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Kommentar zu Löws EM-KaderEs bleiben noch einige Baustellen

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Kader Bild

Thomas Müller und Mats Hummels, formstarke wie erfahrene Führungsspieler, sind zu Recht zurück in der Nationalelf. Joachim Löw schließt endlich die Baustelle, die er sich 2019 ohne Not selbst aufgerissen hat. Es bleibt spannend, wie er nun die Hierarchiebildung zwischen Rückkehrern und Verbliebenen moderiert: Vor einer Pandemie-EM ohne Atmosphäre, in der Teamgeist ein entscheidender Faktor wird.

Dass er Toni Kroos und Manuel Neuer als seine ersten Ansprechpartner benannt hat, zeigt eine noch offene Baustelle. Andere sind – mangels Angebots auf Top-Niveau – das Fehlen eines Stürmers mit überragender Kopfballstärke. Zwar ist in Kevin Volland ein bulliger Strafraumwühler dabei, aber wegen seiner 1,79 Meter Körpergröße bleiben Müller und Leon Goretzka in der Luft die einzigen Optionen aus dem Spiel heraus. Dazu überrascht das Fehlen von Maximilian Arnold: ein Kämpfer, der das Überangebot an Technikern und Strategen im Mittelfeld gut ergänzt hätte, Löw aber wohl zu unbequem ist.

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