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Regionalliga WestFortuna Köln gerät im Aufstiegskampf ins Straucheln

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17.04.2026, xophax, Fussball Regionalliga West. 1.FC Köln II gegen SC Fortuna Köln. Ball. V.l.n. rechts : Lennart Winkler  Fortuna  , patrik Kristal  1.FC Köln  Maximilian Fischer  Fortuna K.  , Yannick Mausehund  1.FC Köln  , Hamadi Al Ghaddioui  Fortuna  Koeln *** 17 04 2026, xophax, Soccer Regionalliga West 1 FC Köln II vs SC Fortuna Köln Ball V l n right Lennart Winkler Fortuna , patrik Kristal 1 FC Köln Maximilian Fischer Fortuna K , Yannick Mausehund 1 FC Köln , Hamadi Al Ghaddioui Fortuna Koeln

Fortuna Kölns Keeper Lennart Winkler (l.) im Derby gegen die U 21 des 1. FC Köln.

Nach dem 0:3 bei der U 21 des FC schrumpft der Vorsprung des Südstadtklubs auf Verfolger RW Oberhausen.

Der erste Ausrutscher war noch ohne Folgen geblieben. Nun ist für den SC Fortuna Köln aber eine ernstzunehmende Situation entstanden. In der Fußball-Regionalliga West befindet sich die Mannschaft von Matthias Mink immer noch auf Meisterkurs, muss nach dem 0:1 in Dortmund vor Ostern und dem jüngsten 0:3 im Derby bei der U 21 des 1. FC Köln aber aufpassen, dass sie nicht in unruhige Fahrwasser kommt.

„Wir wissen alle, worum es geht“, sagte Chefcoach Mink nach dem „gebrauchten“ Freitagabend im Franz-Kremer-Stadion. Während der erste Verfolger RW Oberhausen den Patzer bei Borussia Dortmunds U 23 an Karsamstag nicht genutzt und 0:3 gegen Paderborn II verloren hatte, rückte der Tabellenzweite durch ein 1:0 in Lotte nun bis auf sechs Punkte an die Südstädter heran. Mit einem Sieg im Nachholspiel am 28. April in Bonn kann das Team aus dem Ruhrgebiet bis auf drei Zähler aufschließen.

Natürlich schaut man in dieser Phase auch auf die Konkurrenz. Aber es bringt nichts, wir müssen unsere eigenen Spiele abarbeiten und da heißt es vier Spiele und vier Siege, alles andere hat uns nicht zu interessieren
Matthias Mink, Trainer von Fortuna Köln

„Natürlich schaut man in dieser Phase auch auf die Konkurrenz“, stellte Mink klar und ergänzte: „Aber es bringt nichts, wir müssen unsere eigenen Spiele abarbeiten und da heißt es vier Spiele und vier Siege, alles andere hat uns nicht zu interessieren.“ Auch wenn seine Mannschaft nun zwei Niederlagen aus den vergangenen drei Spielen hinnehmen musste, betonte der Trainer das Positive: „Man kann es auch anders formulieren, nämlich so, dass wir von 30 Spielen erst drei verloren haben.“

Nicht nur bei der starken Reaktion auf die Dortmund-Niederlage beim 4:1 gegen Schalkes U 23, sondern in der gesamten Rückrunde performe seine Mannschaft besser als in der Hinrunde. „In 13 Spielen haben wir neun Siege, zwei Unentschieden und jetzt zwei Niederlagen erreicht. Das darf man nicht verkennen“, sprach Mink seiner Mannschaft Mut zu.

Weil diese in den verbleibenden Spielen gegen Wiedenbrück (18.), Paderborn II (13.), Siegen (7.) und Lotte (11.) den Drittliga-Aufstieg in der eigenen Hand hat, relativierte er die aktuelle Situation. Gleichzeitig legte er aber auch den Finger in die Wunde. „Das ist gegen solche Mannschaften immer ein Spiel mit dem Feuer“, ging er auf die fehlende Balance im eigenen Spiel ein.

Die hatte bei den Nachwuchsspielern des FC zur höchsten Saisonniederlage geführt. Obwohl der Südstadtklub um die offensiven Qualitäten von Sargis Adamyan, Fynn Schenten und vor allem Youssoupha Niang wusste, kamen genau die zum Tragen. Da half es wenig, dass mehr als 1500 Fortuna-Fans das nächste, stimmungsvolle „Heimspiel im Franz-Kremer-Stadion“ erzeugt hatten. Vor dem 0:1 ließ sich Maximilian Fischer von Niang überlaufen und dieser zwang David Haider Al-Azzawe mit einem scharfen Querpass zum Eigentor (14.).

In der Entstehung des zweiten Gegentreffers wurde ein geblockter Schuss von Tom Geerkens zum Bumerang, sodass der FC wieder über Adamyan, Schenten und Torschütze Niang kontern konnte (39.). „Der entscheidende Punkt ist, dass wir die Zweikämpfe verloren haben. Das müssen wir uns ankreiden lassen“, hielt Mink fest. Vor dem 0:3 verlor Georg Strauch als langjähriger U-21-Vizekapitän in Diensten der Fortuna ein Laufduell gegen Bernie Lennemann. Dessen Pass erreichte Niang, der zwischen zwei Gäste-Verteidigern für die Entscheidung sorgte (77.).

Fortuna-Trainer Matthias Mink vermisst Qualität

Abgesehen von den defensiven Nachlässigkeiten kritisierte der Fortuna-Coach auch das Offensivspiel. „Wir haben nicht die Präzision entwickelt, hatten immer wieder viele zweite Bälle, die wir im und am Strafraum nicht bekommen haben. Da hat schon auch Qualität gefehlt.“ Nur wenn seine Profis diese am Samstag (14 Uhr) gegen den SC Wiedenbrück wieder auf den Platz bringen, kann der Kurs in Richtung Meisterschaft gehalten werden. „Wir müssen das Derby schnell abhaken, im Fußball läuft es eben manchmal anders als gedacht“, meinte Mink abschließend. „Jetzt steht die nächste Aufgabe im Südstadion vor der Tür und da muss unsere Antwort kommen.“