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3:1-Sieg gegen HoffenheimViktoria Köln bejubelt Joker Sachse und eine Sonderprämie

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Jakob Sachse (Nummer 40) köpft zum 2:1 für Viktoria Köln ein.

Dem Höhenberger Drittligisten ist ein vermutlich vorentscheidender Schritt zum Klassenerhalt gelungen.

Im Anschluss an den obligatorischen Spielerkreis nach Abpfiff brandete inmitten der ohnehin bereits hervorragenden Laune noch einmal ein Jubelsturm bei den Profis des FC Viktoria Köln auf. „Da hat der Sportvorstand noch etwas spendiert“, verriet Trainer Marian Wilhelm lächelnd. „Das hat den Jungs natürlich gefallen, aber das haben sie sich auch verdient.“ Franz Wunderlich erklärte etwas kryptisch: „Wir haben etwas vereinbart, was noch nicht spruchreif ist.“

Mit 3:1 (1:1) hatte der Höhenberger Drittligist am Sonntagabend bei 1899 Hoffenheim II gewonnen und damit einen womöglich vorentscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt elf Punkte. Mit diesem Wissen im Hinterkopf und der Sonderprämie ließ es sich trotz heftigen Windes und Dauerregens wunderbar im Dietmar-Hopp-Stadion mit der kleinen Schar mitgereister Viktoria-Fans feiern. „Da war heute ein echtes Team auf dem Platz. Jeder hat sich eingebracht, gerade, als es ekelig wurde“, lobte Wilhelm.

Viktoria mit starker Defensivleistung

Fundament des perfekten Starts in die beiden englischen Wochen war eine nahezu makellose Defensivleistung. Mit Ausnahme des zwischenzeitlichen 1:1 durch Deniz Zeitler (25.) und einer von Arne Schulz entschärften Chance in der Nachspielzeit funktionierte Viktorias Hintermannschaft einwandfrei. Und vorne durfte dank zweier Premieren gejubelt werden.

Zunächst konnte Yannick Tonye seinen Torfluch brechen. Nach schöner Vorarbeit von Leonhard Münst umkurvte der 21-Jährige zunächst TSG-Kapitän Valentin Lässig und anschließend Keeper Luca Philipp. Für Tonye war es im 16. Einsatz das erste Drittliga-Tor und der erste Scorerpunkt der Saison. Ursprünglich hatte sich die Viktoria vom Sommer-Zugang aus Schalke erhofft, dass er Teile der von Said El Mala hinterlassenen Lücke auf dem Flügel schließen könnte. Immerhin bringt Tonye Dribbelstärke und Tempo mit. Allerdings fehlte ihm das Abschlussglück bislang völlig, regelmäßig traf er in aussichtsreicher Position die falsche Entscheidung – anders am Sonntag gegen Hoffenheim. Der Treffer hätte ein Knotenlöser sein können, jedoch musste der verletzungsanfällige Angreifer nach einer knappen Stunde mit einer Muskelblessur vom Platz.

Jakob Sachse trifft und bereitet vor

Doch Trainer Wilhelm bewies mit seinen Einwechslungen ein gutes Händchen. Vor allem mit der von Jakob Sachse. Denn der 19 Jahre alte Stürmer, im Winter ebenfalls von Schalke 04 verpflichtet, köpfte nach nur drei Minuten eine Flanke von Münst als Aufsetzer zum 2:1 ins Tor (79.) – die zweite Drittliga-Premiere des Abends. Und es kam noch besser für den Teenager: Wenige Augenblicke nach der Führung bediente er Sturmpartner Benjamin Zank mit einem Steckpass, der Torjäger vollendete aus spitzem Winkel zum 3:1-Endstand (82.). Für Zank war es das dritte Tor in den letzten vier Spielen. Der 1,95-Meter-Mann blüht seit dem Abschied von Tyger Lobinger in Richtung MSV Duisburg auf. „Wir haben Leidensfähigkeit bewiesen und gleichzeitig bis in die Schlussphase Fußball gespielt. Dafür sind wir belohnt worden“, lobte Wilhelm. „Von der Bank kam unglaubliche Energie.“

Viel Zeit für Erholung bleibt den Höhenbergern nicht. Bereits am Mittwoch tritt die Viktoria zum Verbandspokal-Viertelfinale beim Mittelrheinligisten Siegburger SV an (19 Uhr, Walter-Mundorf-Stadion). In der Meisterschaft ist am Samstag (14 Uhr) der VfB Stuttgart II zu Gast im Höhenberger Sportpark.