Der Österreicher hat sich nicht so schwer verletzt wie befürchtet. Der Klub hofft auf eine Trainings-Rückkehr in zwei Wochen.
Viktoria KölnPascal Fallmann hat Glück im Unglück

Viktorias Flügelspieler Pascal Fallmann
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Glück im Unglück hatten Pascal Fallmann und der FC Viktoria Köln: Der Königstransfer der Höhenberger hat sich beim desolaten 2:5 zum Drittliga-Auftakt gegen Jahn Regensburg nicht so schwer verletzt, wie man es befürchten konnte. Am Montag wurde bei einer MRT-Untersuchung beim 22 Jahre alte Österreicher ein Außenbandriss diagnostiziert. Die Syndesmose ist nicht betroffen, weshalb die Viktoria mit einer Ausfallzeit von etwa zwei Wochen ausgeht, wie Sportchef Valentin Schäfer im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte. Fallmann hatte sich am Samstagnachmittag in der letzten Aktion vor der Halbzeitpause ohne Gegnereinwirkung verletzt, als er unglücklich auf den Ball trat und wegknickte. Er musste den Innenraum gestützt verlassen.
Schäfer sprach nach der Diagnose von einem „Lichtblick“ – denn Grund zur Freude gab es nach dem Debakel vor eigenem Publikum kaum. „Das Spiel hängt nach“, sagte Viktorias Sportlicher Leiter. „Wir haben einfach zu viele Momente in unserem Strafraum zugelassen. Fünf Gegentore sind viel zu viel.“ Trainer Marian Wilhelm kritisierte: „So gewinnst du in der Dritten Liga kein Spiel.“
Viele Defizite sind laut Valentin Schäfer leicht zu beheben
Die meisten in der Analyse identifizierten Defizite seien laut Schäfer zumindest schnell zu beheben. „Wir müssen als Mannschaft schneller hinter den Ball in die Kompaktheit kommen, in dem Verhalten waren wir nicht am Maximum. Dazu müssen wir cleverer und früher die Konter des Gegners unterbinden“, forderte der 31-Jährige. Insgesamt müsse es darum gehen, die defensive Stabilität zurückzugewinnen, „wir müssen eine Balance finden“, so Schäfer. „Denn der offensive Output war gut.“ Das untermauert auch der xG („Expected Goals“)-Wert, der die Torchancen klassifiziert – und trotz 2:5-Niederlage klar für die Viktoria spricht.
In der Offensive gab es viele gute Ansätze, vor allem in den ersten 25 Minuten, als die Viktoria das Spiel im Griff hatte. Niklas Castelle suchte viele Eins-gegen-Eins-Situationen und hätte früh die Führung erzielen müssen – immerhin traf er in Halbzeit zwei noch. Fallmann war auf seiner rechten Schiene pausenlos unterwegs und wurde immer wieder mit Seitenverlagerungen gefunden. Und nach dem Seitenwechsel konnten einige Joker auf sich aufmerksam machen. Angreifer Noah Maboulou sorgte für viel Unruhe und schoss sein erstes Tor für die Viktoria. Auch Alexander Prokopenko deutete seine Kreativität an.
Am Sonntagabend geht es nach Stuttgart
Weil sich Fallmanns Verletzung als nicht so gravierend herausstellte, schloss Sportchef Schäfer auch vorerst weitere Verpflichtungen aus. „Wir sollten uns trotz des schlechten Starts weniger Gedanken um den Kader machen oder alle Pläne verwerfen. Die Jungs, die auf dem Platz standen, müssen und werden es einfach besser machen“, forderte Schäfer.
Die nächste Gelegenheit dazu hat die Viktoria am Sonntagabend. Zum Abschluss des zweiten Spieltags sind die Höhenberger beim VfB Stuttgart II zu Gast (19.30 Uhr). Den verletzten Fallmann könnte Yannick Tonye ersetzen, der nach einer starken Vorbereitung zuletzt ein Ziehen im Muskel gespürt hatte und deswegen nicht im Kader für das Regensburg-Spiel stand. Auch Eric Gueye, der Fallmann gegen Regensburg ersetzt hatte, und Marco Pledl sind Optionen.
