Der Südstadt-Klub möchte nach dem Ausfall von Jasper Löffelsend auf dem Transfermarkt nachlegen.
Nach Löffelsends KreuzbandrissFortuna Köln guckt sich nach einem Ersatz um

Fällt monatelang aus: Jasper Löffelsend
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Der Ausfall von Jasper Löffelsend traf den SC Fortuna Köln hart. Schon der Drittliga-Saisonstart war misslungen, mit einer 0:1-Niederlage bei Mitaufsteiger SG Sonnenhof Großaspach – nun fehlt auch noch einer der erfahrensten Spieler im Kader. Löffelsend hatte in der Vorbereitung als Rechtsverteidiger überzeugt und sich festgespielt. Der 28-Jährige war zudem als Routinier eingeplant, als Rückhalt für die Mannschaft.
Jasper Löffelsend war als Führungsspieler eingeplant
In den USA bestritt er 84 MLS-Einsätze und maß sich dabei mit Spielern wie Gareth Bale und Marco Reus. Er kennt große Bühnen, spielt technisch stark und treibt seine Mitspieler an. Sein Fehlen wiegt entsprechend schwer. „Am Freitag kam ich zum Trainingsgelände, Matthias (Anm. d. R. Mink, Trainer Fortuna Köln) sagte mir, Jasper sei mit dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das bestätigte sich leider. Es ist ein herber Schlag, weil er Erfahrung und Mentalität mitbrachte. Alles kann aber nicht von einem Mann abhängen“, erklärt Fortunas Präsident Hanns-Jörg Westendorf.
Trainer Mink muss nun umdisponieren. Kevin Brechmann, im vergangenen Sommer von der U23 von Fortuna Düsseldorf in die Südstadt gewechselt, war in der vergangenen Regionalliga-Saison mit 22 Ligaeinsätzen eine wichtige Stütze der Mannschaft und kann die Rechtsverteidiger-Rolle übernehmen. Mit Tempo und Durchschlagskraft bringt er die passenden Voraussetzungen mit, auch wenn er am Samstag erst sein erstes Drittligaspiel bestritt und sich sichtlich an das höhere Tempo gewöhnen musste.
Über seine Seite fiel das Gegentor – wobei sich der Ausfall in dieser Situation insgesamt als kollektiver erwies. Eine weitere Option ist Neo Telle, gelernter Innenverteidiger, der im Januar vom 1. FC Köln nach Zollstock wechselte. Er kann die rechte Abwehrseite ebenfalls besetzen, spielt jedoch deutlich defensiver als Brechmann. Auch Mittelfeldspieler Georg Strauch, der bei der U21 des FC mehrfach auf der rechten Abwehrseite auflief, ist eine Option.
Ob Fortuna ohne den Ausfall von Löffelsend noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden wäre, hätte von mehreren Faktoren abgehangen, erklärt Westendorf: „Da hätten wir vorerst keine Notwendigkeit gesehen. Nur, wenn sich etwas Passendes ergeben hätte. Aber das ist alles Konjunktiv.“
Durch den Ausfall sieht sich der Südstadt-Klub nun fast gezwungen, nachzulegen, sagt Westendorf: „Es wäre fahrlässig, würden wir nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv. Es muss aber passen. Der Markt ist im Moment in Bewegung, weil viele Spieler, die sich bis zum Saisonstart ein Engagement in der Zweiten oder Dritten Liga erhofft hatten, keins bekommen haben. Sie werden unruhig, das Transferfenster ist noch gut drei Wochen geöffnet. Das kann dann alles sehr schnell gehen. Wir befinden uns auf jeden Fall in der Suche.“ Westendorf betont aber: „Wir müssen schauen, welche Spieler für uns mit Blick auf den finanziellen Hintergrund infrage kommen. Es würde keinen Sinn ergeben, einfach irgendjemanden zu verpflichten.“
