-Trainer Ali Meybodi

Der alte und neue Coach des Kölner Mittelrheinligisten hat seine Rettungsmission begonnen.

Beim Fußball-Mittelrheinligisten FC Pesch läuft seit einigen Tagen die Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in die Meisterschaft. Die Trainingseinheiten leitet ein alter Bekannter: Ali Meybodi ist zurück im Kölner Norden und soll den Klub nach dem Rückzug von Interimscoach Adriano Terranova vor dem Abstieg bewahren.

„Es fühlt sich wie ein Nachhausekommen an“, erklärt der 50-Jährige, der bereits von 2016 bis 2023 den FC Pesch coachte und dort eine Ära prägte. Zuletzt trainierte Meybodi den Landesligisten SV Kurdistan Düren. Dort stieg er jedoch bereits Anfang November, nach wenigen Wochen im Amt, angesichts eines Krankheitsfalles im engsten Familienkreis aus. „Ich habe dort von Anfang an gesagt, dass niemand auf mich warten muss. Daher ist die Trennung sehr fair abgelaufen“, erklärt er mit Blick auf den Abschied aus Düren.

FC Pesch ist Tabellenschlusslicht

Inzwischen hat sich die familiäre Situation entspannt. Meybodi hat wieder Zeit und Kraft für eine neue Herausforderung. Und die hat es in sich. Der FC Pesch belegt nach einer desaströsen Hinrunde den letzten Platz. „Wir müssen uns nichts vormachen. Die Aufgabe ist unglaublich schwierig, wir haben den Klassenerhalt nicht in der eigenen Hand“, sagt er.

Meybodi kennt die Liga bestens. Er hat die SG Köln-Worringen, den FC Hürth und FV Bonn-Endenich in der Mittelrheinliga gecoacht und Pesch zweimal dorthin geführt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden. Ohne diesen Glauben hätten wir uns den Aufwand gespart“, sagt er und spricht damit die umfangreiche Veränderung des Kaders an. Ein Dutzend Akteure ist gegangen, ähnlich viele sind gekommen. Letztere Spieler verbindet – von wenigen Ausnahme abgesehen – dass sie bereits in Pesch oder andernorts unter Meybodi gespielt haben.

Vertrag bis 2029

Der Coach unterschreibt bis 2029„Das ist ganz wichtig. Im Winter hat man nicht die Zeit, sich lange kennenzulernen. Es muss schnell funktionieren“, betont der Trainer, der derzeit noch weitere Gastspieler in Augenschein nimmt und verpflichten will. Die vielen Neulinge um Pascal Tonou (SG Unterrath), Taylan-Keanu Kilic (Sportfreunde Düren) und Adnan Aoudou (1. FC Viersen) sollen mit etablierten Kräften eine schlagkräftige Einheit bilden. „Wir sind auf allen Positionen gut besetzt“, so Meybodi. Das fange mit dem auf die Torwartposition zurückgekehrten Christian Tok an. „Mit ihm und Mertcan Akar haben wir zwei Top-Keeper. Und mit Alex Papazoglu, Kaan Akca und Ergün Yildiz haben wir dreimal reichlich Erfahrung im Kader“, sagt der 50-Jährige. Zusammen wolle man „die Uhr wieder auf null stellen“ und die Misserfolge vergessen machen.

Sollte es angesichts der bislang mit fünf Punkten bescheidenen Ausbeute nicht klappen mit der Rettung, will Meybodi in der Landesliga weitermachen. Möglich macht dies ein bis 2029 gültiger Kontrakt. „Ich bin kein Feuerwehrmann “, stellt er klar. Meybodi will in Pesch keine Zwischenlösung sein, sondern erneut eine Ära prägen.