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Kommentar nach Pokal-Aus des FCZurück bleiben auch Stolz und Zufriedenheit

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FC Spieler nach Pokalaus

Florian Kainz, Ellyes Skhiri, Eric Martel und Benno Schmitz (v.l.) nach dem Spiel

Köln – Wer das Haar in der Suppe suchen möchte, mag es im Wesen der 0:1-Heimniederlage gegen Belgrad oder in Benno Schmitz’ verpasster Topchance gegen Nizza finden. Bei aller verständlichen Enttäuschung eingefleischter FC-Fans über das auch noch vermeidbare Ausscheiden in der Conference League, bleiben aber vor allem Stolz und Zufriedenheit.

So wie es einen riesigen Erfolg darstellt, dass der 1. FC Köln nach einem Fast-Abstieg durch die Conference League tourt, so erfolgreich waren im Wettbewerb auch Auftreten und Leistungen einer Mannschaft, die vieles von dem verkörpert, was sich die Anhänger jedes Clubs wünschen: die Bereitschaft, sich Widerständen zur Wehr zu setzen, selbst in ausweglosen Situationen nicht aufzugeben und im festen Glauben an sich selbst immer alles zu geben – bis an den Rand der Erschöpfung.

Für eine solch junge und am Anfang ihrer Entwicklung stehende Mannschaft, wie sie der FC aktuell nun mal stellt, kann die Erfahrung Europapokal trotz aller Strapazen nur Gold wert sein. Union Berlin hat vorgemacht, wie nachhaltig erste Schritte wirken können. Die Köpenicker präsentieren sich trotz ihres im Vergleich zum FC klaren Europa-Scheiterns vergangene Saison im Jahr danach gefestigt und gereift.

Das Gros des Kölner Fußballpublikums hat längst ein feines Gespür dafür entwickelt, dass Niederlagen nicht das Ende aller Träume bedeuten. Wie Fehler gehören sie zu einer guten Entwicklung, die beim FC auch im zweiten Jahr mit Steffen Baumgart in vollem Gange ist. Ein vorbildlicher Prozess, der dazu führen kann, dass es schon bald eine Fortsetzung in Europa gibt.